Netflix: Reed Hastings verlässt Board im Juni
30.04.2026 - 18:44:00 | boerse-global.deStarke Gewinne, schwache Kurse. Bei Netflix klaffen Realität und Stimmung derzeit auseinander. Der Streaming-Gigant übertrifft die Erwartungen der Wall Street deutlich. Dennoch fällt die Aktie auf den tiefsten Stand seit dem Aktiensplit.
Starkes Quartal, enttäuschender Ausblick
Im ersten Quartal lief das operative Geschäft auf Hochtouren. Der Umsatz stieg auf 12,25 Milliarden US-Dollar. Damit schlug Netflix die Prognosen der Analysten. Auch der Nettogewinn kletterte kräftig auf 5,28 Milliarden Dollar.
Ein Sondereffekt polsterte die Kassen zusätzlich. Dank einer Zahlung von Paramount sprang der freie Cashflow auf über fünf Milliarden Dollar. Soweit so gut.
Der Blick nach vorn dämpft allerdings die Euphorie. Für das zweite Quartal peilt das Management Einnahmen von 12,57 Milliarden Dollar an. Die Wall Street hatte mehr erwartet. Auch die Jahresprognose hob der Vorstand nicht an.
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Ein Gründer nimmt seinen Hut
Ein weiteres Ereignis verunsichert den Markt. Co-Gründer Reed Hastings verlässt im Juni den Verwaltungsrat. Er wird sich auf der Hauptversammlung nicht mehr zur Wahl stellen. Hastings möchte sich künftig philanthropischen Projekten widmen.
Co-CEO Ted Sarandos trat sofort Gerüchten entgegen. Der Rückzug habe nichts mit dem gescheiterten Warner-Bros-Deal zu tun. Hastings hatte das Unternehmen 1997 gegründet und bis Anfang 2023 als Co-CEO geführt.
Werbegeschäft gewinnt an Fahrt
Trotz des aktuellen Kursrückgangs wächst ein wichtiges Segment rasant. Das werbefinanzierte Abo-Modell zieht massiv Kunden an. In den entsprechenden Märkten wählen über 60 Prozent der Neukunden diese Variante.
Die Werbeeinnahmen sollen im laufenden Jahr rund drei Milliarden Dollar erreichen. Das entspricht einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Parallel dazu testet Netflix neue Formate. Über 70 Live-Events liefen im ersten Quartal.
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Ein Baseball-Turnier in Japan lockte exklusiv über 31 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Das Land lieferte im abgelaufenen Quartal den größten Beitrag zum Nutzerwachstum.
Analysten bewerten die Lage mehrheitlich positiv. Das mittlere Kursziel der Wall Street liegt bei 115 Dollar. Die Bilanz stützt diesen Optimismus. Netflix hob die Prognose für den freien Cashflow auf rund 12,5 Milliarden Dollar an. Damit startet das Unternehmen finanziell bestens gerüstet in die Ära nach dem Gründer.
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