Nike, Aktie

Nike Aktie: Interner Frust eskaliert

02.04.2026 - 22:20:18 | boerse-global.de

Nike senkt Umsatzprognose drastisch, während interne Tonaufnahmen eines genervten CEOs und mehrere Banken-Herabstufungen das Vertrauen erschüttern.

Nike Aktie: Interner Frust eskaliert - Foto: über boerse-global.de

Eigentlich hatte der Sportartikelhersteller im abgelaufenen Quartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Ein düsterer Ausblick und durchgesickerte Tonaufnahmen eines sichtlich genervten CEOs zeichnen jedoch ein völlig anderes Bild. Die erhoffte Wende bleibt aus. Stattdessen offenbart sich eine handfeste Krise, die das Vertrauen der Großbanken massiv erschüttert.

Prognose überschattet Quartalszahlen

Der jüngste Kursrutsch auf ein neues 52-Wochen-Tief von 38,08 Euro unterstreicht die Nervosität der Anleger. Seit Jahresbeginn hat das Papier damit fast 30 Prozent an Wert verloren. Auslöser für diesen Ausverkauf waren nicht die Ergebnisse des abgelaufenen Quartals, denn diese fielen mit einem Gewinn von 35 Cent pro Aktie sogar besser aus als erwartet.

Verantwortlich ist die drastisch gesenkte Prognose. Für das laufende vierte Geschäftsquartal rechnet das Management nun mit einem Umsatzrückgang von zwei bis vier Prozent. Analysten waren zuvor von einem Wachstum ausgegangen. Ein wesentlicher Bremsklotz bleibt das einst so lukrative China-Geschäft. Hier erwartet der Konzern im vierten Quartal einen Umsatzeinbruch von rund 20 Prozent, da lokale Konsumenten zunehmend heimische Marken bevorzugen. Eine Erholung in dieser Region plant das Unternehmen erst für das Jahr 2027 ein.

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Ehrliche Worte und flüchtende Banken

Hinter den Kulissen hinterlässt die angespannte Lage deutliche Spuren. In einer internen Mitarbeiterversammlung äußerte sich CEO Elliott Hill ungewohnt offen. Laut durchgesickerten Aufnahmen erklärte er, er sei es leid, ständig über die Sanierung des Geschäfts sprechen zu müssen. Finanzchef Matt Friend pflichtete ihm bei und betonte, dass sich das Unternehmen schlichtweg nicht in die richtige Richtung bewege.

Diese Kombination aus schwacher Prognose und internen Spannungen veranlasste gleich drei große Wall-Street-Adressen zu einer schnellen Neubewertung:

  • Goldman Sachs: Abstufung auf "Neutral", Kursziel von 76 auf 52 US-Dollar gesenkt.
  • JPMorgan: Herabstufung des Ratings von "Overweight" auf "Neutral".
  • Bank of America: Warnung vor anhaltend negativen Umsätzen bis ins dritte Quartal 2027.

Ein kleiner Lichtblick bleibt der nordamerikanische Markt, wo die Umsätze zuletzt um drei Prozent zulegten. Insbesondere die Strategie, den Großhandel wieder stärker einzubinden, zeigte mit einem Plus von fünf Prozent erste Erfolge. Die nächste Bestandsaufnahme für diese regionalen Fortschritte und die globale Entwicklung folgt am 24. Juni 2026 mit der Vorlage des nächsten Quartalsberichts.

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