Novartis, Narasimhan

Novartis: Narasimhan warnt vor 60-Milliarden-Sparplan

05.05.2026 - 05:25:57 | boerse-global.de

Novartis investiert massiv in US-Produktion und warnt vor Folgen europäischer Sparpläne für die Arzneimittelinnovation.

Novartis: Narasimhan warnt vor 60-Milliarden-Sparplan - Foto: über boerse-global.de
Novartis: Narasimhan warnt vor 60-Milliarden-Sparplan - Foto: über boerse-global.de

Novartis-Chef Vas Narasimhan geht auf Konfrontationskurs mit der europäischen Gesundheitspolitik. Während der Konzern massiv in den US-Standort investiert, warnt das Management vor einer schleichenden Abkehr vom europäischen Markt. In jüngsten Äußerungen forderte Narasimhan eine radikale Reform der hiesigen Preissysteme für Arzneimittel.

Der CEO sieht die Gefahr, dass neue Medikamente in Europa künftig später oder in geringerer Zahl auf den Markt kommen. Die regulatorischen Rahmenbedingungen erschweren nach Ansicht des Konzerns die Einführung innovativer Therapien.

Streit um europäische Arzneimittelpreise

Besonders die Sparpläne im deutschen Gesundheitswesen stehen in der Kritik. Bis zum Jahr 2030 sollen dort über 60 Milliarden Euro eingespart werden — für Novartis ein Alarmsignal. Deutschland zählt für die Schweizer zu den vier wichtigsten Absatzmärkten weltweit.

Höhere Rabatte für Markenmedikamente könnten negative Signale für die Innovationskraft aussenden. Eine endgültige Entscheidung über diese Sparmaßnahmen wird in den kommenden Monaten erwartet.

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Milliardeninvestition in den USA

Parallel dazu verlagert der Konzern Schwerpunkte in die USA. In Morrisville, North Carolina, fließen zusätzlich 220 Millionen USD in eine neue Produktionsanlage für Wirkstoffe. Dort sollen bis Ende des Jahrzehnts rund 700 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die Anlage am sogenannten „Pathway Triangle“ ist auf die Produktion von RNA-Therapeutika sowie Feststoffdosierungen ausgelegt. Damit stärkt Novartis seine Präsenz in einem Marktumfeld, das derzeit als innovationsfreundlicher eingestuft wird.

Hoffnungsträger in der Wirkstoff-Pipeline

In der Pipeline ruhen die Hoffnungen auf neuen Blockbustern. Für den Antikörper Ianalumab und den Wirkstoff Rhapsido kalkuliert das Management mit Spitzenumsätzen von jeweils 5 Milliarden USD. Diese Neuentwicklungen sollen den Druck durch auslaufende Patente auffangen.

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Die Aktie verlor zuletzt 1,7 Prozent und schloss bei 123,16 Euro. Damit notiert das Papier unter dem 52-Wochen-Hoch von 143,04 Euro. Indes liegt der Kurs weiterhin über dem 200-Tage-Durchschnitt von 117,89 Euro.

Das Management setzt nun verstärkt auf die US-Expansion, um regulatorische Risiken in Europa auszugleichen. Eine Entscheidung über die deutschen Sparvorgaben steht in den kommenden Monaten an.

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