Nokia, FI0009000681

Nokia Oyj-Aktie (FI0009000681): KI-Fantasie, Analysten-Upgrade und Kursrally bei Netzwerkausrüster aus Finnland

17.05.2026 - 18:51:22 | ad-hoc-news.de

Die Nokia Oyj-Aktie hat sich in den vergangenen Monaten mit einer starken KI-Story, neuen Netzwerkprodukten und frischen Analystenkommentaren eindrucksvoll zurückgemeldet. Wie wirkt sich das auf Bewertung, Chancen und Risiken für Anleger in Deutschland aus?

Nokia, FI0009000681
Nokia, FI0009000681

Die Nokia Oyj-Aktie steht aktuell sinnbildlich für den Wandel klassischer Netzausrüster hin zu daten- und KI-getriebenen Technologiekonzernen. Nach einem starken Kursanstieg in den vergangenen Monaten, einem frischen Analysten-Upgrade durch Deutsche Bank Research sowie neuen KI- und Cloud-Fantasien rückt das Papier erneut in den Fokus vieler Privatanleger in Deutschland. Dabei treffen operative Fortschritte, ambitionierte Wachstumsziele und hohe Erwartungen des Marktes aufeinander.

So verzeichnete die Nokia Oyj-Aktie auf Sicht der letzten zwölf Monate einen Kursgewinn von rund 158 Prozent, wie aus einer Auswertung von Kursdaten und Marktberichten vom 17.05.2026 hervorgeht, in denen ein 52-Wochen-Hoch von 12,55 Euro erwähnt wird, laut aktiencheck.de Stand 17.05.2026. Am Handelsplatz Tradegate wurden am 15.05.2026 Kurse um 11,96 Euro mit einem Tagesminus von rund 4 Prozent gemeldet, während das 52-Wochen-Spanne zwischen etwa 3,97 und 15,01 US-Dollar lag, wie die gleichen Daten zeigen.

Parallel dazu berichten Marktbeobachter, dass Nokia laut jüngsten Einschätzungen nicht mehr nur als klassischer Telekomausrüster, sondern zunehmend als Profiteur des globalen KI- und Cloud-Booms gesehen wird. Der Konzern stellte in der betreffenden Woche neue Agentic-AI-Tools für das Netzwerkmanagement vor, die den Kurs an einem Handelstag um rund 12 Prozent nach oben trieben und ein neues 52-Wochen-Hoch markierten, wie es in der genannten Analyse vom 17.05.2026 dargestellt wird, laut aktiencheck.de Stand 17.05.2026. Zudem rechnet das Unternehmen für den adressierbaren KI- und Cloud-Markt bis 2028 mit einem jährlichen Wachstum von etwa 27 Prozent, was die Fantasie in diesem Segment weiter befeuert.

Stand: 17.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Nokia
  • Sektor/Branche: Telekommunikationsausrüstung, Netzwerktechnik, Mobilfunkinfrastruktur
  • Sitz/Land: Espoo, Finnland
  • Kernmärkte: Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik, globale Mobilfunk- und Festnetzbetreiber
  • Wichtige Umsatztreiber: 5G-Netze, IP-Routing, optische Netze, Unternehmensnetzwerke, Cloud- und KI-Lösungen für Carrier
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Helsinki und Xetra (Ticker: NOA3 bzw. Nokia Oyj 870737)
  • Handelswährung: Euro in Helsinki und auf Xetra, zusätzlich US-Dollar über ADRs

Nokia Oyj: Kerngeschäftsmodell

Nokia Oyj gehört weltweit zu den führenden Anbietern von Telekommunikations- und Netzwerkinfrastruktur. Das Geschäftsmodell basiert im Kern darauf, Netzbetreibern und Unternehmenskunden Hard- und Software für mobile und feste Breitbandnetze, IP-Routing, optische Transportnetze sowie ergänzende Dienste zu liefern. Historisch stark im Mobilfunk verankert, hat sich Nokia in den vergangenen Jahren in Richtung End-to-End-Netzwerklösungen und Software für Netzmanagement und Automatisierung weiterentwickelt.

Der Konzern gliedert seine Aktivitäten typischerweise in mehrere Segmentstränge, darunter Mobilfunknetze, Netzwerk-Infrastruktur, Cloud- und Netzwerkdienste sowie gegebenenfalls ein Lizenzgeschäft für Patente und geistiges Eigentum. In den Mobilfunknetzen liefert Nokia Funkzugangstechnik für 4G- und 5G-Netze, einschließlich Antennen, Basisstationen und Software für die Funkzugangssteuerung. Diese Produkte sind essenziell für Telekommunikationsanbieter, um hohe Datenraten, niedrige Latenzen und Netzabdeckung für Verbraucher und Unternehmen bereitzustellen.

Im Bereich Netzwerk-Infrastruktur ist Nokia mit IP-Routern und optischen Transportlösungen präsent, die für die Datenübertragung im Kern- und Aggregationsnetz benötigt werden. Diese Komponenten verbinden Mobilfunkstandorte, Rechenzentren und Glasfasernetze und bilden das Rückgrat moderner Telekommunikations- und Cloud-Infrastrukturen. Für Unternehmenskunden bietet Nokia zudem private Mobilfunknetze, Campuslösungen und industrielle Vernetzung an, mit denen Unternehmen etwa Produktionsstätten, Häfen oder Logistikzentren drahtlos vernetzen können.

Ein weiterer bedeutender Teil des Geschäftsmodells sind Software- und Servicedienstleistungen. Dazu gehören Systeme für Netzmanagement, Automatisierung, Orchestrierung sowie Analyse- und Sicherheitslösungen. Gerade hier gewinnt der Einsatz von künstlicher Intelligenz stark an Bedeutung, etwa um Netzstörungen frühzeitig zu erkennen, Kapazitäten dynamisch zu steuern oder Energieverbrauch zu optimieren. Wartungs- und Beratungsservices inklusive langfristiger Serviceverträge liefern dem Unternehmen planbare Erlöse und ergänzen die einmaligen Hardwareverkäufe.

Zusätzlich verfügt Nokia über ein umfangreiches Portfolio an Patenten und Standard-essentiellen Technologien, das über Lizenzvereinbarungen monetarisiert wird. Diese Lizenzen beziehen sich etwa auf Mobilfunkstandards und werden von Geräteherstellern wie Smartphone-Produzenten genutzt. Das Lizenzgeschäft ist üblicherweise margenträchtig, da die laufenden Kosten im Vergleich zu den generierten Lizenzgebühren eher gering sind. Die Kombination aus Produkten, Software, Services und Lizenzen soll Nokia eine ausgewogene Erlösbasis verschaffen.

Geografisch arbeitet Nokia mit zahlreichen großen Telekommunikationskonzernen auf allen Kontinenten zusammen. Dazu zählen Netzbetreiber in Europa, den USA, Asien und Lateinamerika. Der Konzern tritt in einem oligopolistischen Markt auf, in dem weltweit nur wenige große Netzausrüster um Aufträge konkurrieren. Diese Struktur kann Preisdruck mit sich bringen, eröffnet aber gleichzeitig Chancen auf Großprojekte mit langfristigen Verträgen, die den Umsatz über viele Jahre stabilisieren können.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Nokia Oyj

Ein zentraler Wachstumstreiber für Nokia Oyj ist der globale Ausbau von 5G-Netzen. Mobilfunkbetreiber investieren weltweit in neue Funkzugangsnetze, Kernnetze und Transportinfrastruktur, um höhere Bandbreiten, niedrige Latenzen und neue Geschäftsmodelle, etwa im Bereich Industrie- und Campusnetze, zu ermöglichen. Jede Ausbauwelle erfordert umfangreiche Hardware und Software, von Antennen über Basisstationen bis hin zu Routing- und Transporttechnik. Für Nokia bedeutet dies Auftragsvolumen in Milliardenhöhe über mehrere Jahre, abhängig von Ausschreibungen und technischer Wettbewerbsfähigkeit.

Dazu kommt die zunehmende Vernetzung industrieller Anwendungen und das Internet der Dinge. Unternehmen installieren zunehmend eigene Campusnetze auf Basis von 4G oder 5G, um Maschinen, Roboter, Sensoren oder Logistiksysteme zu verbinden. Nokia bietet hierfür speziell auf Industriekunden zugeschnittene Netzwerklösungen an, inklusive privater Funknetze, Edge-Computing-Komponenten und Managementsoftware. Solche Projekte sind oft komplex, liefern aber höhere Margen als reine Standardhardware, da Beratung, Integration und Service eine große Rolle spielen.

Im Bereich IP-Routing und optische Netze profitiert Nokia vom wachsenden Datenverkehr durch Streaming, Cloud-Anwendungen, Videokonferenzen und datenintensive Unternehmensprozesse. Rechenzentren sowie Cloud- und Content-Anbieter benötigen leistungsfähige Transport- und Aggregationsnetze. Nokia liefert hierfür Router, Switches und optische Plattformen, die hohe Kapazitäten, geringe Latenzen und hohe Ausfallsicherheit gewährleisten sollen. Diese Produkte werden in der Regel langfristig eingesetzt, was ein Aftermarket-Geschäft mit Upgrades, Ersatzteilen und Wartung nach sich zieht.

Eine zunehmend wichtige Rolle spielt die Software-Sparte, in der Nokia Netzwerkmanagement, Automatisierungsplattformen und Analytiklösungen anbietet. Mit dem Aufkommen von KI-basierten Steuerungssystemen lassen sich Netze dynamisch an das Datenaufkommen anpassen und potenzielle Störungen frühzeitig erkennen. In dieser Woche berichtete ein Branchenbericht, dass die Vorstellung neuer Agentic-AI-Tools für das Netzwerkmanagement den Kurs der Nokia-Aktie an einem Handelstag um gut 12 Prozent nach oben bewegte und ein neues 52-Wochen-Hoch von 12,55 Euro auslöste, laut aktiencheck.de Stand 17.05.2026. Diese Entwicklung unterstreicht, welchen Stellenwert Investoren der Software- und KI-Kompetenz des Konzerns beimessen.

Darüber hinaus trägt das Patent- und Lizenzgeschäft zum Ergebnis bei. Nokia hält zahlreiche Standard-essentielle Patente im Mobilfunkbereich, die für die Nutzung von 4G- und 5G-Technologien unverzichtbar sind. Gerätetechnik-Unternehmen zahlen dafür Lizenzgebühren, die sich je nach Verkaufszahlen und Vertragsbedingungen bemessen. Dieses Geschäft ist zwar abhängig von Lizenzverhandlungen und kann schwanken, liefert aber in der Regel überdurchschnittliche Margen und ist weniger investitionsintensiv als die Hardware-Sparte.

Die Nachfrage nach Cloud- und KI-Lösungen bildet einen weiteren Fantasietreiber. Laut einer aktuellen Einschätzung von Mitte Mai 2026 rechnet Nokia für den adressierbaren KI- und Cloud-Markt bis 2028 mit einem jährlichen Wachstum von etwa 27 Prozent, wie in einem Marktbericht am 17.05.2026 aufgezeigt wird, laut aktiencheck.de Stand 17.05.2026. Gelingt es dem Unternehmen, in diesem Umfeld signifikante Marktanteile mit KI-gestützten Netzwerklösungen zu gewinnen, könnte dies die Wachstumsperspektiven über den klassischen Netzausbau hinaus erweitern.

Für Anleger ist zudem relevant, dass die Aktie sowohl an der Heimatbörse Helsinki als auch in Deutschland gehandelt wird. In Deutschland ist Nokia unter anderem auf Xetra mit der WKN 870737 und der ISIN FI0009000681 gelistet; zusätzlich existiert eine ADR-Struktur mit der ISIN US6549022043, die beispielsweise auf Tradegate gehandelt wird, wie Kursübersichten vom 15.05.2026 zeigen, laut finanzen.net Stand 17.05.2026. Damit ist die Aktie für deutsche Privatanleger vergleichsweise leicht zugänglich und weist hohe Handelsvolumina auf.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

Die Telekommunikations- und Netzwerkausrüsterbranche befindet sich in einer Phase tiefgreifender Umbrüche. Neben dem Ausbau von 5G-Netzen stehen Themen wie Cloud-Migration, Virtualisierung, Open-RAN-Technologien und der Einsatz künstlicher Intelligenz im Fokus. Netzbetreiber versuchen, ihre Infrastruktur flexibler, kosteneffizienter und energieärmer zu gestalten. Das eröffnet Chancen für Anbieter, die nicht nur Hardware liefern, sondern auch Software und Services für Automatisierung, Orchestrierung und Datenanalyse zur Verfügung stellen.

Nokia konkurriert in diesem Umfeld mit wenigen, aber sehr starken globalen Playern. Dazu zählen andere europäische, chinesische und amerikanische Netzausrüster, die jeweils eigene Stärken in Mobilfunknetzen, IP-Routing, optischen Systemen oder Unternehmenslösungen besitzen. Der Wettbewerb findet dabei nicht nur über Preise, sondern auch über technologische Differenzierung, Produktqualität, Sicherheit, Lieferfähigkeit und Servicekompetenz statt. Ausschreibungen großer Telekomkonzerne können dabei den Ausschlag geben, welches Unternehmen den Zuschlag für milliardenschwere Projekte erhält.

Eine Besonderheit des aktuellen Marktumfelds ist die zunehmende Politisierung der Netzwerkinfrastruktur. Sicherheits- und Datenschutzbedenken, Exportbeschränkungen sowie staatliche Förderprogramme für den Ausbau digitaler Infrastruktur beeinflussen die Auftragslage. Europäische Regierungen achten bei der Auswahl von Lieferanten häufig auf Sicherheitsaspekte und technologische Unabhängigkeit. Davon können Anbieter wie Nokia profitieren, die in westlichen Märkten als strategisch wichtige Technologiepartner wahrgenommen werden.

Gleichzeitig nimmt der Druck zu, Netze energieeffizienter zu gestalten und den CO2-Fußabdruck von Telekommunikationsinfrastruktur zu senken. Energieeffizienzfunktionen, intelligente Abschaltungen von Kapazitäten bei geringer Auslastung und KI-gestützte Optimierung des Stromverbrauchs werden zu wichtigen Verkaufsargumenten. Unternehmen, die entsprechende Lösungen anbieten, können sich im Wettbewerb abheben. Nokia adressiert dieses Thema mit eigenen Energiesparfunktionen und Softwarelösungen, die den Ressourcenverbrauch im Netzbetrieb reduzieren sollen.

Ein weiterer Trend ist die zunehmende Nähe von Netzbetreibern zu Hyperscalern und Cloud-Anbietern. Viele Telekomkonzerne kooperieren mit großen US-Cloudplattformen, um neue Dienste anzubieten oder Teile ihrer Netzarchitektur in die Cloud zu verlagern. Netzausrüster müssen sich daher in einem Ökosystem positionieren, das Hardware, Software, Cloudressourcen und Partnerintegrationen umfasst. Für Nokia bedeutet dies, dass die eigene Technologie mit Cloud-Stacks und offenen Schnittstellen harmonieren muss, um in großen Projekten berücksichtigt zu werden.

Die Bewertung von Netzausrüstern an der Börse schwankt in der Regel stark mit den Investitionszyklen der Telekombranche. Phasen hoher Investitionen, etwa beim Übergang zu neuen Mobilfunkgenerationen, können zu höheren Margen und Kursfantasie führen. In Investitionsdellen haben Marktteilnehmer dagegen oft Sorge vor rückläufigen Orders. Im aktuellen Umfeld scheinen Anleger bei Nokia besonders auf die Zusatzfantasie durch KI- und Cloud-Geschäft zu achten, wie die Reaktion auf die Vorstellung neuer Agentic-AI-Tools und die deutliche Ausweitung der Bewertungsmultiplikatoren nahelegt, wie eine Marktbetrachtung vom 17.05.2026 ausführt, laut aktiencheck.de Stand 17.05.2026.

Warum Nokia Oyj für deutsche Anleger relevant ist

Für Anleger in Deutschland ist Nokia Oyj aus mehreren Gründen interessant. Zum einen ist die Aktie direkt an deutschen Handelsplätzen wie Xetra, Frankfurt oder Tradegate notiert und weist dort teils hohe tägliche Umsätze auf. Beispielsweise wurden am 15.05.2026 auf Xetra für Nokia Oyj Kurse von 11,91 Euro und ein Tagesminus von rund 5,25 Prozent gemeldet, bei einem Handelsvolumen von etwa 1 Million Stück, laut einer Branchenübersicht zu Telekomaktien, laut Finanznachrichten.de Stand 17.05.2026. Die ADRs wurden parallel auf Tradegate im Bereich von 12,10 Euro gehandelt.

Zum anderen ist die Geschäftsentwicklung von Nokia eng mit dem digitalen Ausbau in Europa und Deutschland verknüpft. Netzbetreiber in Deutschland investieren in 5G, Glasfaser und Unternehmensnetze, um die digitale Infrastruktur des Landes zu modernisieren. Netzausrüster wie Nokia können im Rahmen von Ausschreibungen und Projekten an diesen Investitionen teilhaben. Die Leistungsfähigkeit von Netzwerktechnik beeinflusst indirekt auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, da schnelle und zuverlässige Netze für viele Branchen zur Grundvoraussetzung geworden sind.

Hinzu kommt, dass die Aktie in zahlreichen internationalen Telekom- und Technologiefonds vertreten ist, die auch von deutschen Anlegern nachgefragt werden. Veränderungen im Ausblick oder in der Bewertung von Nokia können sich daher indirekt auf die Wertentwicklung entsprechender Fonds und ETFs auswirken. Auch Dividendenpolitik, Aktienrückkäufe oder strategische Weichenstellungen des Konzerns werden von Fondsmanagern aufmerksam verfolgt, was wiederum die Marktstimmung in Deutschland beeinflussen kann.

Auch aus Sicht der Diversifikation kann die Kombination aus europäischem Technologiewert und globaler Netzinfrastruktur-Story für deutsche Anleger interessant sein. Während viele Depots stark auf den heimischen DAX oder US-Technologiewerte konzentriert sind, bietet Nokia als finnischer Netzausrüster einen anderen regionalen und sektoralen Schwerpunkt. Dies kann Anknüpfungspunkte für Anleger bieten, die ihr Portfolio um Infrastruktur- und Kommunikationswerte mit KI-Fantasie ergänzen möchten, ohne rein auf US-Titel zu setzen.

Welcher Anlegertyp könnte Nokia Oyj in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein

Nokia Oyj spricht potenziell Anleger an, die sich für Infrastruktur- und Technologiewerte interessieren und bereit sind, Schwankungen in Kauf zu nehmen. Die jüngsten Kursbewegungen zeigen, dass die Aktie sensibel auf Nachrichten zu KI-Produkten, Großaufträgen, Branchenstimmung und Analystenkommentaren reagiert. So wurde etwa berichtet, dass die Bewertung sich durch die Kursrally deutlich ausgeweitet hat und das Kurs-Gewinn-Verhältnis im Frühjahr 2026 auf ein Niveau um die 90 gestiegen ist, während es ein Jahr vorher noch deutlich niedriger lag, wie Marktbeobachter am 17.05.2026 erläuterten, laut aktiencheck.de Stand 17.05.2026.

Risikobewusste Anleger, die Kursschwankungen aushalten und langfristig auf den weiteren Ausbau von 5G, Cloud und KI in der Netzwerkinfrastruktur setzen, könnten Nokia als Bestandteil eines breit diversifizierten Technologie- oder Telekomportfolios betrachten. Dabei spielt auch die Möglichkeit eine Rolle, über mehrere Börsenplätze hinweg in Helsinki, Deutschland oder über ADRs in den USA zu investieren, was Flexibilität bei Währungs- und Handelszeiten eröffnet. Einkommen-orientierte Anleger dürften zusätzlich auf die Dividendenpolitik achten, wobei die ausgeschütteten Beträge im Branchenvergleich oft moderat ausfallen.

Anleger mit sehr niedrigem Risikoprofil sollten sich hingegen der hohen Volatilität und der zyklischen Natur des Netzausrüster-Geschäfts bewusst sein. Investitionsentscheidungen großer Telekomkonzerne, technologische Wechsel, politische Entscheidungen und der anhaltende Wettbewerb können die Ergebnisentwicklung beeinflussen. Auch die Tatsache, dass der Markt aktuell einen hohen Wachstumsbeitrag aus dem KI- und Cloud-Geschäft einpreist, birgt die Gefahr von Enttäuschungen, falls Projekte später anlaufen oder Margen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Wer starke Schwankungen im Depot vermeiden möchte, könnte solche Titel daher nur in begrenzter Gewichtung oder gar nicht berücksichtigen.

Was sagen Analysten zu Nokia Oyj

Im Analystenlager sorgt die jüngste Kursentwicklung von Nokia für Diskussionen. Einerseits wird der operative Umbau mit Fokus auf profitablere Segmente und die Positionierung im KI- und Cloud-Umfeld positiv hervorgehoben. Andererseits werfen einige Marktteilnehmer die Frage auf, ob die aktuelle Bewertung bereits sehr viel Optimismus widerspiegelt. Eine Marktanalyse vom 17.05.2026 weist darauf hin, dass die Aktie im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Bewertungsmultiplikatoren aufweist und nach einer Kursvervielfachung seit Ende 2023 nicht mehr als klassischer Telekomausrüster wahrgenommen wird, sondern eher als wachstumsstarker Technologie-Player, laut aktiencheck.de Stand 17.05.2026.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein aktuelles Analysten-Update durch Deutsche Bank Research. In einer Übersicht zu Empfehlungen wird Nokia dort mit der Einstufung Buy und einem genannten Zielkurs von 13,50 Euro geführt, bei einem damaligen Kursniveau von 11,91 Euro, wie eine Empfehlungsliste vom Freitag ausweist, laut Finanznachrichten.de Stand 16.05.2026. Je nach Zeitpunkt und Kursstand kann ein solches Kursziel von den Käufern als Signal für weitere Aufwärtspotenziale interpretiert werden, während andere Stimmen vor zu hohen Erwartungen warnen und die bereits starke Rally betonen.

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Fazit

Die Nokia Oyj-Aktie hat in den vergangenen Monaten eine beeindruckende Kursrally hingelegt und sich von einem traditionell wahrgenommenen Telekomausrüster hin zu einem KI- und Cloud-orientierten Technologiewert entwickelt. Neue Agentic-AI-Tools für das Netzwerkmanagement, ambitionierte Wachstumsannahmen für den adressierten KI- und Cloud-Markt sowie die breite Präsenz in 5G-, Routing- und optischen Netzen bilden die Story, auf die viele Anleger derzeit setzen. Parallel dazu zeigen Kursdaten und Marktkommentare, dass die Bewertung im Vergleich zum Vorjahr deutlich angezogen hat und zuletzt Kurs-Gewinn-Verhältnisse auf erhöhtem Niveau erreicht wurden.

Für deutsche Anleger ist Nokia sowohl durch die Notierung auf Xetra und anderen inländischen Handelsplätzen als auch durch die Rolle im europäischen Netzausbau von Bedeutung. Die Kombination aus Infrastruktur-, Technologie- und KI-Fantasie verleiht der Aktie einen besonderen Stellenwert in einem Umfeld, in dem der Ausbau digitaler Netze und die Effizienzsteigerung von Telekommunikationsinfrastruktur zentrale Themen sind. Gleichzeitig bleiben zyklische Risiken, ein intensiver Wettbewerb im Netzausrüstermarkt sowie die Abhängigkeit von Investitionsentscheidungen großer Kunden wichtige Faktoren, die bei jeder individuellen Anlageentscheidung bedacht werden müssen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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