Newegg-Komplettpaket bietet Ausweg aus der GPU-Preisspirale
18.02.2026 - 17:02:12 | boerse-global.dePC-Bastler erhalten inmitten einer Woche mit alarmierenden Grafikkarten-Preissteigerungen eine unerwartete Atempause. Der Online-Händler Newegg lanciert ein High-End-Komplettpaket, das im Vergleich zum Einzelkauf rund 900 Euro spart. Diese Aktion unterstreicht eine zunehmende Spaltung im Hardware-Markt 2026: Während Einzelkomponenten, vor allem Grafikkarten, immer teurer werden, sind Bundle-Deals der attraktivste Weg für ein System-Upgrade.
Extrem-Bundle mit 128 GB Arbeitsspeicher
Seit Mittwochmorgen listet Newegg ein neues Komplettpaket für Enthusiasten, das den üblichen Straßenpreis deutlich unterbietet. Im Zentrum des für 1.699,99 Euro angebotenen Bundles steht AMDs kürzlich veröffentlichte Ryzen 7 9850X3D-CPU. Zum Paket gehören zudem ein MSI MPG X870E Carbon WiFi-Mainboard, ein üppiger 128-GB-Kit G.Skill Flare X5 DDR5-6000-Arbeitsspeicher, eine 4-TB-WD_BLACK SN7100-NVMe-SSD und eine digitale Kopie des Open-World-Rollenspiels Crimson Desert.
Die Aufnahme von 128 GB RAM in ein Consumer-Bundle ist ungewöhnlich und deutet auf eine Strategieänderung im Vertrieb hin. Bei volatilen DDR5-Preisen bietet der Rabatt den Speicher quasi zum Schleuderpreis an. Der Ryzen 7 9850X3D mit 8 „Zen 5“-Kernen und 96 MB L3-Cache zielt auf Nutzer ab, die höchste Gaming-Leistung mit anspruchsvollen Multitasking-Aufgaben kombinieren wollen.
Grafikkarten: RTX-50-Serie wird massiv teurer
Während CPU-Bundles locken, hat sich die Lage bei Grafikkarten im ersten Quartal 2026 deutlich verschlechtert. Eine Marktanalyse vom 16. Februar zeigt: Die Preise für NVIDIAs RTX-50-Serie sind seit November 2025 im Schnitt um 19 Prozent gestiegen.
Besonders betroffen ist das Modell RTX 5070 Ti, dessen durchschnittlicher Straßenpreis global um fast 25 Prozent sprang. Analysten führen den Anstieg auf schwindende Lagerbestände und eine Verlagerung der Produktionskapazitäten hin zu hochprofitablen KI-Beschleunigern zurück. In vielen Regionen besetzt die 5070 Ti mittlerweile die Preisklasse der ehemaligen RTX 5080.
Auch das Flaggschiff RTX 5090 ist betroffen. Obwohl der UVP theoretisch niedriger liegt, bewegen sich die Preise auf Drittmarktplattformen zwischen 3.700 und 5.000 Euro. Auch AMDs Radeon-RX-9000-Serie verzeichnet leichte Preiserhöhungen von 7-10 Prozent. Ein Preisdruck durch gestiegene VRAM-Kosten wird voraussichtlich das gesamte erste Halbjahr anhalten.
Handel setzt auf exklusive Komplettpakete
Als Reaktion auf die volatile Online-Preislage setzen stationäre Händler wie Micro Center auf exklusive Komplettpakete, um Kunden in die Läden zu locken. Deren aktuelle 3-in-1-Bundles kombinieren etwa den Ryzen 7 9800X3D mit ASUS- oder MSI-X870-Mainboards und 32 oder 48 GB DDR5-Speicher – dem „Sweet Spot“ für Mainstream-Gamer.
Die Nachfrage ist hoch, die Verfügbarkeit begrenzt. Wie Berichte in der Community r/buildapcsales zeigen, sind bestimmte Mainboard-SKUs in den Bundles oft innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Für Käufer gleicht der Erwerb einem täglichen Lotteriespiel, bei dem sie die lokale Lagerbestandsliste im Auge behalten müssen.
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Ausblick: Wird Intel zur Budget-Alternative?
Die divergierenden Trends zeichnen ein klares Bild für PC-Enthusiasten. Der klassische „DIY“-Ansatz, jede Komponente einzeln auszuwählen, wird vom Markt zunehmend bestraft. Vorkonfigurierte Bundles bieten dagegen Ersparnisse, die den Kauf einer überteuerten Grafikkarte subventionieren können.
Die Experten-Empfehlung für diesen Monat ist eindeutig: Sichern Sie sich zuerst eine Grafikkarte zu einem vernünftigen Preis, oder setzen Sie auf umfassende System-Bundles, die die Komponentenkosten vor weiteren Preiserhöhungen festschreiben.
Für den März erwarten Branchenkenner kaum eine Entspannung auf dem GPU-Markt, solange die VRAM-Produktion unter Engpässen leidet. Intels „Battlemage“-B-Serie könnte zur wilden Karte werden. Deren Preise blieben relativ stabil, Modelle wie die Arc B570 wurden sogar günstiger. Wenn NVIDIAs Preise im Mittelklasse-Segment weiter steigen, könnten Intel und AMD hier Marktanteile gewinnen. Der Fokus liegt nun auf der Verbreitung der PCIe-5.0-Ökosysteme – vorausgesetzt, die Kunden finden noch leistbare Grafikkarten.
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