Nissan Aktie: 533 Milliarden Yen Verlust, aber Turnaround geplant
17.05.2026 - 11:29:14 | boerse-global.deNissan hat das Geschäftsjahr bis Ende März 2026 mit einem Nettoverlust von 533 Milliarden Yen abgeschlossen. Trotz des roten Endergebnisses will der Autobauer jetzt nicht mehr nur umstrukturieren, sondern wieder wachsen.
Das Spannende daran: Operativ blieb das Unternehmen profitabel. Unter dem Strich stand ein operatives Ergebnis von 58 Milliarden Yen bei Erlösen von 12 Billionen Yen. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch US-Zölle, die Nissan eigenen Angaben zufolge mit rund 286 Milliarden Yen getroffen haben.
Verlust, aber operativ im Plus
Im Schlussquartal fiel der Verlust je Aktie mit 80,95 Yen geringer aus als von Marktbeobachtern erwartet. Das sorgte an der Börse für Erleichterung. Die Aktie legte am Freitag um 1,67 Prozent zu und schloss bei 2,01 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen ergibt sich damit ein Plus von 5,25 Prozent.
Die technische Lage bleibt trotzdem angeschlagen. Der Kurs liegt noch rund 21 Prozent unter dem Hoch der vergangenen 52 Wochen. Der RSI von 21 signalisiert zudem eine stark überverkaufte Lage.
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Re:Nissan soll die Trendwende bringen
Konzernchef Ivan Espinosa stellt die neue Phase unter das Label „Re:Nissan“. Der Plan umfasst die Schließung von sieben Produktionsstätten und den Abbau von 20.000 Stellen weltweit. Damit will Nissan die Kosten um insgesamt rund 500 Milliarden Yen senken.
Für das laufende Geschäftsjahr peilt der Konzern bereits die Rückkehr in die Gewinnzone an. Der Umsatz soll auf 13 Billionen Yen steigen, das operative Ergebnis auf 200 Milliarden Yen und der Nettogewinn auf 20 Milliarden Yen. Auch der Absatz soll um 4,7 Prozent auf 3,3 Millionen Fahrzeuge zulegen.
Bewertung bleibt extrem niedrig
Am Markt wird Nissan trotz der Verluste mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 0,1 bewertet. Vergleichbare Unternehmen kommen im Schnitt auf etwa 0,3. Das zeigt, wie skeptisch Anleger den Turnaround noch einschätzen.
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Hinzu kommen mehrere Unsicherheiten. Der Wettbewerbsdruck im Weltmarkt bleibt hoch, Währungsbewegungen können die Marge schnell verschieben, und auch die Entwicklung der Handelstarife bleibt ein Störfaktor. Zusätzlich schauen Investoren genau auf die milliardenschweren Investitionen in die Elektrifizierung.
Mit der Prognose für 2026 setzt Nissan nun alles auf eine frühe Wende. Nach dem schwachen Abschluss von 2025 wird sich zeigen, ob der Konzern die operativen Verbesserungen tatsächlich in Gewinn und Wachstum übersetzen kann.
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