Nordex, Aktie

Nordex Aktie: 55 Turbinen für USA bestätigt

30.06.2026 - 03:30:02 | boerse-global.de

Nordex erhält Auftrag über 55 Windturbinen für die USA und investiert 5,5 Millionen Euro in neues Außenlager in Rostock.

Nordex: Großauftrag aus den USA und Millionen-Investition in Rostock
Nordex - Abstrakte, atmosphärische Szene der Windenergiebranche mit Silhouetten von Windturbinen vor einem dramatischen Himmel, die Wachstum und industrielle Entwicklung signalisiert. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat zum Wochenstart gleich zwei Entwicklungen vermeldet. Einen Großauftrag aus den USA – und eine logistische Aufrüstung am Standort Rostock. Beides kommt zur rechten Zeit.

55 Turbinen für Nordamerika

Nordex sichert sich die Lieferung von 55 Turbinen des Typs N163/5.X in die USA. Die Gesamtkapazität: 325 Megawatt. Gefertigt wird im Nordex-Werk in Iowa – ein Bekenntnis zur Strategie „Made in USA“. Den Kunden nannte das Unternehmen nicht.

Seit Anfang April hat Nordex damit Auftragseingänge von rund 1,6 Gigawatt vermeldet. Zum Vergleich: Im ersten Quartal waren es knapp 1,87 Gigawatt.

18.000 Quadratmeter mehr in Rostock

Parallel dazu investiert Nordex in seine europäische Infrastruktur. In Rostock wurde ein neues Außenlager eingeweiht: 18.000 Quadratmeter Fläche, 5,5 Millionen Euro Investition.

Der Standort fertigt Gondeln für Turbinen zwischen 2,4 und 7 Megawatt – rund 12 Stück pro Woche. Das neue Lager soll den Produktionsfluss glätten und die Logistik wetterfester machen.

Kurs zieht leicht an

Die Meldungen gaben der Aktie einen kleinen Schub. An der XETRA schloss Nordex am Montag bei 44,46 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von knapp 48 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt mit 44,08 Euro nur knapp darunter.

Weiter entfernt bleibt das 52-Wochen-Hoch von 51,10 Euro – gut 13 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Windbranche unter Druck

Während Nordex operativ punktet, zeigt die deutsche Ausschreibung für Onshore-Wind im Mai eine Schieflage. 6.409 Megawatt Gebote bei nur 2.495 Megawatt Ausschreibungsvolumen – das Interesse ist riesig. Die Zuschlagswerte sinken aber auf 5,06 Cent pro Kilowattstunde. Das erhöht den Kostendruck in der gesamten Branche.

Für Nordex bleibt der US-Markt der entscheidende Wachstumstreiber. Der Auftrag aus Iowa und das Rostocker Lager sind zwei Puzzleteile auf dem Weg, den vollen Auftragsbestand abzuarbeiten.

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