Nokia: Vier Sitzungen in Folge im Plus
30.04.2026 - 10:55:09 | boerse-global.deLange Zeit galt Nokia als klassischer Ausrüster für schwächelnde 5G-Netze. Nun erlebt das finnische Unternehmen an der Börse eine rasante Neubewertung. Ein unerwartet starkes Quartalsergebnis zwingt den Markt zum Umdenken. Die Aktie verzeichnet den stärksten Monat seit eineinhalb Jahren.
Der Auslöser für die Kursrallye liegt im Zwischenbericht für das erste Quartal 2026. Das vergleichbare operative Ergebnis sprang um 54 Prozent auf 281 Millionen Euro. Damit übertraf der Konzern die Markterwartungen deutlich. Der Umsatz stieg währungsbereinigt leicht auf 4,5 Milliarden Euro.
Besonders das Geschäft mit Rechenzentren treibt das Wachstum an. Die Erlöse mit Kunden aus dem Bereich Künstliche Intelligenz und Cloud legten um fast die Hälfte zu. Nokia verbuchte hier allein im abgelaufenen Quartal Aufträge im Wert von einer Milliarde Euro. Dieser Bereich macht inzwischen acht Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Analysten bewerten die Aktie neu
Ein regelrechter Überbietungswettbewerb der Analysten begleitet die Zahlen. Mehrere Banken stufen Nokia nun als Profiteur der KI-Infrastruktur ein und heben ihre Kursziele an:
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- JPMorgan: Ziel auf 12 Euro verdoppelt, Einstufung "Overweight".
- CFRA: "Buy" mit Ziel 16 US-Dollar, verweist auf starke KI-Nachfrage.
- Argus: "Buy" mit Ziel 15 US-Dollar, begründet mit angehobener Prognose.
- Morgan Stanley: Ziel auf 11 Euro angehoben.
Das Management untermauert den Optimismus mit einer angehobenen Prognose. Für die Netzwerkinfrastruktur erwartet der Vorstand nun ein Umsatzwachstum von 12 bis 14 Prozent. Die Sparte für optische und IP-Netzwerke soll sogar um bis zu 20 Prozent zulegen. Das operative Jahresziel von rund 2,25 Milliarden Euro sieht das Unternehmen als gut abgesichert an.
Aktionäre profitieren direkt von der soliden Kassenlage. Der Verwaltungsrat hat eine Dividende von vier Cent je Aktie beschlossen. Die Auszahlung erfolgt planmäßig in der ersten Maiwoche.
Optische Netzwerke als neuer Motor
Ein zentraler Baustein der Neuausrichtung ist die Infinera-Übernahme aus dem Vorjahr. Die Integration zeigt erste Erfolge, der Umsatz mit optischen Netzwerken kletterte um ein Fünftel. Finanzchef Marco Wirén peilt in diesem Segment künftig zweistellige operative Margen an.
Allerdings teilen nicht alle Marktbeobachter die Euphorie. Institute wie SEB Equities warnen vor einer anhaltenden Schwäche im klassischen 5G-Geschäft. Ein großer US-Mobilfunkanbieter tauscht derzeit im großen Stil Nokia-Ausrüstung aus. Das belastet die Margen im wichtigen nordamerikanischen Markt.
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Parallel dazu steigen die Investitionskosten. Die Ausgaben für das laufende Jahr kratzen an der Marke von einer Milliarde Euro. Das dürfte den freien Cashflow kurzfristig unter Druck setzen.
Die Nokia-Aktie notiert seit Jahresbeginn rund 67 Prozent im Plus. Die nächste Bewährungsprobe folgt mit den Zahlen für das zweite Quartal. Investoren fordern dann den Beleg, dass die hohe Nachfrage der Cloud-Anbieter kein Einmaleffekt war. Nur ein stetiges Umsatzwachstum im optischen Netzwerkgeschäft kann das neue Bewertungsniveau rechtfertigen.
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