News Corp (Class B): Was die Medien-Aktie jetzt für DACH-Anleger spannend macht
27.02.2026 - 01:43:12 | ad-hoc-news.deBottom Line zuerst: Die News-Corp-Aktie (Class B) rückt wieder stärker in den Fokus, weil der Konzern im laufenden Geschäftsjahr Umsatz und Profitabilität steigern konnte und vom Werbemarkt sowie digitalem Abogeschäft profitiert. Für Anleger im deutschen Sprachraum ist entscheidend: Wie attraktiv ist die Bewertung im Vergleich zu DAX- und Medienwerten aus Europa, und wie einfach ist der Zugang über heimische Broker?
Was Sie jetzt wissen müssen: News Corp (Class B) ist ein globaler Medien- und Informationskonzern mit starker Präsenz in den USA, Großbritannien und Australien. Die Aktie ist auch für Privatanleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz problemlos handelbar, etwa über Xetra-Nebenwerte, Tradegate und gängige Neobroker mit US-Zugang.
News Corp Class B (ISIN US65249B2088) notiert an der Nasdaq bzw. NYSE in US-Dollar und profitiert von mehreren Trends: steigende digitale Aboeinnahmen, robustes Immobilien-Portalgeschäft (REA Group, Move), sowie eine Kostenkontrolle im klassischen Printsegment. Die jüngsten Quartalszahlen fielen besser aus als viele Analysten erwartet hatten, gleichzeitig bleibt die Bewertung im Vergleich zu großen US-Tech-Werten moderat.
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Analyse: Die Hintergründe
News Corp ist in Europa weniger sichtbar als Konzerne wie Bertelsmann oder Axel Springer, spielt aber global in einer anderen Liga: Zum Portfolio gehören unter anderem das Wall Street Journal, Dow Jones, Times und Sunday Times, sowie starke Digitalplattformen im Immobilienbereich. Für Anleger im DACH-Raum ist das interessant, weil der Konzern in hochmargigen B2B- und Abo-Geschäften aktiv ist, die weniger konjunkturanfällig sind als klassische Anzeigenblätter.
Die aktuelle Marktlage ist geprägt von zwei Entwicklungen: Zum einen verschieben sich Werbebudgets weiter ins Digitale, zum anderen wächst die Zahlungsbereitschaft für hochwertige Wirtschafts- und Finanzinformationen. News Corp profitiert davon mit steigenden digitalen Abos beim Wall Street Journal und anderen Titeln. Im letzten berichteten Quartal meldete der Konzern erneut ein Umsatzplus im Segment Dow Jones und eine überproportionale Ergebnisverbesserung dank höherer Margen im Daten- und Informationsgeschäft.
Wichtig für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Die Aktie ist trotz solider operativer Entwicklung im Kursverlauf weit weniger gehypt als US-Technologiewerte und wird häufig mit einem Bewertungsabschlag im Vergleich zu Summe-der-Teile-Analysen gehandelt. Viele Analysten argumentieren seit Längerem, dass allein der Wert der Beteiligungen an Immobilienportalen und dem Dow-Jones-Geschäft einen Großteil der aktuellen Marktkapitalisierung rechtfertigen könnte.
US-Medienriese mit Relevanz für DACH-Investoren
Auf den ersten Blick scheint News Corp für Privatanleger im deutschsprachigen Raum weit weg. Doch wer sein Depot breiter aufstellen will und bereits deutsche Medienwerte wie ProSiebenSat.1, RTL Group oder die auf dem deutschen Markt aktiven Springer-Anleihen bzw. Private-Equity-Vehikel im Blick hat, sollte News Corp als internationalen Vergleichsfall kennen.
Anders als klassische TV-Werbeabhängige fokussiert sich News Corp zunehmend auf:
- Bezahlte digitale Inhalte und Abonnements
- Finanz- und Wirtschaftsdaten (Dow Jones, Factiva etc.)
- Plattform-Geschäft im Immobilienbereich (REA Group, Move)
- Lizenz- und Vertriebsrechte im Buchverlagssegment (HarperCollins)
Für Anleger in der DACH-Region, wo die Diskussion um Medienvielfalt, Finanzierung von Qualitätsjournalismus und digitale Geschäftsmodelle politisch und gesellschaftlich sehr präsent ist, bietet News Corp damit ein relativ diversifiziertes Exposure in ein globales Medienökosystem, das sich klar von der Struktur der meisten DAX- und MDAX-Titel unterscheidet.
Wechselkurs, Handelbarkeit und Regulierung aus DACH-Sicht
Wer aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz investiert, muss drei Faktoren im Blick behalten: Wechselkursrisiko, Handelskosten und steuerliche Behandlung.
- Wechselkurs: Die Aktie notiert in US-Dollar. Damit hängt die Euro- oder Frankenrendite auch von der Entwicklung des EUR/USD- bzw. CHF/USD-Kurses ab. In Phasen eines schwächeren Euro können Kursgewinne in Dollar beim Umrechnen sogar verstärkt werden, umgekehrt gilt das Risiko im Falle einer Euro-Aufwertung.
- Handelbarkeit: Die meisten großen deutschen und österreichischen Direktbanken sowie Neobroker wie Trade Republic, Scalable, Smartbroker oder Banken wie Comdirect, Consorsbank und DKB bieten US-Börsenhandel an. In der Schweiz ist News Corp über Anbieter wie Swissquote oder die meisten Hausbanken mit US-Zugang ebenfalls handelbar.
- Steuern: Dividendenerträge aus den USA unterliegen in der Regel einer Quellensteuer, die durch das Doppelbesteuerungsabkommen begrenzt und teilweise auf die hiesige Abgeltungsteuer anrechenbar ist. Anleger sollten das W-8BEN-Formular bei ihrer Bank sauber hinterlegen, um nicht unnötig hohe Quellensteuern zu zahlen.
Geschäftszahlen und Bewertung: Wo steht News Corp aktuell?
Die jüngsten Quartalszahlen, die in den vergangenen Wochen von Finanzportalen wie Bloomberg, Reuters, MarketWatch und finanzen.net aufgegriffen wurden, zeigen ein Bild solider bis leicht besser als erwarteter Entwicklungen. Umsatz und bereinigtes Ergebnis legten insgesamt zu, getrieben von:
- Wachstum im Segment Dow Jones (insbesondere digitale B2B-Daten und professionelle Informationsdienste)
- soliden Abozahlen beim Wall Street Journal
- Aufschwungstendenzen im Immobilienportalgeschäft
- Fortgesetzter Kostenkontrolle im Print- und Buchsegment
Die Marge im Kerngeschäft wurde durch Kostendisziplin und höhere digitale Erlöse verbessert. Analysten heben häufig hervor, dass News Corp im Gegensatz zu vielen rein werbefinanzierten Medienhäusern einen größeren Anteil wiederkehrender Einnahmen hat. Dies macht den Cashflow planbarer und aus Investorensicht attraktiver.
Im Bewertungskontext wird News Corp oft mit einem Konglomeratsabschlag gehandelt. Sum-of-the-Parts-Analysen, die insbesondere von US-Investmentbanken zitiert werden, zeigen regelmäßig, dass der Marktwert der einzelnen Sparten in Summe über der aktuellen Börsenbewertung liegen könnte. Für Value-orientierte Anleger aus der DACH-Region ist das ein Argument, News Corp als potenziellen Nachzügler im Medien- und Datenbereich in die Watchlist aufzunehmen.
Wie passt News Corp in ein DACH-Depot?
Für viele private Anleger im deutschen Sprachraum besteht das Kerndepot aus DAX-Standardwerten, ETFs auf den MSCI World oder Stoxx Europe 600 und vielleicht einigen US-Tech-Titeln wie Apple, Microsoft oder Alphabet. Medien- und Datenwerte sind häufig unterrepräsentiert, obwohl sie von langfristigen Trends wie Digitalisierung, Datenökonomie und wachsender Zahlungsbereitschaft für Informationen profitieren.
News Corp kann in einem solchen Portfolio zwei Rollen spielen:
- Satellitenposition: Ergänzung zu breiten Indizes, um speziell vom Wachstum in Paid Content, Finanzdaten und Immobilienportalen zu profitieren.
- Value- und Rebound-Story: Für Anleger, die auf eine Auflösung des Bewertungsabschlags setzen oder auf mögliche strategische Schritte wie Spin-offs, Teilverkäufe oder stärkere Kapitalrückführung an Aktionäre spekulieren.
Im Vergleich zu deutschen Medienwerten wie ProSiebenSat.1 oder RTL Group ist News Corp weniger vom klassischen TV-Werbegeschäft abhängig und stärker in strukturell wachsenden Märkten unterwegs. Risikoseitig müssen Anleger aber berücksichtigen, dass News Corp in politisch sensiblen Medienmärkten unterwegs ist und Reputations- sowie Regulierungsrisiken immer wieder eine Rolle spielen können.
Risiken, die DACH-Anleger nicht unterschätzen sollten
Auch wenn die fundamentale Entwicklung solide ist, ist News Corp kein Selbstläufer. Entscheidend sind aus Sicht deutschsprachiger Anleger vor allem folgende Risikofaktoren:
- Währungsrisiko: Starke Bewegungen im Wechselkurs können Gewinne schmälern oder Verluste vergrößern.
- Regulatorische Risiken: Medienkonzerne stehen in vielen Ländern im Fokus der Politik, sei es wegen Meinungsmacht, Datenschutz oder Wettbewerbsfragen. Strengere Regeln könnten Geschäftsmodelle belasten.
- Zyklische Werbemärkte: Auch wenn der Anteil wiederkehrender Aboeinnahmen steigt, bleibt das Werbegeschäft gerade in konjunkturellen Schwächephasen anfällig.
- Konglomeratsstruktur: Die Streuung über verschiedene Sparten kann zwar Risiken mindern, erschwert aber für den Markt eine klare Bewertung. Solange keine klaren Kapitalmarktmaßnahmen angekündigt sind, könnte der Bewertungsabschlag bestehen bleiben.
Social Media und Retail-Stimmung: Was diskutieren Trader?
Ein Blick in soziale Netzwerke wie Reddit, X (Twitter) und YouTube zeigt, dass News Corp (Class B) aktuell kein gehypter Meme-Stock ist. Stattdessen wird die Aktie in englischsprachigen Value- und Dividendengemeinschaften eher als ruhiger, cashflow-starker Medienwert gesehen. Für deutschsprachige Anleger bedeutet das: wenig Hype, aber auch weniger extremes Sentimentrisiko.
Während deutsche Foren und Communities meist große US-Techs, Halbleiterwerte oder heimische Mid Caps diskutieren, taucht News Corp eher in Kontexten auf, in denen Anleger gezielt nach Unterbewertungen in weniger beachteten Sektoren suchen. Positiv hervorgehoben werden vor allem die Beteiligungen im Immobilienportalbereich und das vergleichsweise defensive Profil des Informationsgeschäfts.
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Das sagen die Profis (Kursziele)
Aktuelle Analystenkommentare großer Häuser wie Goldman Sachs, Morgan Stanley oder JPMorgan ordnen News Corp überwiegend im Bereich "Buy" bzw. "Overweight" ein, wobei einzelne Häuser auch neutrale Ratings mit Kurszielen leicht über dem aktuellen Niveau vergeben. Wichtig: Konkrete Kursziele und Einstufungen ändern sich häufig; Anleger sollten deshalb immer die jüngsten Research-Updates auf seriösen Finanzportalen wie Bloomberg, Reuters, MarketWatch, Yahoo Finance oder finanzen.net prüfen.
Die Tendenz der letzten Monate:
- Mehrere Analysten haben ihre Kursziele nach oben angepasst, nachdem News Corp besser als erwartete Ergebnisse und Fortschritte im digitalen Geschäft meldete.
- Das durchschnittliche Kursziel liegt laut gängigen Konsensübersichten moderat über dem aktuellen Kurs, was auf ein begrenztes, aber positives Aufwärtspotenzial hindeutet.
- Die Bewertung wird oft mit einem Abschlag zu reinen Daten- oder Plattformunternehmen kommentiert, was Spielraum für Neu-Bewertungen bei weiteren Portfolio-Optimierungen lassen könnte.
Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist dabei entscheidend, die Analystenmeinungen nicht isoliert zu sehen, sondern im Kontext des eigenen Portfolios: Passt ein US-Medien- und Datenkonglomerat zur eigenen Risiko- und Währungsstruktur? Und ist man bereit, eine weniger beachtete Aktie mit potenziellem Bewertungsabschlag strategisch über mehrere Jahre zu halten?
Praktische Schritte für DACH-Anleger
Wer nach dieser Analyse einen genaueren Blick auf News Corp (Class B) werfen will, kann strukturiert vorgehen:
- Im eigenen Broker prüfen, ob US-Aktienhandel freigeschaltet ist und welche Handelsplätze (NYSE/Nasdaq, Tradegate etc.) angeboten werden.
- Kursverlauf, Bewertung und Analystenkonsens auf Portalen wie finanzen.net, onvista, justETF (für Vergleich mit Medien-ETFs) und internationalen Quellen wie Bloomberg und Reuters vergleichen.
- Die eigene Portfoliostruktur analysieren: Wie hoch ist bereits der US-Anteil? Welche Branchen sind dominant, und wäre ein Medien- und Datenwert eine sinnvolle Ergänzung?
- Bewusst entscheiden, ob man auf Dividenden, moderates Wachstum oder eine mögliche Neubewertung durch Portfolio-Maßnahmen von News Corp setzen möchte.
Fazit für DACH-Anleger: News Corp (Class B) ist kein spektakulärer Hype-Titel, sondern eher ein fundamental getriebener Medien- und Datenwert mit solider Cashflow-Basis, digitalem Wachstumsprofil und Bewertungsfantasie. Wer über die großen Tech-Namen hinaus nach stabilen, aber unter dem Radar fliegenden US-Titeln sucht, kann die Aktie als interessante Beimischung prüfen, sollte sich aber der Währungs- und Regulierungsrisiken bewusst sein.
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