NTT Data startet globales Netzwerk autonomer KI-Sicherheitszentren
15.01.2026 - 10:14:12NTT Data hat sein weltweites Netzwerk KI-gestützter Cyber Defense Center vollständig aktiviert. Der japanische IT-Dienstleister reagiert damit auf die wachsende Sorge von Konzernchefs vor Sicherheitslücken durch unkontrollierte KI-Nutzung.
KI-Agenten revolutionieren die Cyberabwehr
Kern des neuen Angebots ist ein autonomes Sicherheitsmodell. Es ersetzt die traditionelle, personalintensive Überwachung durch eine KI-gestützte Architektur. Laut Unternehmensangaben beschleunigen KI-Agenten die Untersuchung von Sicherheitsvorfällen um bis zu 60 Prozent. Noch entscheidender: Das System filtert 90 Prozent der harmlosen Warnmeldungen heraus – eine massive Entlastung für oft überlastete Sicherheitsteams.
Die technologische Basis bildet eine Partnerschaft mit Palo Alto Networks. Deren Cortex XSIAM-Plattform treibt die KI-Fähigkeiten der Security Operations Center (SOC) an. „Die aktuelle Bedrohungslage erfordert intelligente, adaptive Abwehrmaßnahmen“, betont Sheetal Mehta, Cybersecurity-Chefin bei NTT Data. Die KI-Agenten lernen aus vergangenen Vorfällen und Expertenfeedback. So verbessern sie kontinuierlich ihre Genauigkeit.
Viele Unternehmen leiden unter Alarmflut und „Schatten‑KI“ – Sicherheitsteams sind überfordert. Der kostenlose Report „Cyber Security Awareness Trends“ erklärt praxisnah, wie KI‑gestützte SOCs (inkl. Cortex XSIAM‑Integrationen) Alarmmengen reduzieren, Incident Response beschleunigen und DSGVO‑konforme Abläufe sicherstellen. Enthalten sind Checklisten für Vorfälle, konkrete Handlungsempfehlungen für IT‑Leiter und Maßnahmen gegen unautorisierte KI‑Nutzung im Unternehmen. Jetzt kostenloses Cyber‑Security‑E‑Book herunterladen
Globale Präsenz mit lokaler Expertise
Das Netzwerk umfasst nun sechs nächste Generation Cyber Defense Center. Nach vier Standorten in Indien und einem im britischen Birmingham ging jetzt das Zentrum in Dallas, Texas, in Betrieb. Diese Struktur ermöglicht sogenannten „Glocal“-Support: globale Bedrohungsanalysen kombiniert mit lokaler Compliance-Expertise.
Für internationale Konzerne ist dies entscheidend. Sie müssen komplexe Regularien wie die europäische DSGVO oder US-Bundesstaatsgesetze einhalten. Die regionalen Zentren unterstützen diese Datenhoheits-Anforderungen, während eine einheitliche Sicherheitsstrategie gewahrt bleibt.
Studie zeigt: CEOs fürchten „Schatten-KI“
Der Start fällt mit alarmierenden Studienergebnissen zusammen. Eine gemeinsame Untersuchung von NTT Data und WSJ Intelligence vom 14. Januar 2026 offenbart ein fundamentales Dilemma.
Zwar planen 68 Prozent der globalen CEOs, ihre KI-Investitionen in den nächsten zwei Jahren zu erhöhen. Doch nur 18 Prozent halten ihre aktuelle Infrastruktur für optimal gerüstet. Die größte Sorge gilt der „Schatten-KI“ – der nicht genehmigten Nutzung von KI-Tools durch Mitarbeiter.
Als größte Risiken nennen die Führungskräfte:
* Datenlecks (41 Prozent)
* Probleme mit der Datenintegrität (40 Prozent)
* Sicherheitslücken (38 Prozent)
Genau hier setzt NTT Data an. Die neuen SOC-Dienste sollen die Sichtbarkeit auf den „erweiterten digitalen Fußabdruck“ moderner Unternehmen erhöhen. Die Plattform überwacht On-Premise- und Cloud-Umgebungen, um anomales Verhalten – ob durch unautorisierte KI oder externe Angriffe – frühzeitig zu erkennen.
Markttrend hin zur Autonomie
Analysten sehen den Schritt als Teil eines Branchentrends. Forschungsinstitute wie Omdia prognostizieren, dass autonome SOCs innerhalb der nächsten zwei Jahre zum Industriestandard werden. NTT Data positioniert sich mit der vollständigen Inbetriebnahme Anfang 2026 an der Spitze dieser Entwicklung.
Der Markt für Managed Security Services wird durch den akuten Fachkräftemangel in der Cybersicherheit und die schiere Flut an Warnmeldungen befeuert. Die versprochene Reduktion der Alarmlast um 90 Prozent spricht Unternehmen direkt an, die unter „Alert Fatigue“ und knappen Ressourcen leiden.
Ausblick: Predictive AI und nachhaltige Infrastruktur
NTT Data kündigt bereits nächste Schritte an. Die Capabilities der Cyber Defense Center sollen durch weitere Fortschritte in der Generativen KI ausgebaut werden. Ziel sind prädiktive Bedrohungsmodelle und automatisierte Berichterstattung.
Die Studie zeigt zudem einen wachsenden Bedarf an „KI-ready“-Infrastruktur, die Leistung mit Nachhaltigkeit in Einklang bringt. Künftige Service-Iterationen werden sich laut Unternehmen darauf konzentrieren, diesen Balanceakt für Kunden zu meistern. Die Sicherheit darf die Geschwindigkeit, die KI-Innovationen erfordern, nicht ausbremsen.
Die KI-gestützten SOC-Dienste sind ab sofort für Unternehmenskunden weltweit verfügbar. Die Infrastruktur unterstützt über 1.200 globale Kunden, überwacht von mehr als 800 Sicherheitsanalysten, die Hand in Hand mit den neuen KI-Agenten arbeiten.
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