Betrugswelle, Smartphone-Nutzer

Neue Betrugswelle bedroht Smartphone-Nutzer in Deutschland

17.02.2026 - 01:09:11

Behörden warnen vor einer neuen Angriffswelle auf Mobilgeräte, bei der Künstliche Intelligenz perfekte Phishing-Mails erstellt und eine Spyware komplette Fernkontrolle ermöglicht.

Behörden und Verbraucherschützer warnen vor einer neuen Angriffswelle auf Smartphones. Kriminelle nutzen künstliche Intelligenz für täuschend echte Phishing-Nachrichten und eine neue Spionagesoftware, die Geräte komplett übernehmen kann.

KI macht Phishing-Mails fast perfekt

Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf Phishing-Mails, die sich als Nachrichten populärer Dienste ausgeben. Besonders häufig tauchen E-Mails auf, die angeblich von OpenAI stammen. Sie behaupten, eine Zahlung für ChatGPT sei fehlgeschlagen und drohen mit einer Kontosperrung innerhalb von 48 Stunden. Der Link führt zu einer gefälschten Seite, die Zahlungsdaten abgreift.

Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass unpersönliche Anreden und fremde Absenderadressen Warnsignale sind. Doch die Betrüger setzen KI-Tools ein, um ihre Texte immer professioneller zu gestalten. Diese Methode nutzen sie auch im Namen von Banken, Paketdiensten oder der Deutschen Rentenversicherung.

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„ZeroDayRAT“: Die allgegenwärtige Spionagesoftware

Besondere Besorgnis erregt die kommerzielle Spyware „ZeroDayRAT“. Sie wird offen auf Telegram an Cyberkriminelle verkauft und bedroht sowohl Android- als auch iOS-Geräte. Einmal installiert, ermöglicht sie die vollständige Fernkontrolle.

Die Software kann:
* SMS und App-Benachrichtigungen mitlesen
* Bildschirminhalte und Tastatureingaben aufzeichnen
* Kamera und Mikrofon zur Live-Überwachung aktivieren
* Einmal-Passwörter aus SMS abfangen und so die Zwei-Faktor-Authentifizierung umgehen

Zudem enthält sie Module, die gezielt Bankdaten und Informationen zu Krypto-Wallets stehlen.

Gefälschte Apps: Die Trojaner-Falle

Neben Phishing bleibt die Verbreitung von Schadsoftware über manipulierte Apps eine große Gefahr. Sicherheitsforscher warnen vor dem Android-Trojaner „Arsink“. Er tarnt sich als modifizierte „Pro“-Version beliebter Apps wie WhatsApp oder Instagram.

Diese gefälschten Dateien werden über Messenger-Gruppen und inoffizielle Seiten verbreitet. Nach der Installation fordert der Trojaner weitreichende Berechtigungen an. Anschließend stiehlt er Kontakte, SMS und Standortdaten – und kann sogar eigenständig Anrufe tätigen. Das BSI rät eindringlich, Apps nur aus den offiziellen Stores von Google und Apple zu installieren.

Warum das Smartphone zum Hauptziel wurde

Das Smartphone hat den Desktop-PC als Lieblingsziel der Kriminellen abgelöst. Nutzer sind auf dem Handy oft unachtsamer und reagieren schneller auf Benachrichtigungen. Über 80 Prozent aller Phishing-Seiten sind heute für kleine Bildschirme optimiert, was die Erkennung erschwert.

Hinzu kommt die technologische Aufrüstung der Täter: KI-Tools ermöglichen auch weniger versierten Kriminellen, massenhaft überzeugende Betrugsnachrichten zu erstellen. Ein weiteres Risiko sind über eine Milliarde Android-Geräte, die keine Sicherheitsupdates mehr erhalten und dauerhaft angreifbar bleiben.

Was kommt als Nächstes?

Experten rechnen mit einer weiteren Eskalation. Der zunehmende Einsatz von KI wird zu hyperrealistischen Deepfake-Angriffen führen, etwa beim Voice-Phishing. Dabei werden Stimmen von Vorgesetzten oder Familienmitgliedern geklont, um Überweisungen zu erpressen.

Als Reaktion arbeiten Hersteller wie Google und Samsung daran, KI-basierte Betrugserkennung direkt ins Betriebssystem zu integrieren. Für Nutzer bleibt die Kombination aus aktueller Software und einer gesunden Skepsis gegenüber unerwarteten Nachrichten der beste Schutz.

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