Neuro-Nutrition, Ernährung

Neuro-Nutrition: Ernährung als Schlüssel für ADHS-Therapie?

05.02.2026 - 11:34:12

Die Ernährung beeinflusst über das Mikrobiom direkt die Neurochemie des Gehirns. Experten sehen darin einen Paradigmenwechsel für die Behandlung von ADHS und Neurodivergenz.

Die Darm-Hirn-Achse rückt in den Fokus der ADHS-Forschung. Aktuelle Studien bestätigen, dass die Ernährung über das Mikrobiom direkten Einfluss auf die Neurochemie des Gehirns nehmen kann. Experten sehen darin einen Paradigmenwechsel in der Behandlung von Neurodivergenz.

Das zweite Gehirn im Bauch

Im Zentrum steht die Darm-Hirn-Achse. Neue Forschungsergebnisse zeigen: Das Mikrobiom im Darm produziert Botenstoffe, die über den Vagusnerv mit dem Gehirn kommunizieren. Bei Menschen mit ADHS finden Wissenschaftler oft eine andere bakterielle Besiedlung als bei neurotypischen Personen.

Diese Dysbiose korreliert laut einer Studie in Frontiers in Nutrition direkt mit der Schwere von Symptomen wie Impulsivität. Bestimmte Bakterienstämme wirken als „Psychobiotika“ – fehlen sie, könnten neurobiologische Defizite verstärkt werden.

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Die fünf kritischen Nährstofflücken

Analysen der letzten Jahre deuten auf häufige Mängel bei Neurodivergenz hin. Ernährungsmediziner fokussieren sich auf fünf Schlüsselsubstanzen:

  • Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA): Essenziell für die Flüssigkeit der Nervenzellmembranen.
  • Magnesium: Wird mit innerer Unruhe und Schlafproblemen in Verbindung gebracht.
  • Zink & Eisen: Beide sind unverzichtbar für die Synthese des Neurotransmitters Dopamin.
  • Vitamin D: Gilt inzwischen als neuroaktives Hormon für die Gehirnentwicklung.

Fachgesellschaften warnen jedoch vor eigenmächtiger Supplementierung. Eine gezielte Einnahme sollte immer auf Basis von Blutwerten erfolgen.

Maßgeschneidert statt pauschal verboten

Die Praxis bewegt sich weg von pauschalen Diäten. Statt generellem Zuckerverbot setzen Experten auf personalisierte Ansätze.

Die Oligoantigene Diät (Eliminationsdiät) wird weiter erforscht. Dabei werden potenzielle Auslöser für Verhaltensauffälligkeiten identifiziert. Die Erfolgsquoten bei bestimmten Untergruppen sind hoch, der Aufwand aber enorm.

Parallel gewinnt ein mediterran-ketogener Hybridansatz an Boden. Er kombiniert entzündungshemmende Pflanzenkost mit stabilen Blutzuckerwerten, um Konzentrationseinbrüche zu vermeiden.

Ein Markt zwischen Hoffnung und Hype

Der Trend hat ökonomische Folgen. Der Markt für spezielle Nahrungsergänzungsmittel und mikrobiom-freundliche Lebensmittel boomt. Große Pharmakonzerne kooperieren zunehmend mit Biotech-Firmen aus der Ernährungswirtschaft.

Die Grenze zwischen Lebensmittel und Medikament verschwimmt. Doch Verbraucherschützer mahnen zur Vorsicht: Der Markt wird auch von Produkten mit zweifelhaftem Nutzen überschwemmt. Sie fordern schärfere Regeln für Werbeversprechen im Bereich „Brain Health“.

Wohin führt der Weg?

Die Zukunft könnte in der Datenanalyse liegen. KI-gestützte Auswertungen von Mikrobiom- und Genetikdaten sollen den „ernährungsphysiologischen Fingerabdruck“ jedes Einzelnen entschlüsseln. Bis diese personalisierten Pläne Standard sind, bleibt die Basisempfehlung pragmatisch: eine pflanzenbetonte, wenig verarbeitete Ernährung mit vielen Ballaststoffen.

Eines betonen Fachleute jedoch klar: Neuro-Nutrition ist eine Ergänzung zu etablierten Therapien – kein Ersatz.

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