NIJOV, Trading

NIJOV Trading & Real Estate meldet Insolvenz an

07.01.2026 - 21:53:12

Das Handelsgericht Wien eröffnete Verfahren gegen zwei Unternehmen. Die Fälle setzen eine Serie von Pleiten fort und bestätigen die angespannte Lage am Standort Wien.

Wien startet mit einer neuen Insolvenzwelle ins Jahr 2026. Am Mittwoch eröffnete das Handelsgericht Wien die Verfahren gegen die NIJOV Trading & Real Estate GmbH aus Hernals und die IDM Interior Design Macura e.U. aus Ottakring. Besonders der Fall NIJOV unterstreicht die anhaltende Krise im Immobiliensektor.

Immobilien- und Dienstleistungsbranche im Fokus

Die Insolvenz der NIJOV Trading & Real Estate GmbH zeigt deutlich: Die Volatilität auf dem Wiener Immobilienmarkt hält an. Parallel traf es mit der IDM Interior Design Macura e.U. ein Einzelunternehmen aus dem wohnnahen Dienstleistungsbereich. Beide Fälle verdeutlichen den finanziellen Druck, unter dem viele Betriebe zu Jahresbeginn stehen.

Die genauen Schuldenhöhen und die Zahl der betroffenen Gläubiger werden nun von den Insolvenzverwaltern geprüft. Für Gläubiger beginnt damit das Rennen gegen die Zeit, um ihre Forderungen anzumelden.

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Bereits vier Pleiten in der ersten Woche

Die heutigen Verfahren sind keine Einzelfälle. Sie setzen eine Serie fort, die bereits in der ersten Januarwoche begann:
* 5. Januar: Konkurs der SOFINEX GmbH in Wien-Floridsdorf.
* 2. Januar: Doppelschlag mit der Kontas GmbH (Innenstadt) und der Da Vinci Waldgarten GmbH (Meidling).

Diese Häufung bestätigt die düsteren Prognosen der Gläubigerschutzverbände für das erste Quartal. Schon Ende Dezember 2025 sorgte die Insolvenz der Masek Genuss GmbH, Betreiberin des Traditionslokals “Wambacher”, für Schlagzeilen.

Warum Wien zum Insolvenz-Hotspot wird

Statistisch ist Wien seit Jahren der Brennpunkt der österreichischen Unternehmenspleiten. Rund ein Drittel aller Fälle entfällt auf die Bundeshauptstadt. Ein alarmierender Trend: Viele Verfahren werden mangels Masse gar nicht erst eröffnet. Das bedeutet, die Firmen sind bei der Anmeldung bereits komplett ausgeblutet – eine Rückzahlung für Gläubiger ist dann oft unmöglich.

Experten sehen die Ursachen in einer toxischen Mischung:
* Explodierende Betriebskosten
* Eine verunsicherte Konsumstimmung
* Nach wie vor hohe Finanzierungskosten, die besonders die Immobilienbranche treffen

Was kommt auf Gläubiger zu?

Für die heute eröffneten Verfahren laufen die Anmeldefristen in der Regel bis März 2026. In dieser Zeit entscheidet sich, ob Sanierungen möglich sind oder die Unternehmen zerschlagen werden.

Marktbeobachter erwarten keine schnelle Besserung. Die Insolvenz der NIJOV Trading & Real Estate GmbH könnte nur der Vorbote für ein turbulentes Frühjahr am Handelsgericht Wien sein. Die Branche bleibt im Krisenmodus.

@ boerse-global.de