Nordex, Aktie

Nordex Aktie: 1.200 Rotorblätter aus Menemen

27.05.2026 - 06:43:35 | boerse-global.de

Nordex startet Rotorblatt-Produktion in der Türkei und sichert sich einen 110-MW-Auftrag von Eksim Enerji. Die Aktie bleibt trotz operativer Erfolge unter dem Jahreshoch.

Nordex Aktie: 1.200 Rotorblätter aus Menemen - Bild: über boerse-global.de
Nordex Aktie: 1.200 Rotorblätter aus Menemen - Bild: über boerse-global.de

Mit dem Produktionsstart in Menemen bei Izmir hat Nordex im Mai 2026 ein klares Signal gesetzt: Der Windkraftanlagenbauer baut seine industrielle Basis in der Türkei gezielt aus — und untermauert damit eine Marktführerschaft, die das Unternehmen bereits seit 2017 hält.

1.200 Rotorblätter pro Jahr aus Izmir

Die neue Fertigungsanlage umfasst rund 130.000 Quadratmeter und ist auf bis zu 1.200 Rotorblätter jährlich ausgelegt. Rund 1.200 neue Arbeitsplätze entstehen in der Region. Strategisch entscheidend ist dabei die YEKA-Konformität: Türkische Ausschreibungen verlangen lokale Wertschöpfungsanteile — wer die nicht nachweisen kann, fällt aus dem Bieterverfahren heraus. Nordex erfüllt diese Anforderung nun mit eigener Produktion vor Ort, was Konkurrenten ohne lokale Fertigung strukturell benachteiligt.

Großauftrag von Eksim Enerji

Parallel dazu meldet Nordex einen weiteren Auftrag aus dem Markt: Der langjährige Partner Eksim Enerji orderte 16 Anlagen des Typs N175/6.X für den Windpark „Balikesir-3" mit einer Gesamtleistung von 110 Megawatt. Die Turbinen werden in einer Cold-Climate-Version auf 119 Meter hohen Stahlrohrtürmen errichtet — nötig wegen der Höhenlagen bis zu 950 Metern in der Provinz Balikesir. Hinzu kommt ein zehnjähriger Premium-Servicevertrag.

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Das von Nordex für Eksim Enerji betreute Portfolio wächst damit auf über 830 Megawatt. Der Marktanteil in der Türkei liegt bei rund 34 Prozent.

Kurs unter Druck, aber Jahresbilanz stark

An der Börse spiegelt sich die operative Stärke derzeit nur bedingt wider. Die Aktie schloss gestern bei 42,30 Euro — rund 14 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 49,42 Euro, das Anfang Mai erreicht wurde. Auf 30-Tage-Sicht verlor das Papier knapp zwölf Prozent, der RSI liegt bei 43.

Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von rund 41 Prozent zu Buche. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro bei einem weltweit installierten Gesamtvolumen von rund 64 Gigawatt. Das neue Werk in Izmir soll die Margen durch skalierbare Fertigungsprozesse und langfristige Serviceverträge weiter stabilisieren — ein Ansatz, der sich bei steigender Auftragslage im Nahen Osten und in Europa auszahlen könnte.

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