Nike Inc., US6541061031

Nike-Aktie (US6541061031): Quartalszahlen, Margen und Wachstum im Fokus

24.05.2026 - 21:35:06 | ad-hoc-news.de

Nike hat im Märzquartal 2026 solide Zahlen vorgelegt, steht aber weiter unter Margendruck und im intensiven Wettbewerb mit Adidas und New Balance. Was bedeuten Umsatztrend, China-Geschäft und DTC-Strategie für die Nike-Aktie aus Sicht deutscher Anleger?

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Nike bleibt eine der bekanntesten Sportmarken der Welt und steht zugleich im Zentrum intensiver Diskussionen an den Aktienmärkten. Zuletzt sorgte vor allem der jüngste Quartalsbericht des bis Ende Februar 2026 laufenden dritten Geschäftsquartals für Aufmerksamkeit, in dem der Konzern robuste Umsätze, aber gemischte Signale bei Margen und Gewinn präsentierte, wie aus den am 21.03.2026 veröffentlichten Zahlen hervorgeht, auf die sich Berichte von Reuters Stand 22.03.2026 stützen.

Stand: 24.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Nike Inc.
  • Sektor/Branche: Sportartikel, Bekleidung, Konsumgüter
  • Sitz/Land: Beaverton, USA
  • Kernmärkte: Nordamerika, Europa, China, weltweiter Onlinehandel
  • Wichtige Umsatztreiber: Sportschuhe, Sportbekleidung, Lifestyle-Mode, Direct-to-Consumer-Vertrieb
  • Heimatbörse/Handelsplatz: New York Stock Exchange (Ticker: NKE)
  • Handelswährung: US-Dollar

Nike Inc.: Kerngeschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Nike basiert im Kern auf der Entwicklung, Vermarktung und dem Vertrieb von Sportschuhen, Sportbekleidung und Ausrüstung. Das Unternehmen erzielt den Großteil seiner Erlöse mit Performance-orientierten Sportschuhen für Running, Basketball, Fußball und Training sowie mit Lifestyle-Sneakern, die stark von Streetwear-Trends geprägt sind. Ergänzt wird dies durch Bekleidung und Accessoires, die in vielen Sportarten eingesetzt werden.

Ein zentrales Element im Modell von Nike ist das Markendesign, also das Zusammenspiel aus Logo, Produktinnovation und Athleten-Sponsoring. Der Konzern investiert jedes Jahr Milliardenbeträge in Marketing, Athletenverträge und Ligen-Sponsoring, um die Marke global präsent zu halten. Laut dem am 29.06.2023 veröffentlichten Geschäftsbericht für das bis Mai 2023 laufende Geschäftsjahr, der auf der Konzernseite hinterlegt ist, entfielen damals deutlich mehr als die Hälfte der Erlöse auf Performance- und Lifestyle-Schuhe, wie Analysen von CNBC Stand 30.06.2023 zusammenfassten.

Historisch vertrieb Nike seine Produkte vor allem über Großhändler und Sporthändler. In den letzten Jahren treibt das Management jedoch den Wandel hin zu einem Direct-to-Consumer-Modell voran, bei dem der Absatz über eigene Stores, Outlets und Onlineshops stärker wächst als der traditionelle Großhandel. Diese DTC-Ausrichtung zielt auf höhere Margen und eine bessere Kontrolle über Preise, Sortimente und Kundendaten ab. Der bekannte Online-Shop und die Nike-App sind dabei wichtige Bausteine, um Kundenbeziehungen direkt und dauerhaft zu pflegen.

Neben dem Produkt- und Vertriebsmodell spielt für Nike auch die globale Lieferkette eine zentrale Rolle. Produziert wird überwiegend in Asien, insbesondere in Ländern wie Vietnam, China oder Indonesien. Nike setzt dabei auf ein Netz unabhängiger Fertigungspartner, die nach Konzernvorgaben produzieren. Diese Struktur ermöglicht Flexibilität und Skaleneffekte, birgt aber auch Risiken, etwa im Hinblick auf Arbeitskosten, regulatorische Anforderungen und geopolitische Spannungen.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Nike Inc.

Ein wesentlicher Umsatztreiber von Nike sind Sportschuhe, die in verschiedenen Preissegmenten und für unterschiedliche Sportarten positioniert werden. Besonders stark ist Nike im Running-Segment, wo der Konzern immer wieder technologische Innovationen wie spezielle Dämpfungssysteme oder leichte Schaumstoffe einführt. Im Basketball und im Bereich Sneaker-Kollektionen stützen Kooperationen und Athletenlinien die Nachfrage. Signatur-Serien einzelner Stars gelten als wichtiger Motor für Wiederholungskäufe und hohe Preispunkte.

Der Bekleidungsbereich hat sich in den vergangenen Jahren zu einer zweiten Ertragssäule entwickelt. Funktionale Trainingstextilien, Fußballtrikots und modische Freizeitbekleidung werden ebenso vermarktet wie saisonale Kollektionen für Running, Outdoor und Fitness. Laut Aussagen des Managements im Jahresbericht 2023 war der Bekleidungsumsatz in einigen Regionen zweistellig gewachsen, was den Trend zu sportlich geprägter Alltagsmode bestätigt, wie Zusammenfassungen von finanzen.net Stand 01.07.2023 hervorhoben.

Weitere Treiber sind Partnerschaften mit Ligen, Verbänden und Vereinen, etwa im Fußball oder Basketball. Diese Kooperationen erhöhen die Sichtbarkeit der Marke und generieren zusätzliche Merchandise- und Lizenzumsätze. Im Fußball gehört Nike zu den Ausrüstern mehrerer renommierter Clubs und Nationalmannschaften, was den Absatz von Trikots und Fanartikeln über Händler sowie DTC-Kanäle stärkt. Durch globale Sportevents wie Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele kommt es regelmäßig zu Nachfragespitzen, die sich in einzelnen Quartalen bemerkbar machen können.

Auf der Produktseite spielen zudem digitale Angebote eine zunehmende Rolle. Fitness-Apps, Running-Communities und personalisierte Produktempfehlungen sollen die Kundenbindung stärken. Nike testete in den vergangenen Jahren wiederholt digitale Features in der Nike-App, darunter exklusive Drops, personalisierte Trainingspläne und Membership-Programme. Obwohl diese Angebote im Vergleich zum klassischen Produktgeschäft noch geringer gewichtet sind, gelten sie als strategisch wichtig, um langfristig Datenhoheit und Cross-Selling-Potenzial zu sichern.

Aktueller Trigger: Quartalszahlen und Margenausblick

Der wichtigste aktuelle Themenkomplex rund um die Nike-Aktie sind die jüngsten Quartalszahlen. Am 21.03.2026 veröffentlichte Nike Ergebnisse für das bis Ende Februar 2026 laufende dritte Geschäftsquartal. Nach Berichten von Reuters Stand 22.03.2026 konnte der Konzern den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum moderat steigern, während der Gewinn unter Druck blieb. Die Bruttomarge wurde zugleich von höheren Rabatten und Produktmix-Effekten beeinflusst, was Anleger aufmerksam verfolgten.

In Nordamerika, dem wichtigsten Markt von Nike, zeigte sich ein solides, aber nicht mehr so dynamisches Wachstum wie in früheren Jahren. Treiber waren dort vor allem Running- und Basketballprodukte sowie die anhaltende Nachfrage nach Lifestyle-Sneakern. Das Management verwies laut Medienberichten darauf, dass der Lagerbestand im Vergleich zum Vorjahr weiter reduziert werden konnte, was als Fortschritt im Abbau der seit 2022 aufgebauten Überbestände gewertet wurde.

Im Großraum China, der nach Nordamerika und EMEA zu den wichtigsten Regionen für Nike zählt, verlief die Entwicklung differenziert. Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wuchs, bleibt die Region geprägt von einer insgesamt schwankenden Konsumlaune und größerem Wettbewerb durch lokale Anbieter. Einige Analysten hoben hervor, dass Nike dort zunehmend auf lokal zugeschnittene Designs und Marketingkampagnen setzt, um Marktanteile zu verteidigen. Gleichzeitig möchte der Konzern die eigene Marke in China stärker über digitale Vertriebskanäle positionieren.

Wichtig für Investoren ist der vom Unternehmen kommunizierte Ausblick auf die Margen. Nach Angaben aus Medienzusammenfassungen betonte das Management, dass die Bruttomarge mittelfristig von einem höheren Anteil des DTC-Vertriebs und sinkenden Frachtkosten profitieren soll, kurzfristig aber Werbeausgaben und Rabattaktionen die Entwicklung bremsen können. Für die Nike-Aktie bedeutet dies, dass die Kapitalmärkte besonders darauf achten, ob die Bruttomarge in den kommenden Quartalen tatsächlich anzieht und ob gleichzeitig das Umsatzwachstum auf einem stabilen Pfad bleibt.

Kursentwicklung und Bewertung im Marktumfeld

Die Aktie von Nike wird an der New Yorker Börse gehandelt und ist auch für deutsche Anleger über verschiedene Handelsplätze wie Xetra oder Tradegate in Euro zugänglich. Laut Kursübersicht notierte die Aktie am 22.03.2026 bei rund 92 US-Dollar an der NYSE, wie Daten von Börse Frankfurt Stand 23.03.2026 nahelegen. Damit liegt der Kurs spürbar unter früheren Höchstständen, die in den Jahren 2021 und 2022 erreicht worden waren. Der Bewertungsaufschlag gegenüber einigen Wettbewerbern hat sich dadurch verringert, bleibt aber nach klassischen Kennziffern im Bereich eines Qualitätsanbieters mit starker Marke.

In den letzten zwölf Monaten war die Kursentwicklung von Schwankungen geprägt. Phasen steigender Kurse nach positiven Quartalsüberraschungen wechselten sich mit Rücksetzern bei schwächeren Ausblicken ab. Marktbeobachter verwiesen darauf, dass das Zusammenspiel aus Konsumstimmung, Lagerbeständen im Handel und dem Wettbewerb mit Adidas, Puma und New Balance erheblichen Einfluss auf die Einschätzung der Investoren hat. Hinzu kommen Währungseffekte, da Nike einen Großteil seiner Umsätze außerhalb der USA erzielt, aber in US-Dollar berichtet.

Für deutsche Anleger spielt zudem die Wechselkursentwicklung zwischen Euro und US-Dollar eine wichtige Rolle. Stärkt sich der Dollar, können Kursgewinne der Nike-Aktie in US-Dollar auf Eurobasis verstärkt werden, während ein schwächerer Dollar diesen Effekt umkehrt. Einige Anleger berücksichtigen daher neben der operativen Entwicklung auch makroökonomische Faktoren wie Zinserwartungen und Wechselkurse, wenn sie Engagements im US-Konsumgütersektor prüfen.

Bewertungsseitig führen Analysten in ihren Modellen neben klassischen Kennziffern wie Kurs-Gewinn-Verhältnis und Kurs-Umsatz-Verhältnis häufig qualitative Kriterien ins Feld. Dazu gehören Markenstärke, Pricing-Power, Innovationskraft und die Fähigkeit, neue Produkttrends schnell aufzugreifen. Nike wird in vielen Analysen als etablierter Marktführer mit anhaltender Investitionskraft beschrieben, der aber in einzelnen Regionen und Segmenten von intensiver Konkurrenz herausgefordert wird. Die jüngsten Margendaten und die Entwicklung im China-Geschäft fließen daher besonders stark in aktuelle Bewertungen ein.

Direct-to-Consumer-Strategie als Hebel für Margen

Ein zentrales strategisches Projekt von Nike ist die weitere Stärkung des eigenen Direct-to-Consumer-Geschäfts. Dazu zählen eigene Flagship-Stores in Metropolen, Outlet-Center, der Online-Shop und die markeneigene App. Diese Kanäle ermöglichen es Nike, Produkte ohne Zwischenhändler direkt an Endkunden zu verkaufen, was in der Regel höhere Bruttomargen ermöglicht. Gleichzeitig erhält der Konzern direkten Zugang zu Kundendaten und kann Marketingkampagnen zielgerichtet steuern.

In den vergangenen Jahren hat Nike den Anteil des DTC-Geschäfts am Gesamtumsatz kontinuierlich erhöht, während das klassische Großhandelsgeschäft selektiv zurückgefahren oder neu ausgerichtet wurde. Für die Partner im stationären Handel bedeutet dies teilweise geringere Volumina oder strengere Vorgaben bei Sortimentsauswahl und Präsentation. Aus Investorensicht ist entscheidend, ob dieser Übergang zu einem robusteren Margenprofil führt, ohne dass Umsatzwachstum und Markenpräsenz im Handel zu stark leiden.

Digitale Kanäle spielen in dieser Strategie eine wachsende Rolle. Nike investiert in mobile Apps, personalisierte Angebote und Membership-Programme, um Kunden längerfristig zu binden. Funktionen wie exklusive Produktveröffentlichungen, Vorabzugang zu limitierten Editionen und personalisierte Kaufempfehlungen sind darauf ausgelegt, die Zahlungsbereitschaft der Kunden zu erhöhen und gleichzeitig die Retourenquote zu steuern. Je erfolgreicher diese Konzepte sind, desto stärker könnte sich die Bruttomarge von Nike mittelfristig entwickeln.

Allerdings ist das DTC-Geschäft auch mit Investitionen verbunden. Eigene Stores und Logistikstrukturen verursachen Fixkosten, und die Vielzahl an digitalen Initiativen erfordert dauerhaft hohe Technologie- und Marketingbudgets. Kurzfristig können diese Aufwendungen die operative Marge belasten, bevor Skaleneffekte voll greifen. Anleger beobachten deshalb genau, ob Nike eine Balance zwischen Wachstum, Margenverbesserung und Kostenkontrolle findet.

Wettbewerbsumfeld mit Adidas, Puma und weiteren Marken

Nike agiert in einem stark umkämpften Markt, in dem insbesondere Adidas, Puma, New Balance und mehrere aufstrebende Sport- und Lifestylemarken um Marktanteile ringen. Während Nike in Nordamerika eine sehr starke Position hält, ist der Wettbewerb in Europa traditionell intensiver, da dort Adidas und Puma historisch verwurzelt sind. Deutsche Anleger kennen diese Dynamik gut, weil Adidas und Puma selbst wichtige Werte im deutschen und europäischen Aktienmarkt darstellen.

Im Premiumsegment der Sportschuhe konkurrieren die Marken insbesondere über Innovation, Design und Athletenkooperationen. Laufschuhe mit hochtechnologischen Dämpfungs- und Energierückgabesystemen, leichte Materialien und limitierte Editionen sorgen regelmäßig für Aufmerksamkeit. Gleichzeitig dringen neue Anbieter in den Markt, die sich auf einzelne Sportarten oder Nachhaltigkeitskonzepte spezialisiert haben, etwa Marken mit starkem Fokus auf recycelbare Materialien oder faire Produktionsketten.

Im Lifestyle- und Streetwear-Segment verschmelzen Mode und Sport zunehmend. Sneaker werden in vielen Märkten als Modeaccessoire getragen, unabhängig vom sportlichen Einsatz. Nike, Adidas und andere Player bringen daher häufig Kollektionen in Zusammenarbeit mit Modedesignern, Künstlern oder Popkultur-Größen auf den Markt. Diese limitierte Ware erzeugt Medienaufmerksamkeit und kann hohe Margen erzielen, ist aber in der Menge begrenzt und verstärkt zugleich das Risiko wechselnder Modetrends.

Für Nike bleibt es strategisch wichtig, die Balance zwischen Performance-Sport und Lifestyle zu halten. Fokussiert sich die Marke zu stark auf modische Aspekte, könnte die Authentizität im Profisport leiden, während eine zu enge Ausrichtung auf Leistungssport das Potenzial im breiten Lifestyle-Markt begrenzen würde. Dieser Balanceakt ist ein wiederkehrendes Thema in den Geschäftsberichten und öffentlichen Äußerungen des Managements.

ESG-Aspekte und Lieferketten-Themen

In den vergangenen Jahren sind Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG) stärker in den Vordergrund gerückt. Für einen global tätigen Produzenten wie Nike spielen Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen in der Lieferkette eine zentrale Rolle. Investoren und Konsumenten achten zunehmend auf Transparenz, Klimaziele und Maßnahmen gegen Menschenrechtsverletzungen. Entsprechend veröffentlicht Nike regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte, in denen unter anderem CO2-Emissionen, Materialeinsatz und Standards für Zulieferer beschrieben werden.

Historisch gab es immer wieder Kritik an Arbeitsbedingungen bei Zulieferern in Schwellenländern. Nike hat darauf mit Richtlinien und Audits reagiert und betont in Publikationen, Prozesse und Standards kontinuierlich zu verbessern. Anleger mit starkem ESG-Fokus prüfen öffentlich zugängliche Reports und Ratings, um abzuschätzen, ob die gelieferten Fortschrittsberichte mit den eigenen Nachhaltigkeitskriterien vereinbar sind. Im Wettbewerb um Kapital kann eine glaubwürdige ESG-Strategie zunehmend Einfluss auf die Wahrnehmung an den Finanzmärkten gewinnen.

Auch Umweltaspekte sind relevant. Nike arbeitet an der Reduktion von Emissionen entlang der Wertschöpfungskette und setzt vermehrt auf recycelte Materialien und kreislauforientierte Konzepte. Programme zur Wiederverwertung von Schuhen oder Textilien sollen den ökologischen Fußabdruck verringern und zugleich neue Kundensegmente ansprechen, die Wert auf nachhaltige Produkte legen. Diese Initiativen verursachen zwar Kosten, können aber langfristig dazu beitragen, regulatorische Risiken zu verringern und die Marke in umweltbewussten Zielgruppen zu stärken.

Für Anleger ist wichtig, dass viele institutionelle Investoren ESG-Kriterien in ihren Anlageprozessen verankert haben. Unternehmen mit glaubwürdigen und transparenten Nachhaltigkeitsprogrammen können dadurch bei bestimmten Investorengruppen bevorzugt werden. Umgekehrt können negative Schlagzeilen zu Lieferketten- oder Umweltfragen die Wahrnehmung beeinträchtigen und im Extremfall auch regulatorische oder rechtliche Folgen haben.

Warum Nike Inc. für deutsche Anleger relevant ist

Für Anleger in Deutschland ist Nike trotz der Börsennotierung in den USA aus mehreren Gründen interessant. Zum einen zählt der Konzern zu den weltweit größten und bekanntesten Konsumgüterunternehmen und ist Bestandteil wichtiger internationalen Indizes. Damit ist die Aktie häufig in globalen Aktienfonds und ETFs vertreten, die viele deutsche Anleger in ihren Depots halten. Veränderungen bei Nike können daher auch indirekt Auswirkungen auf die Wertentwicklung solcher Fonds haben.

Zum anderen ist Europa ein bedeutender Absatzmarkt für Nike. Der Konzern betreibt in Deutschland zahlreiche Stores und arbeitet mit großen Sport- und Modehändlern zusammen. Trends bei Sportbekleidung und Sneakern, die durch Nike gesetzt werden, beeinflussen damit auch die Umsätze im deutschen Einzelhandel. Für Anleger, die den Sport- und Lifestylemarkt im deutschsprachigen Raum beobachten, ist die Entwicklung von Nike daher ein wichtiger Referenzpunkt.

Hinzu kommt, dass die Nike-Aktie an deutschen Handelsplätzen in Euro gehandelt werden kann. Viele Onlinebroker bieten den Zugang zu US-Werten über Xetra, Tradegate oder gettex an, sodass deutsche Privatanleger die Aktie relativ einfach in ihre Portfolios integrieren können. Dabei sollten sie neben den unternehmensspezifischen Faktoren allerdings stets beachten, dass zusätzlich zum Aktienkurs der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar auf die Gesamtperformance wirkt.

Risiken und offene Fragen

Die zentrale Frage aus Sicht von Investoren lautet derzeit, ob es Nike gelingt, das Gewinnwachstum wieder zu beschleunigen und die Margen nachhaltig zu stabilisieren. Steigende Marketing- und Vertriebsausgaben, eine wettbewerbsintensive Preissituation und die anhaltende Notwendigkeit zu Rabatten im Handel können kurzfristig auf die Profitabilität drücken. Sollten sich Konsumlaune oder Arbeitslosigkeit in wichtigen Märkten verschlechtern, könnte die Nachfrage nach höherpreisigen Sportschuhen und Lifestyle-Produkten ebenfalls beeinträchtigt werden.

Ein weiteres Risiko liegt in der geopolitischen und regulatorischen Lage. Besonders das China-Geschäft ist von politischen und wirtschaftlichen Spannungen zwischen China und dem Westen betroffen. Ein verändertes Konsumverhalten, lokale Markenförderung oder regulatorische Eingriffe könnten die Wachstumsperspektiven von Nike in dieser Region einschränken. Gleichzeitig bleibt auch die Abhängigkeit von Produktionsstandorten in Asien ein Faktor, der bei Lieferkettenstörungen oder steigenden Produktionskosten zu Herausforderungen führen kann.

Schließlich hängt ein Teil des Erfolgs von Nike von Modetrends und dem Markenimage ab. Gelingt es dem Konzern nicht, neue Designs, Kooperationen und Innovationen rechtzeitig zu lancieren, könnten Konsumenten verstärkt zu Wettbewerbern wechseln. Negative Berichterstattung zu Nachhaltigkeit, Arbeitsbedingungen oder gesellschaftlichen Debatten kann das Image ebenfalls beeinflussen. Anleger berücksichtigen daher häufig, wie flexibel und innovationsfähig die Organisation auf Veränderungen in Konsumverhalten und gesellschaftlichen Erwartungen reagiert.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Zu den wichtigsten Katalysatoren für die Nike-Aktie zählen die anstehenden Quartalsberichte, in denen das Management jeweils neue Zahlen und Ausblicke präsentiert. Dabei stehen neben Umsatzentwicklung und Bruttomargen insbesondere die Fortschritte beim Lagerabbau, die Performance in China und die Trends im DTC-Geschäft im Fokus. Zusätzlich können Aussagen des Managements zu Kostendisziplin, Marketingbudgets und Investitionen in digitale Kanäle Einfluss auf die Erwartungen der Anleger haben.

Auch große Sportereignisse sind potenzielle Katalysatoren, weil sie die Nachfrage nach Trikots, Schuhen und Fanartikeln beeinflussen können. Weltmeisterschaften, Olympische Spiele oder große Basketball- und Football-Events bieten die Möglichkeit, Marketingkampagnen aufmerksamkeitsstark zu platzieren. Für Investoren ist dabei relevant, ob solche Events sich in steigenden Umsätzen und Margen niederschlagen oder vor allem als Marketingaufwand zu Buche schlagen.

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Fazit

Nike bleibt eine der global prägenden Marken im Sport- und Lifestylemarkt und verfügt über eine starke Wettbewerbsposition. Der jüngste Quartalsbericht mit moderatem Umsatzwachstum und unter Druck stehenden Margen zeigt jedoch, dass der Konzern sich in einem anspruchsvollen Umfeld behaupten muss. Für Anleger sind insbesondere die Entwicklung der Bruttomargen, die Fortschritte im Direct-to-Consumer-Geschäft und die Performance in China entscheidende Beobachtungspunkte. Deutsche Investoren, die über Fonds oder direkt in internationale Konsumwerte investieren, dürften Nike weiter als wichtigen Indikator für Trends im Sportartikel- und Lifestylemarkt im Blick behalten, ohne dass aus den vorliegenden Informationen eine eindeutige Richtung für die Kursentwicklung abgeleitet werden kann.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente. Dieser Artikel wurde dank AI Unterstützung so ausführlich und informativ erstellt

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