Nokia, Aktie

Nokia Aktie: Cisco-Effekt treibt 217 Prozent KI-Aufträge

16.05.2026 - 17:39:27 | boerse-global.de

Nokia profitiert von starkem KI-Geschäft und einem juristischen Erfolg gegen Acer und Asus. Die Aktie erreicht ein Jahreshoch, doch Analysten warnen vor hoher Bewertung.

Nokia Aktie: Cisco-Effekt treibt 217 Prozent KI-Aufträge - Foto: über boerse-global.de
Nokia Aktie: Cisco-Effekt treibt 217 Prozent KI-Aufträge - Foto: über boerse-global.de

Eine juristische Blockade in London und ein massiver Nachfrageschub aus den USA haben Nokia eine der turbulentesten Handelswochen der jüngeren Vergangenheit beschert. Die Papiere des finnischen Netzwerkausrüsters kletterten zeitweise auf den höchsten Stand seit Jahren. Ein deutlicher Rücksetzer zum Wochenschluss zeigt nun, wie fragil diese fulminante Rallye mittlerweile ist.

Juristischer Erfolg und Cisco-Effekt

Den Grundstein für die jüngsten Kursgewinne legte ein Erfolg vor dem Londoner Berufungsgericht. Die Richter stoppten Klagen der taiwanischen Tech-Konzerne Acer und Asus im Streit um Videocodierungs-Patente. Nokia hatte zuvor angeboten, die Lizenzbedingungen in einem Schiedsverfahren zu klären. Ein für den Sommer geplanter Prozess fällt damit aus.

Parallel dazu lieferte der US-Konkurrent Cisco eine Steilvorlage für die gesamte Branche. Die Amerikaner meldeten für das abgelaufene Quartal einen Anstieg der KI-Infrastrukturaufträge von Hyperscalern um 217 Prozent. Jefferies-Analyst William Beavington sieht darin ein klares Kaufsignal für Nokia. Die Finnen konkurrieren direkt in den Bereichen Router und Switches, weshalb der robuste Ausblick von Cisco auch Nokias Perspektiven aufhellt.

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Fundamentaldaten stützen den Hype

Hinter der Kursfantasie stehen handfeste operative Verbesserungen. Im ersten Quartal sprang der vergleichbare Betriebsgewinn um 54 Prozent auf 281 Millionen Euro. Das Geschäft mit KI- und Cloud-Kunden wuchs in einem ähnlichen Tempo. Aus diesem Segment verbuchte der Konzern frische Aufträge im Wert von einer Milliarde Euro.

Das Management reagierte mit deutlich optimistischeren Prognosen. Der adressierbare KI- und Cloud-Markt soll bis 2028 jährlich um 27 Prozent wachsen. Für die eigene Netzwerkinfrastruktur peilt Nokia im Jahr 2026 nun ein zweistelliges Plus an. Auch die Profitabilität verbesserte sich nach der Infinera-Übernahme spürbar.

Bewertung am Limit

Trotz der starken operativen Entwicklung nahmen Investoren am Freitag erste Gewinne mit, wodurch die Aktie auf 11,96 Euro abrutschte. Dennoch steht seit Jahresbeginn ein massives Plus von rund 115 Prozent auf der Kurstafel. Damit notiert das Papier fast doppelt so hoch wie sein 200-Tage-Durchschnitt.

Diese Bewertung hat ihren Preis. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 100 trifft auf eine Vorsteuermarge im einstelligen Bereich. Der Markt bezahlt aktuell eine erhebliche Prämie für künftiges Wachstum. Sobald Telekommunikationsanbieter ihre Automatisierungsbudgets kürzen oder die KI-Auftragswelle abflacht, dürfte die Luft für die Aktie schnell dünn werden.

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