Newmont, Aktie

Newmont Aktie: Gegenwind

05.03.2026 - 00:36:11 | boerse-global.de

Der Goldminenkonzern Newmont verzeichnete einen Kursrückgang nach einem Goldpreisrutsch und dem Ex-Dividenden-Tag. Analysten sind gespalten, während das Unternehmen starke Finanzen und einen Konflikt mit Barrick meldet.

Newmont Aktie: Gegenwind - Foto: über boerse-global.de
Newmont Aktie: Gegenwind - Foto: über boerse-global.de

Gold kann an einem einzigen Tag die Richtung wechseln – und bei Minenaktien wirkt das oft wie ein Hebel. Genau das bekam Newmont diese Woche zu spüren: Ein Rücksetzer beim Goldpreis fiel ausgerechnet mit dem Dividenden-Stichtag zusammen. Gleichzeitig zeigt sich: An der Wall Street gehen die Meinungen über die nächsten Schritte weit auseinander.

Warum die Aktie plötzlich rutschte

Der Auslöser war vor allem der kräftige Rückgang beim Goldpreis. Nachdem das Edelmetall zuvor von geopolitischen Spannungen Rückenwind bekommen hatte, drehte die Stimmung abrupt. Auch Silber geriet deutlich unter Druck – das belastete den gesamten Sektor.

Hinzu kam ein technischer Effekt: Am 3. März war Ex-Dividenden-Tag für die Quartalsdividende von 0,26 US-Dollar je Aktie. An solchen Tagen wird der Kurs typischerweise um den Dividendenbetrag nach unten angepasst, was Abgaben zusätzlich verstärken kann.

Das Umfeld tat sein Übriges. Sorgen über stärker als erwartet ausgefallene Produzentenpreisdaten und anhaltende geopolitische Unsicherheit sorgten für ein „Risk-off“-Klima – also weniger Risikobereitschaft. Das trifft Gold und Goldminen oft gleichzeitig.

Analysten gespalten: Höhere Ziele – aber auch Rückzieher

Trotz des Kursrutsches bleiben viele Analysten grundsätzlich positiv, aber die Spannweite der Einschätzungen ist groß. Citigroup hob das Kursziel deutlich von 118 auf 150 US-Dollar an und blieb bei „Buy“. Sanford C. Bernstein ging noch einen Schritt weiter: Hochstufung von „Market Perform“ auf „Outperform“ und ein Kurszielanstieg von 121 auf 157 US-Dollar.

Bernstein begründete den Schritt vor allem mit einem deutlich optimistischeren langfristigen Goldpreisbild. Die Analysten hoben ihre Goldprognosen auf 4.800 US-Dollar je Unze für 2026 und 6.100 US-Dollar für 2030 an. Dahinter steht ein neuer Bewertungsrahmen, der Nachfrageeffekte durch Zentralbanken und ETFs sowie den Einfluss möglicher US-Zinssenkungen stärker gewichtet. Auf Basis dieser Annahmen erhöhte Bernstein die EBITDA-Schätzung für Newmont um 26% auf 21,9 Mrd. US-Dollar – mit dem Argument, die Aktie biete eine klare Hebelwirkung auf steigende Goldpreise.

Auf der anderen Seite wurden Ziele auch gesenkt: TD Securities reduzierte von 120 auf 118 US-Dollar (Rating: „Hold“). Die Canadian Imperial Bank of Commerce strich ihr Kursziel von 71 auf 67 US-Dollar.

Rekordjahr trifft Produktionsdelle

Der Abverkauf steht im Kontrast zu den jüngsten Unternehmenszahlen. Newmont meldete für 2025 den höchsten Free Cashflow der Firmengeschichte: 7,3 Mrd. US-Dollar, davon 2,8 Mrd. US-Dollar allein im vierten Quartal. Das ermöglichte einen Schuldenabbau von 3,4 Mrd. US-Dollar – am Jahresende stand Newmont netto auf Cash.

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Auch operativ und beim Ergebnis lieferte das Unternehmen: Im vierten Quartal lag der Gewinn je Aktie bei 2,52 US-Dollar und damit klar über der Markterwartung von 1,81 US-Dollar. Der Umsatz übertraf die Prognosen ebenfalls (6,82 Mrd. statt 6,18 Mrd. US-Dollar).

Für 2026 plant Newmont jedoch bewusst mit einer niedrigeren Goldproduktion (5,26 Mio. Unzen, rund 10% weniger als 2025) und höheren All-in Sustaining Costs: 1.680 US-Dollar je Unze nach 1.358 US-Dollar. Gründe sind unter anderem Minenplanung und geringere Fördermengen. Zusätzlich bremst ein konkreter operativer Rückschlag: Buschfeuer beschädigten im Dezember 2025 wichtige Wasser-Infrastruktur in der Boddington-Mine (Australien). Dadurch dürfte im ersten Quartal 2026 eine Lücke von rund 60.000 Unzen entstehen.

Parallel setzt Newmont aber auch ein Zeichen in Richtung Wachstum: Für die Erweiterung der Cerro-Negro-Mine in Argentinien sind über sechs Jahre Investitionen von 800 Mio. US-Dollar eingeplant.

Streit mit Barrick: Eskalation im Joint Venture

Brisant ist zudem der Konflikt um Nevada Gold Mines. Newmont teilte mit, man habe Barrick eine Default-Mitteilung wegen Missmanagements geschickt – unter anderem wegen angeblicher Umleitung von Mitteln aus dem Joint Venture zur Entwicklung von Barricks eigenem Fourmile-Projekt. Newmont betonte, Transaktionen mit Bezug zu Joint Ventures müssten die Schutzmechanismen der jeweiligen Vereinbarungen respektieren. Im Kern geht es laut Unternehmen um Betrieb und Management von Nevada Gold Mines, wo Performance und Asset-Wert in den vergangenen sechs Jahren gelitten hätten.

Im Kursbild spiegelte sich der Rückschlag ebenfalls: Auf 7-Tage-Sicht liegt die Aktie laut den bereitgestellten Daten mit -3,04% im Minus.

Am 23. April 2026 richtet sich der Blick auf die Zahlen zum ersten Quartal: Dann dürften Updates zur Erholung in Boddington und zum Ausbau in Argentinien besonders im Fokus stehen – ebenso wie Hinweise, wie sich der Konflikt rund um Nevada Gold Mines weiterentwickelt.

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