Nordex: EBITDA übertrifft Konsens um 19 Millionen
30.04.2026 - 11:20:42 | boerse-global.deEinen Tag nach starken Quartalszahlen lud Nordex mehr als 500 Kunden, Banken und technische Berater zum Technology Insight Day nach Hamburg — und lieferte damit den passenden Rahmen zu einer Woche, die das Unternehmen gleich auf mehreren Ebenen in Bewegung setzt.
Q1 übertrifft Erwartungen deutlich
Das erste Quartal 2026 fiel besser aus als erwartet. Der Umsatz stieg um rund 11 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Noch deutlicher fiel die Ergebnisentwicklung aus: Das EBITDA kletterte auf 131 Millionen Euro — der Analystenkonsens hatte bei rund 112 Millionen Euro gelegen. Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 8,2 Prozent, nach 5,5 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Das Auftragsbuch wuchs auf 17,0 Milliarden Euro, gegenüber 13,5 Milliarden Euro vor einem Jahr. Rund 10,5 Milliarden Euro entfallen auf das Projektsegment, der Rest auf den Service.
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Produktion und Installation auf Kurs
Operativ läuft das Geschäft. Im ersten Quartal produzierte Nordex Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 1.500 MW — ein Plus von fast einem Viertel gegenüber dem Vorjahr. Die Rotorblattproduktion hielt trotz vorübergehender Verzögerungen bei einem türkischen Zulieferer das Vorjahresniveau. Installiert wurden 227 Anlagen in 14 Ländern mit 1.155 MW, nach 180 Anlagen in 12 Ländern im Vorjahreszeitraum.
Die Aktie hat diese Dynamik bereits eingepreist: Seit Jahresbeginn legte sie rund 54 Prozent zu und markierte am Tag der Q1-Veröffentlichung mit knapp 48 Euro ein 52-Wochen-Hoch.
Jahresprognose und neues Ausschüttungsmodell
Das Management bestätigte die Jahresprognose: Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro, EBITDA-Marge zwischen 8 und 11 Prozent — mit dem Bereich oberhalb der Mitte als wahrscheinlichstem Szenario. Voraussetzung bleibt, dass keine wesentlichen geopolitischen Verwerfungen eintreten.
Auf der Hauptversammlung im Mai stehen strukturelle Weichenstellungen an. Ab 2027 plant Nordex eine jährliche Mindestausschüttung von 50 Millionen Euro, wahlweise als Dividende oder Aktienrückkauf. Ausschüttungsfähige Gewinne im HGB-Einzelabschluss entstehen erst im laufenden Jahr — daher der verzögerte Start. Ferner sollen Aufsichtsrat und Kapitalstruktur angepasst werden: Die Erweiterung auf sieben Aufsichtsratsmitglieder werten Marktbeobachter als gezielte Stärkung des spanischen Ankeraktionärs Acciona. Zur Abstimmung stehen außerdem die Einführung elektronischer Aktien und verschiedene Kapitalmaßnahmen.
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