NexPhone, Smartphone

NexPhone: Ein Smartphone mit drei Betriebssystemen

28.01.2026 - 13:00:12

Der Traum vom All-in-One-Gerät rückt näher: Das NexPhone soll Smartphone, Laptop und Desktop-PC ersetzen. Der Hersteller verspricht Android, Linux und Windows auf einem Gerät.

Nex Computer hat mit dem NexPhone ein Smartphone vorgestellt, das gleichzeitig drei Betriebssysteme nativ ausführen kann. Das Gerät soll den jahrealten Traum der Tech-Branche von der Gerätekonvergenz wiederbeleben – ein Konzept, an dem Giganten wie Microsoft und Samsung seit über einem Jahrzehnt scheitern.

Der Kern des NexPhone ist seine Fähigkeit, in drei verschiedene Betriebssysteme zu booten. Als Standard-Smartphone nutzt es Android 16. Wird es jedoch an einen externen Monitor oder ein Lapdock angeschlossen, entfaltet es sein volles Potenzial.

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Anders als bisherige Lösungen wie Samsungs DeX, die nur eine Desktop-Oberfläche auf Android bieten, verspricht Nex Computer native Ausführung. Nutzer können in einen containerisierten Debian Linux-Modus wechseln oder das Gerät in eine vollständige Windows 11 on Arm-Partition neu starten.

„Damit adressiert Nex Computer die größte Schwäche früherer Konvergenz-Versuche: die Software-Kompatibilität“, erklärt ein Branchenbeobachter. Durch native Windows- und Linux-Umgebungen soll das Gerät die Grenzen mobiler Ökosysteme für Produktivitätsaufgaben überwinden.

Hardware: Robust statt High-End

Um diese Architektur zu stemmen, setzt Nex Computer auf den Qualcomm QCM6490. Dieser Industrie-Prozessor bietet laut Hersteller Langzeit-Support bis 2036 und spezielle Kompatibilität mit verschiedenen Betriebssystem-Kernen.

Die technischen Daten im Überblick:
* Prozessor: Qualcomm QCM6490 (Industrie-Klasse)
* Arbeitsspeicher: 12 GB RAM
* Speicher: 256 GB intern (erweiterbar per microSD)
* Display: 6,58 Zoll FHD+ LCD, 120 Hz
* Akku: 5.000 mAh mit 18-Watt-Ladung
* Kamera: 64 MP Hauptsensor, 13 MP Ultraweitwinkel
* Anschlüsse: 5G, Wi-Fi 6E, USB-C mit Videoausgang
* Robustheit: IP68 und MIL-STD-810H zertifiziert

Die Wahl von LCD-Display und Mittelklasse-Chip zeigt: Hier steht Langlebigkeit und Nutzwert im Vordergrund. Mit microSD-Slot und Militärstandard richtet sich das Gerät eher an Entwickler und Fachleute im Außendienst als an Mainstream-Nutzer.

Software: Drei Welten in einem Gerät

Die Software-Architektur ist das eigentliche Alleinstellungsmerkmal:

  1. Android 16 als Standard-Betriebssystem für den mobilen Alltag
  2. Debian Linux als Desktop-Umgebung im Container oder nach Neustart
  3. Windows 11 on Arm als vollwertige PC-Plattform mit x86-Emulation

Ein Nutzer könnte so morgens im Zug Anrufe auf Android entgegennehmen, nachmittags im Café Linux-Code schreiben und abends im Hotel Windows-Software nutzen – alles mit einem einzigen Gerät.

Marktchancen: Nische mit Potenzial

Die Konvergenz-Idee hat eine lange Geschichte des Scheiterns. Microsofts Continuum und Canonicals Ubuntu Edge blieben wegen Hardware-Limits und mangelnder Software-Unterstützung erfolglos.

Aktuelle Lösungen wie Samsungs DeX sind zwar ausgereift, bleiben aber im Android-Ökosystem gefangen. Das NexPhone zielt mit seinem nativen Windows- und Linux-Support gezielt auf Power-User, IT-Profis und Vielflieger – also jene, die Desktop-Software benötigen, aber möglichst wenig Geräte mitführen wollen.

Der Preis könnte ein entscheidender Faktor sein: Mit 549 US-Dollar (etwa 500 Euro) im Vorverkauf liegt das NexPhone deutlich unter Premium-Smartphones. Damit könnte es als technisches „Schweizer Taschenmesser“ auch für Enthusiasten attraktiv sein, selbst wenn es nicht zum Hauptgerät wird.

Ausblick: Ambitionierte Pläne für 2026

Nex Computer nimmt bereits Reservierungen mit 199 US-Dollar Anzahlung entgegen. Die Auslieferung ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

Die größte Herausforderung wird die Software-Stabilität: Kann das komplexe Triple-Boot-System halten? Wie performant läuft Windows 11 auf dem QCM6490-Chip?

Gelingt der Wurf, könnte das NexPhone die längst abgeschriebene Konvergenz-Vision doch noch zum Leben erwecken. In einer Zeit zunehmend homogener Smartphones wäre das eine Rückkehr zur Hardware-Vielfalt. Die Branche beobachtet die Entwicklung mit vorsichtigem Optimismus.

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