Nintendo, Aktie

Nintendo Aktie: 34 Prozent Minus seit Jahresbeginn

02.07.2026 - 13:20:01 | boerse-global.de

Nintendo-Aktie erholt sich leicht, bleibt aber unter Druck. Management räumt Fehler ein und diskutiert Switch 2 Preisstrategie.

Nintendo Aktie: Leichte Erholung nach Kursrutsch und Switch 2 Sorgen
Nintendo - Abstrakte Darstellung der Videospielbranche mit dunklen Tönen, die einen starken Marktrückgang und negative Trends symbolisieren. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Aktie von Nintendo notiert am Donnerstag bei 38,20 Euro und damit 0,51 Prozent im Plus. Eine Erholung? Nur bedingt. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 34,27 Prozent. Der Kurs liegt damit nur gut sieben Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 35,63 Euro, das Ende Juni markiert wurde. Grund für die anhaltende Schwäche: Skepsis der Anleger gegenüber dem künftigen Kurs des japanischen Spielekonzerns.

Management gesteht Fehler ein

Auf der 86. Hauptversammlung räumte Präsident Shuntaro Furukawa offen ein: Der Aktienkurs habe sich mehr als halbiert seit dem Hoch von 85,22 Euro im August 2025. Das Management nehme die Entwicklung ernst. Furukawa interpretiere den Kursrutsch als Ausdruck von Zweifeln am Preis der kommenden „Switch 2“ und den Wachstumsaussichten insgesamt.

Analysten sehen derweil eine Kluft zwischen Kurs und tatsächlichem Wert. Schätzungen zufolge sei die Aktie um rund 28 Prozent unterbewertet. Die faire Preisspanne liege zwischen 8.277 und 11.365 Yen. Allerdings bleiben die Bewertungen unter Druck – zu hoch seien die „Ausführungsrisiken“ beim Generationenwechsel der Konsole.

Switch 2 wird teurer – und bleibt physisch

Ein zentrales Thema der Hauptversammlung waren steigende Kosten. Furukawa bestätigte, dass Nintendo den Preisdruck bei Speicherchips im laufenden Geschäftsjahr spüre. Langfristige Lieferverträge sicherten zwar die Produktionsziele. Doch die Margen leiden. Deshalb hat Nintendo bereits die Preise angehoben: In Japan stieg der Preis der neuen Konsole von 49.980 auf 59.980 Yen – das war im Mai 2026. Weitere Erhöhungen 2027 sind möglich.

Parallel dazu stiegen die Abogebühren für Nintendo Switch Online. In Japan erhöhte der Konzern die Preise zum ersten Mal seit acht Jahren. Der Einzelplan kostet nun 3.000 Yen pro Jahr, der Familienplan 5.800 Yen.

Ein klares Bekenntnis gab es zum physischen Spiel. Trotz höherer Kosten für Module – sie liegen deutlich über den 6,50 Dollar für eine PS5-Disc – will Nintendo weiterhin Spiele auf Kartuschen anbieten. Begründung: Zugänglichkeit und Sammlerwert. Auch die Bedeutung unabhängiger Entwickler hob Furukawa hervor. Indie-Titel seien „extrem populär“ und ein Wachstumstreiber für die Plattform. Die „Indie World“-Initiative bleibe fester Bestandteil der Switch-2-Strategie.

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