Nokia, Aktie

Nokia Aktie: Analysten treiben

16.01.2026 - 15:09:31

Nokia erhält mehrere Kaufempfehlungen dank wachsendem KI-Geschäft und der Integration von Infinera. Das Unternehmen positioniert sich für den Investitionszyklus in Netzwerkinfrastruktur.

Nokia rückt wieder in den Fokus der großen Adressen. Gleich mehrere Investmentbanken haben den Titel in den vergangenen 48 Stunden hochgestuft und damit ein deutliches Signal in Richtung Markt gesendet. Im Zentrum stehen eine klarere strategische Ausrichtung, zunehmende Erlöse mit KI- und Cloud-Anwendungen sowie die Integration der Infinera-Übernahme.

Neue Kaufempfehlungen als Kurstreiber

Auslöser der frischen Zuversicht ist eine Serie positiver Analystenkommentare. Morgan Stanley nahm Nokia in die Liste der „Top Picks“ für 2026 auf und stufte die Aktie auf „Overweight“ hoch. Das Institut betont vor allem, dass sich der Konzern zunehmend von der früheren Abhängigkeit von klassischen Telekommunikationsbetreibern löst.

Ein wesentlicher Baustein: das Geschäft mit KI- und Cloud-Lösungen. Dieser Bereich steht inzwischen für rund 6 % des Gesamtumsatzes und legt Quartal für Quartal um einen Prozentpunkt zu. Nokia selbst rechnet damit, dass der zugrunde liegende Markt für KI und Cloud bis 2028 jährlich um 16 % wächst – ein klarer Hinweis darauf, wo das Management die künftigen Wachstumsfelder sieht.

Parallel dazu hob Kepler Cheuvreux seine Einstufung von „Hold“ auf „Buy“ an. Zusammen signalisieren die doppelten Upgrades eine deutlich positivere Grundhaltung im Analystenlager gegenüber der weiteren Entwicklung des Konzerns.

Infinera-Deal stärkt Zukunftsgeschäft

Eine zentrale Rolle in der aktuellen Story spielt die rund 2,3 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Infinera Anfang 2025. Der Zukauf des Spezialisten für optische Netzwerke verschafft Nokia deutlich mehr Schlagkraft in einem Segment, das von steigenden Investitionen in Datenzentren und KI-Infrastruktur profitiert.

Mit der gestärkten Optical-Networking-Sparte positioniert sich Nokia dafür, einen größeren Anteil der laufenden und kommenden Ausgaben für Hochgeschwindigkeitsnetze und Cloud-Backbones zu gewinnen. Das ist insbesondere relevant, da KI-Anwendungen enorme Datenvolumina erzeugen, die schnelle, zuverlässige Netzwerktechnik erfordern.

Finanziell scheint Nokia dafür gut gerüstet. Der Konzern verfügt über Barmittel und liquide Mittel von 6,62 Milliarden US-Dollar. Rund 1,2 Milliarden US-Dollar davon sind explizit für Forschung und Entwicklung vorgesehen – ein klares Bekenntnis dazu, technologisch vorne mitzuspielen und das Produktportfolio weiterzuentwickeln.

Rückenwind aus dem Sektor

Die positive Stimmung bei Nokia fällt in eine Phase, in der der gesamte Telekom-Ausrüstungssektor anzieht. Wettbewerber Ericsson legte zuletzt ebenso zu wie Cisco Systems. Diese parallelen Kursgewinne deuten darauf hin, dass Anleger die Branche insgesamt höher bewerten, weil weltweit verstärkt in 5G, Rechenzentren und Cloud-Infrastruktur investiert wird.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nokia?

Vor diesem Hintergrund sticht Nokia mit der Kombination aus wachsendem KI-/Cloud-Anteil, gestärktem Optik-Geschäft und solider Bilanz für viele Investoren besonders hervor. Marktbeobachter werten die jüngsten Hochstufungen daher als Bestätigung, dass der Konzern im aktuellen Investitionszyklus gut aufgestellt ist.

Management setzt auf Anreizprogramme

Auch auf der Corporate-Governance-Seite gab es jüngst Bewegung. Am 14. Januar 2026 meldete Nokia die Übertragung von 6.332.357 Aktien an Teilnehmer aktienbasierter Vergütungsprogramme. Im Anschluss hält das Unternehmen noch 141.914.507 eigene Aktien im Bestand.

Zusätzlich wurden mehrere Managertransaktionen veröffentlicht, die im Zusammenhang mit diesen Programmen stehen. Solche Maßnahmen zeigen, dass variable Vergütung weiterhin stark an die langfristige Unternehmensentwicklung und den Aktienkurs gekoppelt bleibt. Für institutionelle Investoren ist dies ein wichtiger Faktor bei der Beurteilung der Interessenangleichung zwischen Management und Aktionären.

Entwicklung der Aktie und Einordnung

Die Nokia-Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten bereits einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Im gleichen Zeitraum legte der Kurs um 32,22 % zu. Aktuell notiert die Aktie bei 5,72 Euro und damit sichtbar über dem 52‑Wochen‑Tief von 3,49 Euro, aber noch rund 17 % unter dem Hoch von 6,87 Euro – ein Hinweis darauf, dass trotz der Erholung noch Luft nach oben gesehen wird.

Fundamental spiegelt sich der Optimismus in einer Marktkapitalisierung von rund 36,7 Milliarden US-Dollar, einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 34,05 und einer erwarteten Dividendenrendite von 2,42 % wider. Die Bewertung wirkt damit auf Wachstum und strukturellen Rückenwind im KI- und Cloud-Geschäft ausgerichtet und weniger auf klassische Telekom-Hardware.

Fazit: Story hängt an KI, Cloud und Infinera

Unterm Strich stützen mehrere Faktoren die aktuelle Aufwertung der Nokia-Aktie: die doppelten Analysten-Upgrades, der wachsende Umsatzanteil mit KI- und Cloud-Lösungen, die Infinera-Integration als Hebel im Optik-Geschäft sowie eine starke Liquiditätsposition mit fokussierten F&E-Investitionen. Kommt der erwartete Investitionsschub in KI-Infrastruktur, Datenzentren und 5G-Netze in den nächsten Jahren wie prognostiziert, könnte Nokia hiervon überproportional profitieren.

Anzeige

Nokia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nokia-Analyse vom 16. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Nokia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nokia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nokia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




@ boerse-global.de | FI0009000681 NOKIA