Normierungsstudie, Deutschland

Normierungsstudie 2026: Deutschland testet Schulen neu

15.02.2026 - 08:09:11 | boerse-global.de

Deutschland führt im März eine große Normierungsstudie durch, um Schüler mittels digitaler Tests in Deutsch und Mathematik zu bewerten und traditionelle Papier-Verfahren durch moderne Leistungsmessung zu ersetzen.

Deutschland modernisiert seine Schulbewertung grundlegend. Im März startet die Normierungsstudie 2026 – eine der größten Bildungsstudien der letzten Jahre. Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) testet rund 12.000 Schüler der dritten und vierten Klasse an über 450 Schulen. Ziel: Die Testaufgaben in Deutsch und Mathematik komplett überarbeiten und digitalisieren.

Damit verabschiedet sich Deutschland von traditionellen Papier-Tests. Die neuen Verfahren sollen kognitives Denken, Gedächtnis und Problemlösefähigkeit deutlich präziser erfassen – als Grundlage für zukünftige Bildungsstrategien.

Vom Bleistift zum Bildschirm

Die Umstellung auf digitale Tests ist mehr als eine technische Spielerei. Sie ermöglicht völlig neue Aufgabentypen, die mit Papier unmöglich wären. Lehrkräfte arbeiten bereits seit Sommer 2022 an der Erstellung dieser innovativen Aufgaben. Pilot-Phasen in den Jahren 2024 und 2025 haben bereits erste Ergebnisse gebracht.

Das Digitale eröffnet Chancen: Aufgaben können interaktiver werden, Schülerantworten dynamischer ausgewertet. Das traditionelle IQ-Denken – eine einzelne Zahl – wird aufgebrochen.

Was die neuen Tests wirklich messen

Die Studie ignoriert das klassische IQ-Schema. Stattdessen zerlegt sie schulische Kompetenzen in konkrete Bereiche:

  • Deutsch: Lesen, Zuhören, Orthografie, Sprache und Sprachgebrauch
  • Mathematik: Zentrale Kompetenzen für den weiteren Bildungsweg

Die Ergebnisse ergeben dann nationale Kompetenzskalen und Stufenmodelle – ein differenziertes Bild statt pauschaler Noten. Diese Daten fließen später ins nationale Bildungsmonitoring ein, etwa in den IQB-Bildungstrend.

Kognitive Leistung: Eine Frage des ganzen Lebens

Die Studie konzentriert sich auf Neun- bis Zehnjährige. Doch die Forschung zeigt: Geistige Fitness ist eine lebenslange Aufgabe. Das Prinzip heißt „Use it or lose it“ – wer sein Gehirn nicht fordert, verliert an Konzentration und Gedächtnis.

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Ein überraschender Fund: Die geistige Verarbeitungsgeschwindigkeit bleibt bis etwa zum 60. Lebensjahr stabil. Manche kognitiven Fähigkeiten – die auf Erfahrung basieren – erreichen ihren Peak erst zwischen 55 und 60 Jahren. Lebenserfahrung kann fehlende Geschwindigkeit ausgleichen.

Intelligenz hat Langzeitfolgen

Eine Metaanalyse der Universität Wien (2025) mit 2,9 Millionen Probanden zeigte: Jugendliche mit um 15 Punkte niedrigerem IQ hatten später ein 22 Prozent erhöhtes Risiko für körperliche oder psychische Erkrankungen.

Das unterstreicht einen wichtigen Punkt: Bildungsförderung ist auch Prävention. Wer kognitive Fähigkeiten früh trainiert, investiert in Gesundheit.

Die KI-Komponente: Ein Wendepunkt für Intelligenz

2026 wird als Wendepunkt für Künstliche Intelligenz gesehen. KI-Systeme beginnen, autonom komplexe Aufgaben zu lösen – manche übertreffen bereits menschliche Durchschnittsleistungen in bestimmten Tests.

Ausgerechnet deshalb wird die menschliche Kognition wichtiger. Kritisches Denken, kreative Problemlösung und lebenslanges Lernen werden entscheidender als standardisierte Fähigkeiten. Die Normierungsstudie bereitet Schüler auf genau diese Zukunft vor – eine, in der Menschen und Maschinen unterschiedliche Stärken haben.

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