Nvidia, Aktie

Nvidia Aktie: 3,6 ExaFLOPS im ersten Stresstest

01.06.2026 - 19:45:10 | boerse-global.de

Nvidia beginnt mit der Auslieferung der Vera-Rubin-Plattform. Erste Tests zeigen eine zehnfache Steigerung des KI-Durchsatzes und einen Kursanstieg der Aktie.

Nvidia Aktie: 3,6 ExaFLOPS im ersten Stresstest - Bild: über boerse-global.de
Nvidia Aktie: 3,6 ExaFLOPS im ersten Stresstest - Bild: über boerse-global.de

Jensen Huang hat auf der Computex in Taipeh keine Zeit mit Ankündigungen verschwendet. Nvidia startet die Massenproduktion der Vera-Rubin-Plattform — dem Nachfolger der Blackwell-Architektur. Erste Auslieferungen sind für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

3,6 ExaFLOPS im Stresstest

Den ersten Praxisbeweis lieferte CoreWeave. Der KI-Cloud-Anbieter hat das erste Vera-Rubin-NVL72-Serverrack erfolgreich validiert. Dell Technologies lieferte das System, das 72 Rubin-GPUs und 36 Vera-CPUs über NVLink 6 verbindet.

Im 147-Stunden-Stresstest erreichte das Rack 3,6 ExaFLOPS. Gegenüber der Blackwell-Generation soll die neue Architektur den Inferenz-Durchsatz für KI-Agenten um das Zehnfache steigern. Die Kosten pro Million Token sinken laut Nvidia um rund 90 Prozent. Die Energieeffizienz bei Training und Inferenz verbessert sich um den Faktor vier.

Der Vera-CPU greift x86 an

Neu im Portfolio ist der eigenständige Vera-CPU. Der Chip trägt 227 Milliarden Transistoren und 88 „Olympus"-Kerne. Nvidia gibt an, er arbeite 1,8-mal schneller als herkömmliche x86-Prozessoren — bei einer Speicherbandbreite von 1,2 TB/s.

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Zu den frühen Abnehmern zählen OpenAI, Anthropic, SpaceX und Oracle Cloud Infrastructure. Nvidia plant, jährlich rund 150 Milliarden Dollar in Taiwan zu investieren. Dazu gehört der Bau des neuen „Nvidia Constellation"-Campus.

Den Speicherbedarf der Vera-Rubin-Systeme decken Samsung Electronics, SK hynix und Micron als HBM4-Lieferanten ab. Alle drei Anbieter sind als Hauptlieferanten für die Speichermodule eingeplant.

Kurs auf Rekordjagd — mit einem Haken

Die Börse reagierte prompt. Die Aktie legte im frühen Handel um gut vier Prozent zu und notiert aktuell bei rund 189 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits mehr als 17 Prozent gewonnen. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von über 57 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 201 Euro ist nur noch sechs Prozent entfernt.

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Auf der Verliererseite standen AMD, Intel und Qualcomm — mit Kursverlusten zwischen 4,9 und 8,5 Prozent. Kein Wunder: Nvidia überschritt zeitgleich die Marktkapitalisierungsmarke von fünf Billionen Dollar.

Allerdings trübt ein regulatorisches Risiko das Bild. Die US-Regierung verschärfte am selben Tag die Exportbeschränkungen für Hochleistungschips nach China. Das trifft direkt Nvidias fortschrittlichste Prozessoren. Wie stark der Ausfall des China-Geschäfts die Wachstumsprognosen belastet, wird sich spätestens beim nächsten Quartalsbericht zeigen — Nvidia legt die Zahlen für das laufende Quartal im August vor.

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