Niederösterreich, Wirtschaftsstrategie

Niederösterreich startet Wirtschaftsstrategie 2030+ mit Innovationsmilliarde

05.04.2026 - 14:50:35 | boerse-global.de

Niederösterreich startet seine Wirtschaftsstrategie mit Fokus auf Produktivität, einer Milliarde Euro für Innovation und Bürokratieabbau. Erste Förderprogramme für KMU beginnen im April.

Niederösterreich startet Wirtschaftsstrategie 2030+ mit Innovationsmilliarde - Foto: über boerse-global.de

Niederösterreich setzt seine neue Wirtschaftsstrategie 2030+ jetzt um. Im Fokus stehen eine massive Produktivitätssteigerung, eine Milliarde Euro für Innovation und der Abbau von Bürokratie. Den Auftakt macht das Förderprogramm „PROTO-TYPISCH NÖ“ für KMU, das in wenigen Tagen startet.

Digitale Transformation als Produktivitätstreiber

Das Land setzt auf Digitalisierung als zentralen Hebel. Ein Schlüsselprogramm ist „digi Kickstart Handwerk“, das im Mai startet. Es soll Handwerksbetrieben den Einstieg in KI und digitale Prozesse erlehtern. Unterstützung bieten Workshops mit den Technologie- und InnovationsPartnern der Wirtschaftskammer.

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Das „Haus der Digitalisierung“ in Tulln wird zur strategischen Drehscheibe ausgebaut. Es soll die Vernetzung zwischen Forschung und Wirtschaft vorantreiben. Zudem plant das Land, die „Digitalks on Tour“ auszuweiten, um Technologietrends direkt in die Regionen zu bringen.

Innovationsmilliarde soll Forscherzahl verdoppeln

Ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2030 soll die Zahl der Forschungsmitarbeiter in Unternehmen auf über 10.000 steigen. Dafür investiert das Land in die Technopole in Krems, Tulln, Wiener Neustadt und Wieselburg. Diese sollen Impulse in Schlüsseltechnologien wie Kreislaufwirtschaft setzen.

Das erste konkrete Förderprogramm „PROTO-TYPISCH NÖ“ startet am 15. April. Mit einem Budget von einer Million Euro unterstützt es KMU und Industriebetriebe bei der Entwicklung marktfähiger Prototypen. Die Förderquote liegt bei 25 Prozent für Projekte zwischen 20.000 und 200.000 Euro. Ein besonderer Fokus liegt auf Nischen wie der Luft- und Raumfahrt.

Bürokratieabbau und klimafitte Standorte

Die Strategie sieht eine umfassende Entbürokratisierung vor. Ein neu eingerichteter Service ermöglicht es Wirtschaftskammer-Mitgliedern, Hürden direkt zu melden. Ziel ist es, Verfahren deutlich zu beschleunigen.

Parallel dazu begleitet die Wirtschaftsagentur ecoplus Unternehmen bei der ökologischen Nachhaltigkeit. Das reicht von energetischer Gebäudeoptimierung bis zum effizienten Management von Betriebsgebieten. Attraktive Rahmenbedingungen sollen den industriellen Kern des Landes stärken.

Strategie startet in Phase der Erholung

Die Umsetzung der Strategie fällt in eine phase vorsichtiger konjunktureller Erholung. Für 2026 prognostizieren Forscher ein Wachstum von rund 1,2 Prozent für Niederösterreich. Die Herausforderungen bleiben jedoch groß: Hohe Lohnstückkosten und volatile Energiepreise belasten die Betriebe.

Experten betonen, dass Produktivitätssteigerungen der einzige Weg sind, um den Wohlstand langfristig abzusichern. Nach dem Start der ersten Programme wird die Landesregierung den Fortschritt kontinuierlich evaluieren. Die enge Verzahnung mit der Bundesstrategie soll Synergien nutzbar machen.

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