Nokia Aktie: FastMile-Sparte an Inseego verkauft
10.05.2026 - 16:31:39 | boerse-global.deNokia räumt auf. Der finnische Netzwerkausrüster trennt sich von seinem Geschäft mit festen drahtlosen Breitbandzugängen (FWA). Der Verkauf der sogenannten FastMile-Sparte an das US-Unternehmen Inseego markiert einen klaren strategischen Schnitt. Das Management richtet den Fokus nun voll auf die lukrative KI-Infrastruktur.
Anteile statt Barreserven
Finanziell fällt die Transaktion für den Konzern kaum ins Gewicht. Interessant ist jedoch die Struktur des Deals, der im vierten Quartal abschließen soll. Anstelle eines reinen Barverkaufs sichert sich Nokia eine Beteiligung von rund elf Prozent an Inseego. Ein Teil der Aktien fließt als direkte Gegenleistung für die Sparte, weiteres Kapital schießen die Finnen beim Abschluss bar nach. Inseego will durch die Übernahme seinen Umsatz in etwa verdoppeln. Parallel dazu planen beide Unternehmen gemeinsame Entwicklungen im 6G-Bereich.
Hohe Erwartungen treiben den Kurs
An der Börse kommt der strategische Fokus hervorragend an. Mit einem Schlusskurs von 10,87 Euro am Freitag notiert die Aktie nur knapp unter ihrem Jahreshoch. Seit Januar steht ein massives Plus von über 95 Prozent auf der Anzeigetafel. Diese Rallye hat allerdings ihren Preis. Ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von über drei signalisiert, dass Investoren bereits viel zukünftiges Wachstum einpreisen. Jeder operative Fehltritt könnte den Kurs nun empfindlich treffen.
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KI-Boom füllt die Auftragsbücher
Operativ liefert Nokia derzeit die passenden Argumente für den Optimismus. Im ersten Quartal kletterten die Verkäufe bei optischen Netzwerken um ein Fünftel nach oben. Allein aus dem Cloud- und KI-Sektor sammelte das Unternehmen Bestellungen in Milliardenhöhe ein. Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an seinem Ziel fest und peilt einen operativen Gewinn von über zwei Milliarden Euro an. Das Wachstum der Netzwerkinfrastruktur soll dabei zweistellig ausfallen.
Der Gegenwind aus der Branche bleibt indes bestehen. Schwankende Investitionsbudgets der Telekommunikationsanbieter und der harte Wettbewerb mit Ericsson erfordern eine fehlerfreie Ausführung. Am 23. Juli präsentiert Nokia die Zahlen für das abgelaufene Jahresviertel. Dann muss das Management belegen, ob das prognostizierte Umsatzplus von bis zu neun Prozent gegenüber dem Vorquartal tatsächlich realisiert wurde.
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