NuScale Power: Pakt mit Ebara
04.06.2026 - 12:43:41 | boerse-global.deNuScale Power verlässt die Nische der reinen Stromerzeugung. Der Spezialist für kleine modulare Reaktoren (SMR) kooperiert ab sofort mit Ebara Elliott Energy. Gemeinsam wollen die Unternehmen die Schwerindustrie dekarbonisieren.
Atomkraft für die Chemiebranche
Im Zentrum steht die Entwicklung eines Hochtemperatur-Dampfkompressors. Diese Technik soll NuScale-Reaktoren direkt in petrochemische Anlagen integrieren. Die Partner planen die Fertigstellung des Systems für das Jahr 2027.
Die Reaktoren liefern Prozessdampf mit über 500 Grad Celsius. Das ist die Grundvoraussetzung für viele industrielle Prozesse. Ein einzelnes Modul erzeugt dabei 77 Megawatt Strom.
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Das modulare Konzept erlaubt eine flexible Skalierung. Kunden können die Kapazität ihrer Kraftwerke genau an den jeweiligen Bedarf anpassen. Neben der Chemiebranche rücken damit auch Wasserstoff-Produzenten und Rechenzentren als Zielgruppe näher.
Regulatorischer Vorsprung
NuScale profitiert von einem wichtigen Marktvorteil. Als bisher einziger Anbieter verfügt das Unternehmen über eine Design-Zertifizierung der US-Atomaufsicht NRC. Diese Genehmigung gilt als entscheidende Hürde für den kommerziellen Einsatz.
Die Kooperation öffnet NuScale den Weg in die Schwerindustrie. Bis 2027 muss die Technik im Feldversuch ihre Marktreife beweisen. Danach entscheidet die Skalierbarkeit über den Erfolg in der petrochemischen Branche.
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