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New York Eröffnung: Schwäche vor allem beim Dow - Nasdaq besser

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 16:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

An den US-Börsen hat der Handel am Dienstag nach dem verlängerten Wochenende schwach begonnen.

Auf die Stimmung drückten die weiter steigenden Ölpreise, die der Angst vor bald steigenden Zinsen neue Nahrung gaben. Dass die Europäische Zentralbank (EZB) bereits an diesem Donnerstag erneut an der Zinsschraube drehen wird, gilt ohnehin schon als nahezu sicher.

Der stärker von Standardwerten geprägte Dow Jones Industrial US2605661048 gab gegen Ende der ersten Handelsstunde um 1,2 Prozent auf 52.773 Punkte nach, während der marktbreite S&P 500 US78378X1072 um 0,4 Prozent auf 7.686 Zähler fiel.

Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 schlug sich zwar besser, stand aber auch mit 0,2 Prozent im Minus bei 29.488 Punkten. Steigende Aktien mit KI-Fantasie, die einmal mehr vor allem aus dem Chipsektor stammten, reichten an der Nasdaq-Börse in der Breite nicht als Gegengewicht.

Laut Anastasia Amoroso vom Schweizer Vermögensverwalter Partners Group sind die Märkte "wahrscheinlich gerade in einer Art Verdauungsphase, da wir weltweit eine ziemlich bedeutende Anpassung der Zentralbankpolitik durchlaufen". Daher könnten die Aktienkurse einen Teil ihrer bisherigen Gewinne wieder abgeben oder zumindest vor einer Konsolidierung stehen, sagte die Expertin Bloomberg TV.

Aktien der Ölkonzerne Chevron US1667641005, ExxonMobil US30231G1022 und ConocoPhillips US20825C1045 profitierten anders als der Gesamtmarkt davon, dass die Ölpreise weiter steigen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Lieferung im November kostete zuletzt mehr als 98 US-Dollar - damit fehlt nicht mehr viel zur psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Händler verwiesen unter anderem auf Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien. Das größte Ölförderland in der Golfregion stoppte daraufhin die Produktion in einigen Anlagen nahe der Grenze zum Jemen.

In der Chipbranche knüpften viele Werte an ihre Kursgewinne vom Freitag an. Branchengrößen wie Intel US4581401001, ARM US0420682058 oder Broadcom US11135F1012 legten um zwei Prozent oder mehr zu. Der Kurs von Qualcomm US7475251036 zog um fünf Prozent an nach einer Mitteilung, wonach der eigentlich auf Handychips fokussierte Hersteller eine Partnerschaft mit Amazon US0231351067 zur Lieferung maßgeschneiderter Datencenter-Chips eingeht. Diese geht außerdem einher mit Optionen auf einen Aktienbezug.

Den Papieren des Brennstoffzellen-Entwicklers Bloom Energy US0937121079 gelang dank der bevorstehenden Aufnahme in den marktbreiten Index S&P 500 US78378X1072 ein Kursplus von 8,4 Prozent. Die Anteilsscheine von Boston Scientific US1011371077 dagegen verloren drei Prozent an Wert in Folge einer Cyberattacke.

Dyne Therapeutics US26818M1080 prägte das generell schwache Pharma-Branchenumfeld mit einem Kurseinbruch um 22 Prozent. Die Aktien gerieten in den Sog negativer Nachrichten von Novartis CH0012005267, da beide Firmen vergleichbare Medikamentenkandidaten haben. Der Schweizer Pharmariese musste nach dem Studienflop mit dem Herz-Kreislauf-Mittel Pelacarsen einen weiteren Rückschlag mit dem Medikament Del-desiran gegen die Muskelkrankheit Myotone Dystrophie hinnehmen.

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