NextSource Materials Aktie: 8 Prozent Minus trotz BGR-Anerkennung
10.06.2026 - 21:24:56 | boerse-global.de
Madagaskars Graphit rückt in das Visier der deutschen Industrie. NextSource Materials betreibt dort die Molo-Mine, die nun offiziell als strategische Quelle für kritische Mineralien bewertet wird. Während das politische Interesse zunimmt, kämpft die Aktie an der Börse mit kurzfristigem Gegenwind.
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) untersuchte den Standort im Mai vor Ort. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit finanzierte diese Studie. Ziel ist die Bewertung der Graphitproduktion für deutsche Industriezweige. Die Molo-Mine dient dabei als Referenzobjekt für die Versorgung mit Anodenmaterial.
Parallel dazu bestehen bereits feste Verbindungen zur deutschen Wirtschaft. Thyssenkrupp Materials Trading sicherte sich über einen mehrjährigen Vertrag den Zugriff auf das Graphitkonzentrat des Unternehmens. Die Partner vermarkten das Material unter dem Markennamen SuperFlake.
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Ausbau zur integrierten Lieferkette
NextSource Materials plant die Entwicklung zum voll integrierten Anbieter für Batteriematerialien. Im Mai fiel die endgültige Investitionsentscheidung für eine Verarbeitungsanlage in Abu Dhabi. Dort soll Graphitkonzentrat in veredeltes Material für Lithium-Ionen-Batterien transformiert werden. Das Ziel ist die Produktion von beschichtetem, kugelförmigem Graphit für die Elektroauto-Industrie.
In Madagaskar passt das Management derweil die Strategie an. Die laufende Produktion der ersten Phase wurde auf einen Kampagnen-Betrieb umgestellt. Dieser Schritt schont das Kapital. Die freien Mittel fließen vorrangig in die deutlich größere zweite Ausbauphase der Mine. Eine aktualisierte Machbarkeitsstudie für diese Erweiterung soll in den kommenden Monaten vorliegen.
Kursrutsch trotz langfristigem Plus
An der Börse spiegelt sich das strategische Interesse aktuell nicht wider. Die Aktie verlor heute rund acht Prozent auf 0,20 Euro. Damit setzt sich die schwache Tendenz der letzten vier Wochen fort. Auf Sicht von zwölf Monaten verbuchen Anleger dennoch ein Plus von 41 Prozent.
Die Finanzierung der geplanten Anlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten bleibt ein zentraler Faktor für die kommenden Monate. Im Fokus steht dabei der Abschluss externer Kapitalzusagen. Parallel dazu entscheidet der Fortschritt bei der Erweiterung in Madagaskar über die künftige Skalierbarkeit des Geschäftsmodells.
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