Nordex Aktie: Erfolgsbooster gezündet!
16.01.2026 - 19:27:32Nordex meldet ein Rekordjahr bei den Auftragseingängen und baut gleichzeitig seine führende Position im deutschen Onshore-Windmarkt aus. Damit untermauert der Windturbinenhersteller operativ, was der Aktienkurs mit seinem deutlichen Anstieg der vergangenen zwölf Monate bereits andeutet. Entscheidend ist nun, ob die starke Pipeline 2026 in profitablem Wachstum ankommt.
Der Kurs notiert heute bei 31,34 Euro und liegt damit rund 159 Prozent über dem Niveau vor einem Jahr. Vom 52‑Wochen-Hoch bei 33,32 Euro ist die Aktie nur gut 6 Prozent entfernt.
Starker Heimatmarkt, wachsender Auftragseingang
Im deutschen Onshore-Markt dominiert Nordex 2025 zum zweiten Mal in Folge. Nach Daten der Fachagentur Windenergie an Land erreicht der Hersteller einen Marktanteil von rund 32 Prozent bei neu installierten Anlagen.
Konkret wurden:
- 285 Turbinen installiert
- Gesamtleistung: etwa 1.647 MW
- Gesamtmarkt Deutschland: 5.232,5 MW
Die Zahlen basieren auf dem Marktstammdatenregister und den gemeldeten Inbetriebnahmen. Nordex verteidigt damit seine Spitzenposition aus dem Vorjahr und festigt den Heimatmarkt als wichtigen Pfeiler des Geschäfts.
Parallel dazu steigt der weltweite Auftragseingang auf ein Rekordniveau. Für das Gesamtjahr 2025 meldet das Unternehmen 10,2 GW neu eingegangene Bestellungen – ein Plus von 22,5 Prozent gegenüber 8,3 GW im Vorjahr. Das signalisiert eine robuste Nachfrage nach Onshore-Lösungen in den Kernregionen.
Was hinter dem Rekordjahr steckt
Der Blick ins vierte Quartal 2025 zeigt, wie breit die Nachfrage inzwischen aufgestellt ist. Im Schlussquartal wurden:
- 3.552 MW Auftragseingang verbucht (Vorjahr: 3.253 MW, +9,2 %)
- Ein Auftragsvolumen von 3,175 Mrd. Euro erzielt (Vorjahr: 2,889 Mrd. Euro)
- 577 Turbinen in 12 Ländern bestellt
- Deutschland, Kanada und Frankreich als wichtigste Märkte identifiziert
Wichtig für die Ertragskraft: Die Preise zeigen sich stabil. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Megawatt lag im vierten Quartal bei 0,89 Mio. Euro und damit auf Vorjahresniveau. Auf Jahressicht stieg der ASP leicht von 0,90 auf 0,91 Mio. Euro/MW, hauptsächlich durch Projektgrößen und den regionalen Mix.
Diese stabile Preisentwicklung ist ein zentrales Element für die Margenverbesserung der kommenden Jahre. Eine hohe Auslastung allein reicht nicht; ohne Preisdruck behalten Kalkulationen und resultierende Profitabilität ihre Aussagekraft.
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Volle Auftragsbücher für 2026
CEO José Luis Blanco verweist auf einen „gesunden Auftragsbestand“ zum Jahresende 2025. Dieser soll als solide Grundlage für die nächsten Quartale dienen. Die Pipeline konzentriert sich vor allem auf europäische Kernmärkte sowie Kanada, wo Nordex bereits eine starke Stellung hat.
Der Start ins Jahr 2026 unterstreicht diese Aussage: Schon im Januar meldet der Konzern mehrere Großaufträge, darunter
- 508 MW in Kanada, inklusive einer Erstbestellung für die neue N175/6.X-Turbine
- 246 MW in Spanien
- 224 MW in Deutschland aus mehreren Projekten des Projektierers UKA
Damit setzt Nordex früh im neuen Jahr Akzente und unterlegt die hohe Visibilität im Geschäft mit konkreten Projektvolumina. Für den Kapitalmarkt ist das ein wichtiges Signal, dass das Rekordjahr 2025 nicht isoliert steht, sondern von einer starken Pipeline flankiert wird.
Bewertung am Markt und nächster Termin
An der Börse spiegelt sich die bessere operative Basis bereits in der Kursentwicklung wider. Auf Sicht von zwölf Monaten hat die Nordex Aktie um rund 159 Prozent zugelegt. Trotz der jüngsten leichten Korrektur von knapp 3 Prozent in der vergangenen Woche notiert der Titel deutlich über seinen mittelfristigen Durchschnitten: Der Kurs liegt rund 38 Prozent über der 200‑Tage-Linie und etwa 9 Prozent über dem 50‑Tage-Durchschnitt.
Mit einem RSI von 32 auf 14‑Tage-Basis ist der Titel technisch nicht mehr überhitzt, bewegt sich aber weiterhin in einem insgesamt aufwärtsgerichteten Trend. Die hohe, auf Jahresbasis annualisierte 30‑Tage-Volatilität von über 60 Prozent zeigt zugleich, dass die Schwankungsbreite deutlich bleibt.
Für eine genauere Einordnung von Profitabilität und Bilanzqualität rückt nun der nächste Termin in den Mittelpunkt: Am 25. Februar veröffentlicht Nordex den Geschäftsbericht 2025 mit detaillierten Finanzkennzahlen. Dann wird sichtbar, wie stark sich das Rekordniveau beim Auftragseingang in Umsatz und Ergebnis niederschlägt und welche Leitplanken das Management für 2026 setzt.
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