Nokia Aktie: 49 Prozent Wachstum im KI-Cloud-Geschäft
15.05.2026 - 21:52:52 | boerse-global.deStarke Zahlen von Cisco haben den Blick auf einen Engpass gelenkt, der die KI-Euphorie greifbar macht: schnelle Netze. Ohne Switches, Glasfaser und IP-Infrastruktur bleiben Rechenzentren nur teure Hallen voller Chips. Nokia sitzt genau in diesem Markt. Deshalb fällt die jüngste Kursbewegung nicht aus dem Nichts.
Am Freitag gibt die Aktie zwar nach und notiert bei 11,91 Euro, ein Minus von 4,53 Prozent. Nach der Rally wirkt das eher wie eine Pause.
Auf Monatssicht steht noch immer ein Plus von 38,23 Prozent. Seit Jahresanfang summiert sich der Gewinn auf 113,90 Prozent.
Cisco setzt den Takt
Cisco meldete für das Quartal bis 25. April einen Umsatzanstieg um 12 Prozent auf 15,84 Milliarden Dollar. Entscheidend war aber nicht nur die Größe der Zahlen, sondern ihre Herkunft.
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Der Nettogewinn kletterte auf 3,37 Milliarden Dollar. Für die Branche zählt vor allem die Dynamik im Kerngeschäft mit Netzwerktechnik.
Der Netzwerkumsatz sprang um 25 Prozent auf 8,82 Milliarden Dollar. Produktaufträge im Networking wuchsen um mehr als die Hälfte. Bei Switches für Rechenzentren lag das Plus bei über 40 Prozent.
Das ist der Punkt für Nokia. Wenn Cloud-Konzerne und Unternehmen mehr KI-Kapazität bauen, brauchen sie nicht nur Beschleunigerchips. Sie brauchen Netze, die Daten mit niedriger Latenz verschieben und hohe Lasten stabil tragen.
Nokia zieht im KI-Geschäft an
Nokia hat seine Strategie auf diesen Bedarf ausgerichtet. Im ersten Quartal 2026 wuchs der Nettoumsatz im KI- und Cloud-Geschäft um 49 Prozent. Der Bereich steuerte 8 Prozent zum Konzernumsatz bei.
Neue Aufträge aus diesem Kundensegment summierten sich auf 1 Milliarde Euro. Der Markt reagiert deshalb sensibel auf jede Bestätigung dieser Nachfrage. Cisco liefert den externen Beleg, Nokia den eigenen Zahlenkranz.
Auch auf Konzernebene sieht das Bild robuster aus. Der vergleichbare Umsatz legte im ersten Quartal um 4 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro zu. Die Bruttomarge verbesserte sich spürbar.
Sie stieg im Jahresvergleich auf 45,5 Prozent. Dazu kommt eine Nettokasse von 3,8 Milliarden Euro. Das gibt dem Konzern Spielraum für Investitionen in optische Netze und IP-Technik.
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Höhere Ziele, höhere Erwartungen
Nokia rechnet nun damit, dass der adressierbare Markt für KI und Cloud von 2025 bis 2028 jährlich um 27 Prozent wächst. Zuvor lag die eigene Annahme bei 16 Prozent. Diese Anhebung verschiebt den Rahmen für die Bewertung.
Für 2026 erwartet Nokia in der Netzwerkinfrastruktur ein Umsatzplus von 12 bis 14 Prozent. Der Schwerpunkt liegt damit klar auf den Teilen des Geschäfts, die vom KI-Ausbau profitieren.
Bei optischen Netzen und IP-Netzen peilt der Konzern zusammen 18 bis 20 Prozent Wachstum an. Der nächste Prüfstein sind neue Auftragseingänge im KI- und Cloud-Geschäft: Halten sie das Tempo, stützt das die höhere Wachstumsannahme; flachen sie ab, wird die Bewertung schnell anspruchsvoll.
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