Novartis Aktie: FDA-Zulassung für Fabhalta
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 23:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Novartis meldet einen entscheidenden Erfolg auf dem US-Markt. Die Gesundheitsbehörde FDA erteilte dem Medikament Fabhalta die traditionelle Zulassung zur Behandlung der Nierenerkrankung IgAN. Bisher verfügte das Mittel lediglich über eine beschleunigte Genehmigung für den Einsatz bei betroffenen Erwachsenen.
Fabhalta bremst Nierenverfall
Die Entscheidung basiert auf Daten einer klinischen Langzeitstudie. Fabhalta verlangsamte den Verlust der Nierenfunktion bei Patienten über zwei Jahre um 48 Prozent. Das Medikament setzt direkt an der Ursache der chronischen Entzündung an, indem es die sogenannte Komplementaktivierung reguliert.
Hinzu kommen klinisch bedeutsame Verbesserungen des Proteingehalts im Urin. Diese traten in der Untersuchung bereits nach zwei Wochen auf und hielten über den gesamten Behandlungszeitraum an. Die nun erteilte umfassende Zulassung ermöglicht Novartis den breiten Einsatz des Wirkstoffs zur langfristigen Erhaltung der Nierengesundheit.
Marktumfeld und Portfolio
Der Pharmakonzern baut damit seine Stellung im Bereich der Nierentherapien gezielt aus. Jährlich erhalten weltweit etwa 25 von einer Million Menschen die Diagnose IgAN. Unbehandelt führt die Krankheit bei jedem zweiten Patienten innerhalb von zwei Jahrzehnten zu Nierenversagen.
Das Nierenportfolio soll in Zukunft weiter wachsen. Neben Fabhalta befinden sich weitere Medikamente wie Vanrafia oder das Prüfpräparat Zigakibart in der Entwicklung. Novartis reagiert damit auf den hohen medizinischen Bedarf bei seltenen Autoimmunerkrankungen, die oft Dialysen oder Transplantationen erforderlich machen.
Analysten senken Gewinnprognose
Trotz der medizinischen Erfolge blicken Experten der Erste Group Bank vorsichtiger auf die langfristige Rendite. Sie senkten ihre Gewinnerwartung je Aktie für das Geschäftsjahr 2027 auf 9,67 US-Dollar. Im ersten Quartal verfehlte Novartis mit einem Gewinn von 1,99 US-Dollar je Aktie bereits die durchschnittlichen Erwartungen.
Die Aktie reagierte mit einem Plus von 1,66 Prozent auf 135,10 Euro. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen zwölf Monate fort, in denen das Papier um knapp 37 Prozent zulegte. Investoren blicken nun auf die kommenden Fortschritte in der klinischen Pipeline.
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