Nexus, Uranium

Nexus Uranium Aktie: Entscheidung bis 24. Mai

24.05.2026 - 11:17:35 | boerse-global.de

Nexus Uranium wartet auf Genehmigung für Chord-Projekt in South Dakota. Der Aktienkurs fällt trotz positiver Uranmarkt-Entwicklung.

Nexus Uranium Aktie: Entscheidung bis 24. Mai - Foto: über boerse-global.de
Nexus Uranium Aktie: Entscheidung bis 24. Mai - Foto: über boerse-global.de

Nexus Uranium geht in eine heikle Woche. Die Regulierungsanhörung zum Chord-Projekt ist abgeschlossen, eine formelle Entscheidung steht aber noch aus. Für das Unternehmen geht es nicht nur um Papierarbeit. Ohne grünes Licht aus South Dakota wackelt der geplante Start des ersten Bohrprogramms im Sommer.

Chord-Genehmigung rückt näher

Die Anhörung vor dem South Dakota Board of Minerals and Environment lief in der vergangenen Woche im Mueller Civic Center in Hot Springs. Bis Sonntag, 24. Mai, hatte Nexus keinen offiziellen Ausgang gemeldet. Der Termin ist der letzte staatliche Schritt im Genehmigungsprozess für Chord.

Genehmigt das Board den Antrag, müssen die Permits nach Landesrecht binnen 30 Tagen erteilt werden. Genau deshalb ist der Zeitplan so eng.

Der Antrag sieht bis zu 38 Explorationsbohrungen vor. Die maximale Tiefe liegt bei 700 Fuß, gebohrt werden soll per Reverse Circulation. Neue Straßen will Nexus dafür nicht bauen. Nexus bezeichnet das erste Bohrprogramm als vollständig finanziert und peilt den Start im Sommer 2026 an.

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Der Firmenfahrplan nennt einen Drill Permit Award im Juni 2026. Das passt nur, wenn die Behörde zügig entscheidet. Jede Verzögerung verkürzt das Fenster für Arbeiten in der laufenden Sommersaison.

ISR-Erfahrung vor der Entscheidung

Zur Vorbereitung hat Nexus Mark Hollenbeck, P.E., in den Beraterkreis geholt. Er bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung in Engineering, Rohstoffprojekten und öffentlicher Regulierung mit. Sein Kernfeld ist In-Situ-Recovery, also die Gewinnung von Uran über Lösungen im Untergrund.

Über ein Jahrzehnt lang leitete Hollenbeck das Dewey-Burdock-Uranprojekt in South Dakota für enCore Energy. Dort steuerte er Genehmigungen bei der Nuclear Regulatory Commission und der Environmental Protection Agency. Für Nexus ist diese Erfahrung relevant, weil Chord in direkter Nachbarschaft zu einem ISR-Projekt liegt.

Chord liegt rund sieben Meilen nördlich von Edgemont in Fall River County und rund drei Meilen südöstlich von Dewey-Burdock. Die Nähe macht das Projekt für Nexus strategisch interessant.

Aktie fällt trotz Uran-Rückenwind

Am Freitag schloss die Aktie in Frankfurt bei 0,45 Euro, nach einem Tagesverlust von 7,96 Prozent. In nur sieben Tagen summiert sich das Minus auf 22,77 Prozent.

Der Druck ist also real. Kein Wunder, dass der Markt auf klare Signale aus South Dakota wartet.

Seit Jahresanfang steht ein Verlust von 63,48 Prozent zu Buche; der Kurs liegt 75,36 Prozent unter dem Jahreshoch. Damit ist viel Enttäuschung bereits im Kurs sichtbar, aber noch kein Projekterfolg eingepreist.

Der Uranmarkt liefert derweil weiter Rückenwind. Uran handelte am Freitag bei 84,70 Dollar je Pfund. Gegenüber dem Vorjahr liegt der Preis noch 18,38 Prozent höher, auch wenn der Markt zuletzt etwas nachgab.

Der strukturelle Treiber bleibt das knappe Angebot. Der jährliche Fehlbetrag liegt bei etwa 50 Millionen Pfund, während die Nachfrage bis 2030 um 28 Prozent steigen soll. Stromhungrige KI-Rechenzentren erhöhen den Druck auf gesicherte Energiequellen zusätzlich.

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Auf längere Sicht steht sogar eine Verdopplung der Nachfrage bis 2040 im Raum. Neue Uranprojekte brauchen oft 10 bis 20 Jahre bis zur Produktion. Genau hier liegt der Reiz kleiner Entwickler, aber auch ihr Risiko.

Politisch bekommt der Sektor zusätzliche Unterstützung. Der „One Big Beautiful Bill Act“ von 2025 erhält und erweitert Steuergutschriften für Kernenergie. Neue Nuklearprojekte erhalten zudem längere Baufristen bis 2033.

Auch die CME Group könnte den Markt verändern. Ihr geplanter physisch erfüllter Uran-Future würde dem Rohstoff mehr Sichtbarkeit geben. Für Entwickler wie Nexus zählt am Ende aber zuerst die Projektarbeit vor Ort.

In der neuen Woche richtet sich alles auf die offizielle Entscheidung zu Chord. Eine Genehmigung würde den Juni-Fahrplan stützen und die Permit-Erteilung binnen 30 Tagen anstoßen. Ein später Beschluss macht das Startfenster für das voll finanzierte Sommerprogramm enger.

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