Nordex, Aktie

Nordex Aktie: Großaktionär steigt aus

30.01.2026 - 17:09:30

SKion, die Beteiligungsgesellschaft von Susanne Klatten, platzierte ein 225-Millionen-Euro-Aktienpaket mit Abschlag. Analysten sehen darin eine Gelegenheit, da die operative Windkraft-Story intakt bleibt.

Die Windkraft-Story von Nordex bleibt intakt, doch am Freitag sorgte ein massiver Aktienverkauf für Kursturbulenzen. SKion, das Beteiligungsvehikel von Milliardärin Susanne Klatten, trennte sich über Nacht von einem großen Aktienpaket – ein Schritt, der bei Anlegern zunächst für Verunsicherung sorgte. Doch während die Aktie nachgab, wittern manche bereits eine Kaufchance.

225 Millionen Euro Blockverkauf

SKion platzierte 7 Millionen Nordex-Aktien bei institutionellen Investoren. Der Preis wurde auf 32,15 Euro festgesetzt – rund 5 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag. Das Transaktionsvolumen: etwa 225 Millionen Euro.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Verkaufsvolumen: 7 Millionen Aktien
  • Platzierungspreis: 32,15 Euro (Discount ~5%)
  • Transaktionswert: ca. 225 Mio. Euro
  • SKion-Status: Weiter investiert, aber deutlich reduziert

Anders als zunächst befürchtet, steigt Klatten nicht komplett aus. Basierend auf der zuletzt gemeldeten Beteiligung von rund 5,7 Prozent bleibt SKion vorerst Aktionär, wenn auch mit deutlich kleinerem Anteil.

Analysten sehen Kaufchance

Die US-Investmentbank Jefferies reagierte prompt. Analyst Constantin Hesse bekräftigte sein „Buy“-Rating mit Kursziel 38 Euro – und bezeichnete den kursbelastenden Verkauf als attraktive Einstiegsgelegenheit. Seine Argumentation: Die Unsicherheit über mögliche weitere Verkäufe sei nun weitgehend vom Tisch, während die operative Story unverändert überzeuge.

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Hesse verweist auf die starke Auftragslage und erwartet für 2026 einen soliden Free Cashflow. Der sogenannte „Overhang“ – die Sorge vor weiteren Aktienabgaben durch Großaktionäre – belastete die Aktie zuletzt immer wieder. Diese Hypothek ist nun zumindest teilweise abgetragen.

Fundamentale Perspektive bleibt intakt

Operative Erfolge gerieten durch die Platzierung zwar in den Hintergrund, verlieren dadurch aber nicht an Bedeutung. Bereits am 19. Januar sicherte sich Nordex einen Rahmenvertrag mit VERBUND Green Power über bis zu 700 Megawatt Windkraftkapazität bis 2030. Der Deal umfasst Lieferungen nach Deutschland, Österreich und Spanien und untermauert die Wachstumsstrategie des Hamburger Konzerns.

Am 25. Februar folgt der nächste wichtige Termin: Nordex legt die vorläufigen Zahlen für 2025 sowie den Ausblick für 2026 vor. Analysten erwarten, dass das Management die positive Margenentwicklung der vergangenen Quartale bestätigen wird.

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