Fachfortbildungen, Datenschutzbeauftragte

Neue Fachfortbildungen für Datenschutzbeauftragte starten

09.02.2026 - 00:39:11

Datenschutzbeauftragte müssen sich ab 2026 auf neue EU-Regelwerke und KI-Risiken vorbereiten. Spezialisierte Weiterbildungen und Zertifikate werden zur Pflicht, um Bußgelder zu vermeiden.

Deutschlands Datenschützer rüsten sich mit neuen Spezialkursen für die Herausforderungen durch KI und verschärfte EU-Gesetze.

KI und Cybersicherheit im Fokus

Ab Februar 2026 bieten führende Akademien und Verbände wie das FFD Forum für Datenschutz und die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) neue Schulungen an. Der Grund: Die Rechtslandschaft wird durch Regelwerke wie den EU AI Act, den Data Act und die NIS-2-Richtlinie immer komplexer. Datenschutzbeauftragte (DPOs) müssen nun auch die Risiken von Künstlicher Intelligenz bewerten und managen können.

„Die Rolle des DPO wandelt sich fundamental“, erklärt ein Branchenkenner. Aus einer vorwiegend juristischen wird eine strategische Schnittstellenfunktion zwischen Recht, Technologie und IT-Sicherheit. Spezialseminare zu „Datenschutz und KI-Governance“ behandeln daher neue Haftungsrisiken und die praktische Umsetzung der KI-Verordnung.

Anzeige

Seit August 2024 gelten neue Regeln der EU‑KI‑Verordnung – viele Unternehmen riskieren ohne gezielte Maßnahmen Bußgelder und Haftungsfragen. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt praxisnah Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen, Dokumentationsanforderungen und Übergangsfristen – speziell für Datenschutzbeauftragte und Compliance‑Verantwortliche. Mit Checklisten und klaren Handlungsschritten, damit Sie KI-Systeme rechtssicher bewerten und in bestehende DSGVO- und NIS‑2-Prozesse integrieren. Jetzt kostenlosen KI-Leitfaden herunterladen

Antwort auf dynamische Rechtsentwicklung

Das Jahr 2026 markiert eine entscheidende Phase. Mehrere EU-Verordnungen entfalten ihre volle Wirkung und zwingen zu Anpassungen. Als Reaktion auf das deutsche NIS-2-Umsetzungsgesetz, das seit Dezember 2025 gilt, stehen nun auch IT-Sicherheitsthemen auf dem Lehrplan. Wie lassen sich Cloud-Dienste wie Microsoft 365 mit integrierten KI-Tools rechtskonform nutzen? Wie meistert man internationale Datentransfers? Die aktualisierten Curricula geben Antworten.

Die kontinuierliche Weiterbildung ist für DPOs gemäß DSGVO ohnehin Pflicht. Die neuen Angebote reichen von allgemeinen DSGVO-Updates bis zu hochspezialisierten Zertifizierungen wie zum „KI-Datenschutz-Experten (AI-Privacy-Expert)“. Solche Zertifikate werden im Markt immer wichtiger. Sie signalisieren Kompetenz und helfen Unternehmen, hohe Bußgelder und Reputationsschäden zu vermeiden.

Vom Generalisten zum Spezialisten

Die Kurse richten sich an betriebliche, behördliche und externe Datenschutzbeauftragte sowie an Führungskräfte mit Datenverantwortung. Ziel ist praxisnahes Wissen: Teilnehmer erhalten Checklisten und üben an konkreten Fällen.

Experten erwarten, dass der Trend zur Spezialisierung weitergeht. Künftige Schulungen könnten noch stärker auf Branchen wie das Gesundheitswesen oder den Finanzsektor zugeschnitten sein. Die fortschreitende Digitalisierung macht die Weiterbildung zur Daueraufgabe – diese Initiativen sind ein erster, wichtiger Schritt, die deutsche Wirtschaft rechtssicher aufzustellen.

@ boerse-global.de