Nokia Aktie: Nvidia rückt AI-RAN ins Rampenlicht
22.05.2026 - 19:36:12 | boerse-global.deNokia bekommt Rückenwind aus einer Ecke, die für Telekom-Ausrüster lange schwer greifbar war: Nvidias KI-Infrastrukturstory. Der Chipkonzern rückt AI-RAN und Edge Computing näher an sein Kerngeschäft heran. Für Nokia zählt nun, ob aus dieser Bühne messbarer Umsatz wird.
Die Aktie spiegelt die neue Fantasie bereits wider. In Frankfurt notiert Nokia bei 13,02 Euro, am Freitag liegt das Plus bei 6,94 Prozent.
Nvidia schiebt AI-RAN nach vorn
Nokia trifft am heutigen Freitag in London Investoren auf der JP Morgan European Technology, Media & Telecoms Conference. Für das Unternehmen treten David Mulholland, Leiter Investor Relations, und Paula Ormsby-Draper aus dem IR-Team auf.
Das Timing ist günstig. Nvidia ordnet sein Reporting künftig um die Plattformen Data Center und Edge Computing. AI-RAN-Basisstationen zählen dabei ausdrücklich zum Bereich Edge Computing.
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Für Nokia ist genau dieser Punkt wichtig. Nvidia nennt die Zusammenarbeit mit T-Mobile und Nokia als Teil seiner Edge-KI-Erzählung. Damit rückt Nokia aus der klassischen Funknetz-Schublade heraus.
Im ersten Fiskalquartal 2027 erzielte Nvidia 81,6 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von 85 Prozent. Das zeigt, wie stark der KI-Infrastrukturzyklus weiter läuft.
Das Rechenzentrumsgeschäft wuchs um 92 Prozent auf 75,2 Milliarden Dollar. Im alten Format meldete Nvidia für Data-Center-Networking 14,8 Milliarden Dollar Umsatz.
Bereits im Frühjahr stellte T-Mobile einen Pilotversuch mit Nvidias AI-RAN-Infrastruktur und Nokias anyRAN-Software vor. T-Mobile ist dabei der erste US-Betreiber mit einem solchen Pilotprojekt. Das Ziel: Funknetze sollen nicht nur 5G liefern, sondern auch verteilte KI-Anwendungen am Netzrand tragen.
Der Markt will Umsätze sehen
Für Nokia ist das keine reine Marketingfrage. Die stärkere KI-Position muss in Aufträgen, Umsatz und Marge ankommen. Genau dort liegt der Kernkonflikt der Aktie.
Zum Jahresstart wuchs der Nettoumsatz mit AI-&-Cloud-Kunden um 49 Prozent. Diese Kunden standen für 8 Prozent des Konzernumsatzes, dazu kamen Aufträge über 1 Milliarde Euro.
Auch Network Infrastructure zeigte bessere Dynamik. Der Bereich legte bereinigt um 6 Prozent zu, Optical Networks wuchs um 20 Prozent.
Der Vorstand spricht von beschleunigter Nachfrage seit dem Capital Markets Day im November. Den adressierbaren Markt für AI & Cloud taxiert Nokia nun auf 27 Prozent jährliches Wachstum für 2025 bis 2028.
Zuvor lag diese Schätzung bei 16 Prozent. Der Sprung ist erheblich, weil er die Wachstumsstory stärker auf konkrete Infrastruktursegmente stützt.
AI-RAN steht dagegen noch früher im Zyklus. Später im Jahr 2026 will Nokia Kundentests starten. Mit Orange sind nun 10 Kunden öffentlich bekannt, die mit Nokia in diesem Feld arbeiten.
Nvidias jüngstes Update enthält keinen neuen Nokia-Auftrag. Auch Umsatzbeiträge oder Vertragswerte nennt der Konzern nicht. Die Signalwirkung liegt in der strategischen Einordnung.
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Die Aktie preist viel ein
Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Gewinn von 52,65 Prozent. Seit Jahresanfang sind es 133,75 Prozent. Der Kurs markiert damit ein neues 52-Wochen-Hoch.
Das macht die Lage anspruchsvoller. Der Markt zahlt nicht mehr nur für Erholung im klassischen Netzgeschäft. Er zahlt zunehmend für die Chance, dass Nokia im KI-Infrastrukturmarkt eine relevante Rolle bekommt.
Operativ bleibt die Messlatte klar. Nokia erwartet für 2026 einen vergleichbaren operativen Gewinn von 2,0 bis 2,5 Milliarden Euro.
Für Network Infrastructure peilt der Konzern ein Umsatzplus von 12 bis 14 Prozent an. IP und Optical Networks sollen zusammen um 18 bis 20 Prozent wachsen.
Der nächste harte Datenpunkt kommt am 23. Juli mit dem Bericht zum zweiten Quartal und ersten Halbjahr. Bis dahin misst der Markt die KI-Fantasie an Nvidia-Referenzen, AI-RAN-Piloten und den AI-&-Cloud-Aufträgen. Nur wenn daraus wiederkehrendes Wachstum entsteht, trägt die starke Neubewertung auch operativ.
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