Nurexone: Patent in Australien und Südkorea
02.06.2026 - 08:54:11 | boerse-global.deNurexone Biologic bleibt ein kleiner, aber aktiver Wert aus dem Biotech-Segment. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen vor allem eines: Das Unternehmen hält den Betrieb am Laufen, während es parallel an Patenten, Partnerschaften und der Weiterentwicklung von ExoPTEN arbeitet.
Im ersten Quartal 2026 fiel ein Nettoverlust von 1,77 Millionen US-Dollar an, nach 1,68 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen bei 0,63 Millionen Dollar, die allgemeinen Verwaltungskosten bei 1,13 Millionen Dollar. Unterm Strich meldete Nurexone einen verwässerten Verlust je Aktie von 0,02 Dollar.
Knappe Kasse, laufende Forschung
Die Bilanz bleibt schlank. Ende März verfügte das Unternehmen über 3,147 Millionen Dollar an Vermögenswerten, davon 1,510 Millionen Dollar in bar. Für ein Entwicklungsunternehmen ist das kein ungewöhnliches Bild. Es zeigt aber auch, wie eng der Spielraum bei laufenden Projekten bleibt.
Parallel dazu meldete Nurexone mehrere operative Schritte. Eyal Gabbai wurde in den Verwaltungsrat berufen. Außerdem bestätigte eine proteomische Analyse des Technion die Chargenkonsistenz der therapeutischen Kandidaten. Für ein Biotech ist genau das wichtig: Vertrauen in die Wiederholbarkeit der eigenen Produktion.
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Patente als strategischer Hebel
Besonders im Fokus steht der Ausbau des geistigen Eigentums. Nurexone erhielt ein Patent in Australien und bekam zudem eine formale Mitteilung zum Patentschutz von ExoPTEN in Südkorea. Die Plattform setzt auf Exosomen als Wirkstoffträger für PTEN-gerichtete Therapien und soll künftig bei Verletzungen des Nervensystems eingesetzt werden.
Das Management arbeitet nach eigener Darstellung weiter an der intrathekalen Verabreichung. Auch die Vorbereitung der Produktion und künftiger IND-Anträge bleibt Teil der Roadmap. Hinzu kommen ein Unterlizenzierungsabkommen für das US-Geschäft und eine Absichtserklärung mit BioXtek, die die Zusammenarbeit im Biotech-Bereich vertiefen soll.
Aktie unter Druck
An der Börse kommt das alles bisher nur begrenzt an. Die Aktie notiert bei 0,39 Euro und hat heute 5,37 Prozent verloren. Über sieben Tage steht ein Minus von 6,73 Prozent, auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Papier 12,42 Prozent zurück. Der Kurs bewegt sich damit nahe an der 0,40-Euro-Marke und deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt.
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Das Bild bleibt damit zwiespältig: operative Fortschritte auf der einen Seite, ein weiter defizitärer Entwicklungswert auf der anderen. Solange Nurexone keine greifbaren klinischen oder regulatorischen Meilensteine vorlegt, dürften Patente und Partnerschaften vor allem als Vorbereitung auf die nächste Phase wirken.
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