Nokia Aktie: KGV springt auf 91
17.05.2026 - 06:46:54 | boerse-global.deNokia hat in wenigen Wochen eine alte Börsengeschichte neu geschrieben. Die Aktie läuft auf Mehrjahreshochs, angetrieben von KI-Erwartungen im Netzgeschäft und einer Neuaufstellung der Mobilfunksparte. Nach dem steilen Anstieg rückt jetzt die Bewertung in den Mittelpunkt.
Am Freitag schloss die Aktie bei 11,96 Euro, ein Minus von 4,13 Prozent. Das jüngste 52-Wochen-Hoch liegt bei 12,55 Euro. Der Rücksetzer wirkt damit eher wie Gewinnmitnahme als wie ein Bruch des Trends.
Der Lauf bleibt außergewöhnlich. In den vergangenen 30 Tagen gewann die Aktie 38,81 Prozent, seit Jahresbeginn steht ein Plus von 114,80 Prozent. Auf Jahressicht summiert sich der Anstieg sogar auf 157,98 Prozent.
Neue Chefin für Mobile Infrastructure
Operativ setzt Nokia ein klares Signal. Emma Falck übernimmt zum 1. September 2026 die Leitung von Mobile Infrastructure und zieht in die Konzernführung ein. Sie kommt von Siemens, wo sie im Bereich Smart Infrastructure Buildings Produkte, Entwicklung und Lieferketten verantwortet.
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Die Personalie passt zur neuen Struktur. Nokia hatte Kernnetz, Funkzugangsnetz und Patentportfolios in einer Sparte gebündelt. Konzernchef Justin Hotard führte den Bereich übergangsweise selbst.
Hotard verknüpft die Neuaufstellung mit dem nächsten Netzzyklus. Seine Botschaft: Wenn KI stärker in physische Anwendungen wandert, müssen Netze für 5G-Advanced und 6G von Beginn an KI-nativ gebaut werden. Mobile Infrastructure soll dafür stärker softwaregetrieben arbeiten, mit offenen Schnittstellen und Partner-Ökosystemen.
KI-Schub trifft auf bessere Zahlen
Der Kurssprung bekam Mitte der Woche zusätzlichen Treibstoff. Nokia stellte KI-Agenten für das Netzmanagement vor, die Fehler eigenständig erkennen und beheben sollen. Die Werkzeuge richten sich an Internetanbieter und an Heimnetzwerke.
Rückenwind kam auch aus den USA. Cisco lieferte starke Zahlen und einen besseren Ausblick als erwartet, worauf die Aktie im nachbörslichen Handel um 20 Prozent zulegte. Das half der gesamten Netzwerktechnik-Stimmung.
Bei Nokia stützen die Fundamentaldaten die neue Erzählung. Im jüngsten Quartal erreichte der Umsatz 4,5 Milliarden Euro, das vergleichbare Wachstum lag bei 4 Prozent. Der Bereich AI and Cloud wuchs deutlich schneller und kommt inzwischen auf 8 Prozent der Konzernerlöse.
Wichtig ist vor allem der Auftragseingang. Nokia verbuchte mehr als eine Milliarde Euro an KI-bezogenen Orders und erwartet für Network Infrastructure im laufenden Jahr ein Wachstum von 12 bis 14 Prozent. Die vergleichbare Bruttomarge lag bei 45,5 Prozent.
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Bewertung wird anspruchsvoller
Der Markt preist inzwischen viel Zukunft ein. Das nachlaufende Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 91, nach 35 im Vorjahr. Das ist für einen Telekomzulieferer kein Nebenpunkt, sondern der Kern der Debatte.
Die optimistische Lesart hängt an Nokias Mittelfristzielen. Bis 2028 peilt der Konzern einen vergleichbaren operativen Gewinn von 2,7 bis 3,2 Milliarden Euro an. Dafür muss Network Infrastructure höhere Margen liefern und der Konzern seine Kostenbasis weiter straffen.
Technisch bleibt der Trend stark, aber nicht mehr billig zu haben. Der Kurs liegt 39,29 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt und fast doppelt so hoch wie beim 200-Tage-Durchschnitt. Nach dieser Neubewertung zählt nun, ob KI-Aufträge und Margenanstieg schnell genug nachziehen.
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