Nike, Aktie

Nike Aktie: Vertrag mit USC bis 2036

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 04:45 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Nike profitiert von einer milliardenschweren Zollrückerstattung, während das China-Geschäft einbricht. Insiderkäufe signalisieren Optimismus.

Nike Aktie: Milliarden-Gewinn durch Gerichtsurteil und China-Schwäche
Dynamische Szene, die die Sportbekleidungsindustrie und langfristige strategische Partnerschaften darstellt, mit verschwommenen Athleten oder Ausrüstung in einem Stadion. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Nike scheint den Boden gefunden zu haben. Während die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika auf das Finale zusteuert, stabilisiert sich das Papier bei 37,62 Euro. Ein massiver Gewinnsprung sorgt für Schlagzeilen. Allerdings offenbaren die Details eine zweigeteilte Realität.

Einmaleffekt überdeckt China-Schwäche

Nike meldet für das vierte Geschäftsquartal einen Nettogewinn von 1,1 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 407 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund dafür ist ein Sondereffekt: Eine Zollrückerstattung nach einem Gerichtsurteil spülte fast eine Milliarde Dollar in die Kasse.

Ohne diesen Einmaleffekt liegt der bereinigte Gewinn je Aktie bei rund 0,20 Dollar. Das operative Geschäft zeigt regional große Unterschiede. In Nordamerika stieg der Umsatz um drei Prozent auf 4,83 Milliarden Dollar. Parallel dazu brach das China-Geschäft zweistellig ein.

Langfristiger Pakt mit USC

Nike reagiert auf den harten Wettbewerb mit langfristigen Bindungen im Heimatmarkt. Der Konzern verlängerte den Ausrüstervertrag mit der University of Southern California (USC) bis 2036. Dieser Zehnjahresvertrag umfasst erstmals auch Vereinbarungen zur Selbstvermarktung der Studenten.

Die Weltmeisterschaft liefert derweil messbare Impulse für den Konsum. In den Austragungsorten stiegen die Ausgaben während der K.-o.-Runde um fünf Prozent. Nike nutzt die hohe Sichtbarkeit des Turniers, um die Marktführerschaft im Fußball-Segment zu verteidigen.

Insider setzen auf die Wende

Das Management glaubt offenbar an eine Erholung. CEO Elliott Hill kaufte zuletzt Aktien für insgesamt eine Million Dollar. Auch Board-Mitglied Tim Cook griff am Markt zu. Damit stemmen sie sich gegen den Abwärtstrend, denn die Aktie verlor seit Januar rund 30 Prozent an Wert.

Institutionelle Investoren zeigen ein gemischtes Bild. Während der Pensionsfonds von Kentucky seine Anteile deutlich reduzierte, stockte Wellington Management die Position um ein Fünftel auf. Derzeit notiert das Papier weit unter seinem 52-Wochen-Hoch von über 68 Euro.

Mit einer Marktkapitalisierung von gut 57 Milliarden Euro liegt Nike derzeit etwa neun Prozent über dem Jahrestief. Im September 2026 folgen die nächsten Quartalszahlen. Der Fokus liegt dann auf dem Fortschritt der Restrukturierung und den neuen Produktzyklen.

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