NuScale Power Aktie: Milliarden-Polster trotz Verlust
19.03.2026 - 07:05:23 | boerse-global.deNuScale Power steht vor einer Zerreißprobe zwischen operativen Rückschlägen und einer massiv gestärkten Bilanz. Während drastisch verfehlte Quartalsziele und juristischer Druck die Stimmung belasten, verschafft ein Liquiditätsschub von 1,3 Milliarden USD dem Unternehmen wertvolle Zeit. Marktbeobachter blicken nun gespannt auf die anstehenden juristischen Fristen im April, die über die langfristige Vertrauensbasis entscheiden könnten.
Schwache Zahlen und UBS-Reaktion
Die operativen Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 fielen deutlich schlechter aus als am Markt erhofft. Mit einem Verlust von 0,80 USD pro Aktie verfehlte das Unternehmen die Analystenschätzungen von minus 0,10 USD massiv. Auch der Umsatz blieb mit 1,81 Millionen USD weit hinter den erwarteten 8,76 Millionen USD zurück. Auf Jahressicht verzeichnete NuScale einen Umsatzrückgang von knapp 15 Prozent auf 31,5 Millionen USD.
Als Reaktion auf diese Entwicklung senkte die Investmentbank UBS ihr Kursziel am 18. März von 20,00 USD auf 13,00 USD, hält jedoch an ihrer neutralen Einstufung fest. Mit einem Schlusskurs von 12,03 USD am Mittwoch notiert das Papier nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 11,67 USD und hat seit Jahresbeginn bereits über 26 Prozent an Wert verloren.
Liquiditätsspritze und Insider-Transaktionen
Trotz der operativen Verluste gelang es dem Management, die finanzielle Basis erheblich zu verbreitern. Die liquiden Mittel stiegen bis zum Jahresende auf 1,3 Milliarden USD – ein Zuwachs von 194 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Puffer resultiert vor allem aus einem Aktienverkaufsprogramm im vierten Quartal, das Bruttoerlöse von 750 Millionen USD einspielte.
Zuletzt bekannt gewordene Insiderverkäufe durch den CEO und COO im Wert von rund 8,2 Millionen USD sorgten für Unruhe, lassen sich jedoch bei genauerer Betrachtung einordnen. Die Verkäufe des CEO dienten ausschließlich der Deckung von Steuerverpflichtungen aus Mitarbeiteraktienprogrammen. Die Veräußerungen des COO erfolgten im Rahmen eines bereits im August 2025 festgelegten Handelsplans. Solche automatisierten Transaktionen werden am Markt üblicherweise nicht als mangelndes Vertrauen in die Unternehmenszukunft gewertet.
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Juristische Hürden im Fokus
Neben der finanziellen Lage belasten laufende Sammelklagen wegen des Vorwurfs des Wertpapierbetrugs die Aktie. Im Kern geht es um die Partnerschaft mit ENTRA1 Energy. Kläger werfen NuScale vor, die Expertise des Partners beim Bau von Anlagen falsch dargestellt zu haben. Eine entsprechende Offenlegung im November 2025 hatte bereits zu einem zweistelligen Kurssturz geführt.
Anleger richten ihren Fokus nun auf den 20. April 2026. Bis zu diesem Datum müssen sich Investoren als Hauptkläger für das Verfahren vor dem U.S. District Court in Oregon registrieren. Der Ausgang dieser juristischen Auseinandersetzung und die Verwendung der neu gewonnenen Liquidität werden maßgeblich bestimmen, ob NuScale die operative Wende einleiten kann.
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