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New York: Verluste - Fed rückt wegen Ölpreis und EZB in den Fokus

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 16:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach den Verlusten im bisherigen Wochenverlauf bleiben die US-Börsen am Donnerstag unter Druck.

Weiterhin wird die Stimmung von den Entwicklungen im Nahost-Konflikt und den gestiegenen Ölpreisen belastet. Unter den Anlegern hält sich die Sorge vor einer steigenden Inflation und damit verbunden möglichen Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed.

Dieses Mal erfasste die Verkaufswelle vor allem die Technologiewerte, unter denen sich zuletzt solche mit KI-Fantasie noch positiv abgehoben hatten. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 gab um 0,9 Prozent auf 29.161 Punkte nach. Der Dow Jones Industrial US2605661048 steuert derweil mit einem Abschlag von 0,4 Prozent und 52.153 Zählern auf seinen vierten schwachen Handelstag in Folge zu. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 gab außerdem um ein halbes Prozent auf 7.598 Punkte nach.

Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) wie erwartet den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben hat, richtet sich der Fokus der Anleger jetzt auf den Entscheid der Fed in der kommenden Woche. Davor werden am Freitag aber noch die US-Inflationsdaten von großer Relevanz erwartet. Eine Indikation dafür gaben die am Donnerstag veröffentlichten Erzeugerpreise, die im August etwas stärker gestiegen sind als erwartet.

Allgemein unter Druck gerieten die Aktien aus den Chip- und Speichersektoren, die sich in den vergangenen Tagen noch gegen die allgemeine Börsenschwäche gestemmt hatten. Bis zu fünf Prozent groß waren die Kursverluste bei Aktien wie Western Digital US9581021055, ARM US0420682058, Intel US4581401001, Sandisk US80004C1018 und Micron US5951121038. Als Belastung galt, dass der chinesische Anbieter Deepseek mit einem neuen KI-Modell den Druck auf die US-Konkurrenz erhöht.

Nach Börsenschluss werden am Donnerstag wohl die Resultate von Oracle US68389X1054 und Adobe US00724F1012 für den Tech-Sektor nochmals von Bedeutung sein. Beide Aktien lagen im Vorfeld im Minus, Oracle aber relativ stark mit drei Prozent. Die Frage nach der Schuldenlast, die für den Ausbau der KI-Infrastrukturen erforderlich ist, bleibt bei Anlegern ein wichtiges Thema. Sie hatte die Oracle-Aktien im Juni und Juli schwer belastet.

Minenwerte haben am Donnerstag unter deutlich zurückkommenden Metallpreisen gelitten. Die Titel von Freeport-McMoran US35671D8570 und Southern Copper US84265V1052 knickten jeweils um mehr als sieben Prozent ein, nachdem an den Kupfer- und Silbermärkten eine deutliche Korrektur einsetzte. Begründet wurde dies mit einer vertagten Entscheidung über US-Zölle und ölbedingten Konjunktursorgen.

Unter den nachrichtlich bewegten Einzelwerten gab die Aktie von Macy's US55616P1049 nach Vorlage von Zahlen um 2,4 Prozent nach. Der Warenhausbetreiber blieb mit seinem Ausblick auf das dritte Quartal hinter den Erwartungen zurück. Noch schlimmer erwischte es im Einzelhandelssektor aber American Eagle Outfitters US02553E1064 mit einem Rückschlag um 13 Prozent. Der Bekleidungshändler hatte enttäuschende Umsatzzahlen vermeldet.

Unter den sonstigen Nebenwerten litten die Titel des Kontaktlinsenherstellers Cooper Companies US2166485019 mit einem Einbruch um 15 Prozent unter einem gesenkten Wachstumsausblick. Als Belastung hinzu kam ein abgesagter Verkauf der Sparte CooperSurgical, der die Bank of America dazu veranlasste, ihre bisherige Kaufempfehlung für die Aktien aufzugeben.

Bessere Nachrichten führten bei AeroVironment US0080731088 zu einem Anstieg um fast sechs Prozent. Der Drohnen-Hersteller hatte Quartalszahlen vorgelegt, die hinsichtlich des Umsatzes die Markterwartungen übertrafen.

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