Novo Nordisk Aktie: Rückschlag
23.02.2026 - 19:34:58 | boerse-global.deNovo Nordisk muss im Milliardenmarkt für Adipositas-Medikamente einen Dämpfer verkraften. Ausgerechnet ein wichtiger Hoffnungsträger der nächsten Generation konnte in einer direkten Studie nicht überzeugen. Genau das trifft den Investment-Case ins Mark: die Frage, wie stark die Pipeline die Wachstumsstory künftig tragen kann.
Studie gegen Lilly verfehlt das Ziel
Im Phase-3-Programm REDEFINE 4 trat CagriSema in einer Head-to-Head-Studie gegen Tirzepatid (in den USA als Zepbound vermarktet) an. Über 84 Wochen wurden 809 Patienten mit Adipositas und Begleiterkrankungen behandelt.
Das Ergebnis: CagriSema erreichte laut Unternehmensmitteilung 23,0% Gewichtsverlust, Tirzepatid 25,5%. Entscheidend ist aber weniger der Abstand an sich, sondern der formale Haken: Der Versuch verfehlte den primären Endpunkt, die Nicht-Unterlegenheit beim Gewichtsverlust zu zeigen. Auch in einer Auswertung, die die tatsächliche Therapietreue abbildet, blieb CagriSema zurück (20,2% vs. 23,6%).
Warum der Markt so empfindlich reagiert
Die Reaktion an der Börse spiegelt vor allem die Sorge um die Wettbewerbsposition wider. Analysten, die von Reuters zitiert werden, sprechen von einem „Worst-Case“-Szenario: Wenn klinisch belegt ist, dass das Konkurrenzprodukt besser abschneidet, könnte das die spätere Nachfrage nach CagriSema begrenzen – und es wird schwerer, Marktanteile zurückzuholen.
Brisant: Laut einem von Reuters zitierten Jyske-Bank-Analysten schreiben Konsensschätzungen rund 60% des künftigen Wachstums CagriSema zu. Fällt dieser Wachstumstreiber zumindest teilweise schwächer aus als erhofft, rutscht das Fundament unter der Bewertung weg.
Am Markt war das sofort sichtbar: Heute fällt die Aktie um 16,21% auf 33,77 Euro und markiert damit zugleich ihr 52-Wochen-Tief.
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Was Novo jetzt in Aussicht stellt
Novo Nordisk verweist auf kommende Datenpunkte. Der wissenschaftliche Chef Martin Holst Lange sagte laut Reuters, er sei von der Performance des Vergleichspräparats „etwas überrascht“ gewesen und verwies auf das Open-Label-Design (Teilnehmer wussten, welches Medikament sie erhalten) als möglichen Einflussfaktor.
Konkret plant das Unternehmen:
- Start einer höher dosierten CagriSema-Studie in der zweiten Jahreshälfte 2026 (2,4 mg/7,2 mg-Kombination)
- REDEFINE 11 zur Erkundung des vollen Abnehmpotenzials: Daten in der ersten Jahreshälfte 2027
- Zulassungsseite: CagriSema wurde im Dezember 2025 bei der FDA eingereicht, eine Entscheidung wird für Ende 2026 erwartet
Der Rückschlag kommt zudem in eine ohnehin anspruchsvollere Phase: Für 2026 hatte Novo am 3. Februar auf Preisgegenwind und härteren Wettbewerb verwiesen und einen Rückgang des Wachstums bei Umsatz und operativem Gewinn (jeweils bereinigt, zu konstanten Wechselkursen) in Aussicht gestellt.
Bis zur nächsten Standortbestimmung dürften zwei Termine besonders im Fokus stehen: H2 2026 mit dem Start der höher dosierten Studie und Ende 2026 mit der erwarteten FDA-Entscheidung zu CagriSema.
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