NewGold, Palladium

NewGold Palladium ETF: Teil-Delisting

24.03.2026 - 22:22:51 | boerse-global.de

Der NewGold Palladium ETF vollzieht ein Teil-Delisting, während der Markt zwischen drohenden US-Zöllen auf russisches Palladium und sinkender Nachfrage aus der Autoindustrie schwankt.

NewGold Palladium ETF: Teil-Delisting - Foto: über boerse-global.de

Der NewGold Palladium ETF hat am Montag ein Teil-Delisting seiner Schuldverschreibungen vollzogen. Dieser Schritt erfolgt in einer Phase, in der der globale Palladium-Markt zwischen drohenden US-Strafzöllen auf russische Importe und einer unsicheren Nachfrage aus der Automobilindustrie schwankt. Anleger stehen vor der Herausforderung, die fundamentalen Verschiebungen im Sektor neu zu bewerten.

Kursentwicklung und technische Anpassung

Am gestrigen Montag schloss der ETF an der Börse in Johannesburg (JSE) bei 232,74 ZAR, was einem leichten Rückgang von 0,2 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf knapp sechs Prozent. Das Teil-Delisting der Debentures markiert ein technisches Ereignis für den physisch hinterlegten Fonds, der Anlegern den Zugang zum Spotpreis des Edelmetalls ohne direkte Lagerung ermöglichen soll.

An der Börse in Botswana verzeichnete der ETF zuletzt deutlich stärkere Bewegungen, wobei die dortigen Handelsdaten aufgrund geringerer Liquidität oft zeitversetzt reagieren. Die unterschiedliche Performance an den Handelsplätzen unterstreicht die aktuelle Volatilität im Sektor.

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Handelsstreit und fundamentale Treiber

Hinter der aktuellen Seitwärtsbewegung des Palladium-Preises – der sich seit Februar meist zwischen 1.620 und 1.885 US-Dollar bewegt – steht eine Untersuchung des US-Handelsministeriums. Vorläufige Ergebnisse deuten auf massive Dumping-Margen von rund 133 Prozent bei russischen Palladium-Importen hin. Eine endgültige Entscheidung wird Mitte 2026 erwartet. Diese könnte die Angebotsseite empfindlich stören und die Preisstruktur nachhaltig verändern.

Uneinigkeit über die Jahresprognose

Die Einschätzungen für den weiteren Verlauf des Jahres 2026 gehen weit auseinander. Analysten von Heraeus warnen vor einem wachsenden Marktüberschuss, da der Trend zu batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) den Bedarf an Palladium in Katalysatoren verringert. Sie sehen die Preisspanne eher im Bereich von 950 bis 1.500 US-Dollar pro Unze.

Demgegenüber stehen optimistischere Stimmen, etwa von TD Securities. Hier wird auf die stützende Wirkung durch den wachsenden Hybrid-Markt verwiesen. Zudem könnten Automobilhersteller verstärkt Platin durch Palladium ersetzen, da Platin derzeit ein Defizit aufweist. In diesem Szenario wird Palladium sogar eine Outperformance gegenüber Gold zugetraut.

Die Mitte 2026 anstehende Entscheidung über die US-Importzölle bleibt der zentrale Termin für den Markt. Bis dahin dürfte die Volatilität hoch bleiben, da sich das Angebot aus Sekundärquellen verbessert, während die zunehmende E-Mobilität das langfristige Aufwärtspotenzial begrenzt.

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