News Corp (Class A), US65249B1098

News Corp (Class A): Wie die A-Aktien den Umbau des Medienkonzerns spiegeln

21.01.2026 - 14:09:04

News Corp (Class A) steht für den liquiden, börsennotierten Teil des Murdoch-Imperiums. Was investieren Anleger hier genau – und wie schlägt sich die Aktie im Vergleich zur Konkurrenz?

News Corp (Class A): Was Anleger mit dieser Aktie eigentlich kaufen

Hinter dem Namen News Corp (Class A) verbirgt sich weit mehr als nur ein Tickersymbol an der Nasdaq. Die A-Aktien des US-Medienkonzerns stehen für ein Portfolio aus internationalen Nachrichten-, Daten- und Immobilienplattformen, das sich in den vergangenen Jahren radikal vom klassischen Printgeschäft wegentwickelt hat. Wer News Corp (Class A) kauft, investiert heute vor allem in digitale Abos, Datenlösungen und Online-Immobilienmarktplätze – und nur noch zu einem kleineren Teil in Zeitungen im traditionellen Sinn.

Für den deutschsprachigen Markt ist der Titel nicht nur deshalb interessant, weil News Corp über Dow Jones und das „Wall Street Journal“ globale Finanzmärkte mitprägt. Entscheidender ist, dass die Aktie ein Musterbeispiel dafür ist, wie sich etablierte Medienhäuser an eine Welt anpassen, in der Plattform-Ökonomie, Datenanalyse und Abo-Modelle die Wertschöpfung dominieren.

Die zentrale Frage: Spiegelt News Corp (Class A) diese Transformation bereits im Kurs wider – oder steckt im Geschäftsmodell mehr digitales Potenzial, als der Markt derzeit einpreist?

News Corp (Class A): Wie die A-Aktien den Wandel des globalen Medienkonzerns abbilden

Das Flaggschiff im Detail: News Corp (Class A)

Streng genommen ist News Corp (Class A) kein Produkt im Sinne eines Smartphones oder einer Software-Suite, sondern eine bestimmte Aktiengattung mit eigenem Stimmrechts- und Liquiditätsprofil. Für Investoren ist sie jedoch das Flaggschiff-Produkt des Konzerns an den Kapitalmärkten: Sie steht für den Standardzugang in die News-Corp-Welt.

News Corp ist in mehrere Segmente gegliedert, deren wirtschaftliche Entwicklung sich in der Kursentwicklung von News Corp (Class A) bündelt:

  • Dow Jones: Mit dem „Wall Street Journal“, Barron’s und MarketWatch adressiert News Corp ein globales, finanzstarkes Publikum. Der Fokus liegt auf Digitalabos, B2B-Informationsdiensten und Datenlösungen. Das Geschäft ist skalierbar und hochmargig, da zusätzliche digitale Abonnenten geringe Grenzkosten verursachen.
  • News Media: Hier liegen Marken wie die „Times“, „Sunday Times“ und „The Sun“ im Vereinigten Königreich oder die australische „Herald Sun“. Auch in diesem Segment verlagert sich der Umsatzschwerpunkt zunehmend von Print auf digitale Abonnements, Online-Werbung und Paid Content.
  • Subscription Video Services: In Australien hält News Corp über die Beteiligung an Foxtel einen wichtigen Pay-TV- und Streaming-Player. Hier tobt der Wettbewerb mit globalen Plattformen wie Netflix und Disney+, doch lokale Inhalte und Sportrechte sichern eine gewisse Preissetzungsmacht.
  • Book Publishing (HarperCollins): Das Buchgeschäft ist ein verlässlicher Cashflow-Lieferant. Digitalisierung zeigt sich hier vor allem in E-Books und Hörbuch-Plattformen – weniger disruptiv, aber stetig wachsend.
  • Digital Real Estate Services: Mit Beteiligungen an Immobilienplattformen wie realtor.com oder REA Group in Australien ist News Corp an der Schnittstelle von PropTech und klassischer Anzeigenplattform positioniert. Dieses Segment ist in der Regel hochprofitabel und stark datengetrieben.

Genau diese Portfolio-Struktur ist der Kern des „Produkts“ News Corp (Class A): Anleger erhalten Zugang zu einem diversifizierten Satz digitaler Geschäftsmodelle, die strukturell wachsen – abgefedert durch Cashflows aus etablierten Marken.

Charakteristisch für die A-Aktien ist, dass sie in der Regel eingeschränkte oder keine Stimmrechte im Vergleich zu den B-Aktien haben, dafür aber die deutlich höhere Liquidität und Sichtbarkeit am Markt. Für institutionelle und viele Privatanleger ist News Corp (Class A) damit der praktikable Standardtitel, um auf die Entwicklung des Konzerns zu setzen, ohne sich mit einem engen Orderbuch und illiquiden Spreads herumschlagen zu müssen.

Der Kurs von News Corp (Class A) reagiert typischerweise besonders sensibel auf drei Treiber:

  • Entwicklung der Digitalabos bei Dow Jones und den News-Media-Titeln: Steigen die Digitalumsätze und Abozahlen, wertet der Markt den Konzern stärker als Tech- und Datenplattform und weniger als klassischen Verlag.
  • Performance der digitalen Immobilienmarktplätze: Da diese Assets in Peer-Gruppen (z.B. zu Zillow oder Rightmove) mit teils hohen Multiples bewertet werden, kann Wachstum hier ein kräftiger Katalysator sein.
  • Strukturmaßnahmen und Portfolio-Optimierung: Spin-offs, Beteiligungsverkäufe oder gezielte Zukäufe von Datendiensten und Nischenplattformen können den „Sum-of-the-Parts“-Wert heben – und damit auch den Kurs von News Corp (Class A).

Für Investoren im deutschsprachigen Raum ist zudem relevant, dass News Corp (Class A) an US-Börsen in Dollar notiert. Währungsbewegungen zwischen Euro und US-Dollar schlagen sich daher unmittelbar in der Rendite nieder.

Der Wettbewerb: News Corp Aktie gegen den Rest

Im internationalen Vergleich konkurriert News Corp (Class A) weniger mit rein klassischen Verlagen, sondern zunehmend mit diversifizierten Medien- und Datenhäusern. Auf Unternehmensebene sind vor allem zwei Player als Rivalen zu nennen:

  • New York Times Company (NYT-Aktie) mit dem Produkt „The New York Times Company Class A“
  • RELX PLC mit dem Produkt „RELX PLC Ordinary Shares“ als börsennotiertem Vehikel für ein globales Informations- und Analytikgeschäft

Im direkten Vergleich zur The New York Times Company Class A zeigt sich, dass News Corp (Class A) breiter diversifiziert ist. Die NYT-Aktie steht nahezu synonym für eine einzige, wenn auch sehr starke Medienmarke mit einem hochentwickelten Digitalabo-Modell, Podcasts, Games und Kochplattformen. Die Strategie ist fokussiert, die Marke extrem stark, die Bewertung an der Börse traditionell ambitioniert.

News Corp (Class A) dagegen bündelt Dow Jones, Buchverlag, Immobilienplattformen und regionale Zeitungen. Das reduziert die Abhängigkeit von einem einzelnen Titel, erschwert aber zugleich dem Markt die Bewertung, weil die Segmente ganz unterschiedliche Wachstums- und Profitabilitätsprofile besitzen. Während die New York Times Company Class A klar als Premium-Digitalmedientitel gehandelt wird, ist News Corp (Class A) in den Augen vieler Analysten eher ein Hybrid aus Medien-, Daten- und Plattformkonzern – was bei konservativen Bewertern oft zu einem Abschlag gegenüber spezialisierten Playern führt.

Im direkten Vergleich zu RELX PLC Ordinary Shares wird der Unterschied noch deutlicher: RELX ist ein globaler Informations- und Analytics-Konzern mit starkem Fokus auf Fachinformationen, wissenschaftliche Publikationen, Rechtsdatenbanken und Ausstellerlösungen. Das Geschäftsmodell ist extrem daten- und softwaregetrieben, die Erlöse stammen überwiegend aus wiederkehrenden Lizenz- und Abogebühren im B2B-Bereich. Im Verhältnis dazu wirkt News Corp (Class A) immer noch medienlastig und werbeabhängig.

Die Stärken der News-Corp-Aktie im Wettbewerb lassen sich dennoch klar benennen:

  • Markenstärke und Reichweite: „Wall Street Journal“, „The Times“, „The Sun“ oder HarperCollins sind globale Namen mit enormer Anziehungskraft in werberelevanten Zielgruppen.
  • Digitale Plattformen mit Netzwerkeffekten: Besonders die Immobilienportale im Portfolio profitieren von starken Netzwerkeffekten: Je mehr Inserenten und Nutzer, desto attraktiver die Plattform – und desto größer die Preissetzungsmacht.
  • Option auf strukturelle Neuordnung: Im Gegensatz zu stärker fokussierten Konkurrenten trägt News Corp (Class A) eine potentielle „Hidden-Value-Komponente“: Der Markt spekuliert immer wieder darauf, dass einzelne Sparten abgespalten oder separat an die Börse gebracht werden könnten, um höhere Bewertungen zu erzielen.

Schwächen zeigen sich vor allem dort, wo das klassische Mediengeschäft noch dominiert. Im Vergleich zu Online-only-Konzernen lasten Druckereien, Vertriebsstrukturen und Legacy-IT stärker auf den Margen. Zudem ist die Governance-Struktur, insbesondere die starke Rolle der Murdoch-Familie und die Dual-Class-Aktienstruktur, für manche institutionelle Anleger ein Kritikpunkt.

Gegenüber reinen Streaming-Giganten wie Netflix oder Disney+ ist News Corp mit Foxtel und weiteren Video-Assets in Australien und Asien zwar vertreten, aber global betrachtet kein dominanter Player. Hier agiert der Konzern eher opportunistisch in regionalen Märkten, anstatt schwer kapitalintensive, weltweite Plattformschlachten zu schlagen.

Warum News Corp (Class A) die Nase vorn hat

Ob News Corp (Class A) die Nase vorn hat, hängt von der Perspektive ab. Aus Sicht eines Tech- oder Software-Investors ist RELX mit seinen hochmargigen Datenabos die sauberere Story, die New York Times mit ihrem Flaggschiff-Titel die fokussiertere. Aus Sicht eines Medien- und Plattforminvestors spricht jedoch vieles für News Corp (Class A) als attraktiven Kompromiss aus Stabilität, Diversifikation und optionalem Aufwertungspotenzial.

Dafür lassen sich mehrere Punkte identifizieren:

  • Digital-first, aber nicht Digital-only: News Corp hat seine Transformation erheblich vorangetrieben; Digitalumsätze und Abomodelle stehen inzwischen im Vordergrund. Gleichzeitig liefern Print und traditionelle Werbung weiterhin Cashflows, die Investitionen in neue Plattformen finanzieren. Das senkt das Risiko gegenüber reinen Wachstumsstories, die vollständig von immer neuen Nutzersteigerungen abhängen.
  • Plattform-Ökonomie im Immobilienbereich: Die Beteiligungen an realtor.com und REA Group sind in sich genommen digitale Wachstumsplattformen, die mit reinen Medienhäusern wenig gemein haben. In Phasen, in denen PropTech und Online-Immobilienportale an der Börse gefragt sind, kann News Corp (Class A) hiervon überproportional profitieren, ohne dass Anleger ein reines Einzelsegment-Risiko eingehen.
  • Informationsmacht im Finanzsektor: Dow Jones, inklusive „Wall Street Journal“ und Factiva, verankert News Corp tief im globalen Finanz- und Unternehmenssektor. Das ist ein Markt mit hoher Zahlungsbereitschaft für verlässliche, exklusive Informationen und Daten. Während Werbeerlöse konjunkturabhängig schwanken, sind B2B-Datenabos und professionelle Informationsdienste deutlich stabiler.
  • Bewertungsabschlag als Chance: In Analystenkreisen wird News Corp (Class A) häufig mit einem „Konglomeratsabschlag“ versehen, weil die Summe der Teile schwer zu bewerten ist. Für langfristige Investoren kann genau dieser Abschlag ein Argument sein: Steigen Transparenz und Segmentberichterstattung oder werden einzelne Assets herausgelöst, kann sich der Abstand zu Pure-Play-Peers verringern – mit entsprechendem Aufwärtspotenzial im Kurs.
  • Erfahrung im Umgang mit Technologiezyklen: Wenige Medienhäuser haben so viele Technologieumbrüche überlebt wie News Corp – von der Print-only-Ära über das Kabel-TV bis zu Social Media und Streaming. Diese Lernkurve und die Fähigkeit, Portfolio-Schwerpunkte zu verschieben, ist ein Asset, das in keiner Bilanz steht, aber in Krisenzeiten entscheidend sein kann.

Für Investoren im DACH-Raum, die sich ein Engagement im globalen Medien- und Informationssektor wünschen, ist News Corp (Class A) damit eine Art „Allwettertitel“: nicht so hoch bewertet und wachstumsfixiert wie manche rein digitale Medien- oder Adtech-Player, aber deutlich zukunftsfester aufgestellt als klassische Printverlage ohne nennenswerte Plattformstrategie.

Gleichzeitig muss klar sein: Die Aktie bleibt abhängig von Werbekonjunktur, Medienregulierung und der Bereitschaft der Nutzer, für Inhalte und Daten zu bezahlen. Wer in News Corp (Class A) investiert, setzt auf die Fortsetzung einer Transformationsstory – nicht auf ein statisches Dividendenpapier.

Bedeutung für Aktie und Unternehmen

Ein Blick auf die aktuelle Kursentwicklung von News Corp (Class A) zeigt, wie der Markt diese Story derzeit bewertet.

Zum Zeitpunkt der Recherche wurde der Titel unter dem Tickersymbol NWSA an den US-Börsen gehandelt. Der zuletzt verfügbare Schlusskurs der News Corp Aktie (Class A) lag – je nach Quelle – im niedrigen bis mittleren 30-US-Dollar-Bereich. Die Daten stammen aus Abfragen bei mehreren Finanzportalen (u.a. Yahoo Finance und Reuters) und beziehen sich auf den jeweils letzten offiziellen Handelsschluss; zum Zeitpunkt der Analyse waren die US-Märkte geschlossen, sodass keine Intraday-Kurse berücksichtigt werden konnten.

Wichtig im Lichte dieser Kursniveaus sind mehrere Beobachtungen:

  • Solide Performance, aber kein Highflyer: Die A-Aktien von News Corp haben sich im Vergleich zu vielen traditionellen Medienhäusern stabil gehalten oder sogar überdurchschnittlich entwickelt, blieben aber hinter einigen hoch bewerteten Digital- und Datenkonkurrenten zurück. Das unterstreicht die Wahrnehmung des Marktes: digitaler Umbau ja, aber (noch) nicht im Bewertungsniveau reiner Data-Tech-Plays.
  • ISIN US65249B1098 als Eintrittskarte in die Story: Für Anleger in Europa ist die ISIN US65249B1098 der Schlüssel, um News Corp (Class A) über Broker oder Banken zu handeln. In vielen Research-Berichten wird die Aktie als „Diversified Media & Information Services“ einsortiert, was sie auch in sektoralen ETFs und Fonds sichtbar macht.
  • Finanzielle Robustheit: Die jüngsten Quartalsberichte zeigten, dass News Corp weiterhin solide Cashflows erwirtschaftet und Schulden in einem für Medienkonzerne vergleichsweise moderaten Rahmen hält. Das gibt Spielraum für Dividenden, Aktienrückkäufe oder gezielte Akquisitionen im Digital- und Datenbereich.
  • Wachstumstreiber Digital: Analysten werten insbesondere die Performance der Digitalabos bei Dow Jones und der Immobilienplattformen als entscheidend für die mittelfristige Kursentwicklung. Gelingt es News Corp, hier zweistellige Wachstumsraten zu halten und Margen zu verbessern, könnte sich das Bewertungsprofil der Aktie schrittweise in Richtung der Peer-Gruppe von Daten- und Informationskonzernen verschieben.

Für das Unternehmen selbst ist News Corp (Class A) darüber hinaus ein strategisches Instrument: Über diese Aktiengattung signalisiert der Konzern dem Kapitalmarkt Liquidität und Zugänglichkeit. Institutionelle Investoren können größere Positionen aufbauen oder abbauen, ohne den Kurs massiv zu bewegen – ein wichtiger Faktor für die langfristige Attraktivität des Titels.

Umgekehrt sendet die Kursentwicklung Signale zurück ins Unternehmen. Bleibt der Kurs trotz solider operativer Zahlen hinter dem Gesamtmarkt zurück, wächst der Druck auf das Management, Portfolio-Struktur und Kapitalallokation zu überdenken – etwa durch mögliche Spin-offs, stärkere Fokussierung auf digitale Kernbereiche oder eine aggressivere Ausschüttungspolitik.

Im Spannungsfeld zwischen traditionellen Medienwurzeln und digitaler Zukunft ist News Corp (Class A) damit mehr als nur ein Wertpapier: Die Aktie fungiert als Barometer dafür, wie überzeugend der Konzern den Übergang von Print und linearem TV hin zu Plattformen, Daten- und Aboökonomien gestaltet. Für Anleger im deutschsprachigen Raum, die diese Transformation aus Investorensicht begleiten wollen, bleibt die A-Aktie mit der ISIN US65249B1098 das zentrale Vehikel.

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