Netflix: Daiwa erhöht Ziel auf 102 Dollar
23.04.2026 - 23:00:52 | boerse-global.deEin Sonderertrag von 2,8 Milliarden Dollar, ein neuer TikTok-ähnlicher Video-Feed und zwei Analysten-Upgrades — Netflix hat eine turbulente Woche hinter sich und versucht nun, die Kurve zu kriegen.
Quartalszahlen mit einem Sonderfaktor
Die Q1-Ergebnisse vom 16. April lieferten auf den ersten Blick starke Zahlen. Der Umsatz kletterte um 16,2 Prozent auf 12,25 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie sprang auf 1,23 Dollar — fast doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.
Allerdings steckt in dieser Zahl ein Einmaleffekt. Netflix verbuchte eine Stornogebühr von 2,8 Milliarden Dollar, die im Zusammenhang mit einer geplatzten Transaktion mit Warner Bros. Discovery anfiel. Ohne diesen Posten fällt das Ergebnis deutlich nüchterner aus. Das operative Kerngeschäft stützt sich vor allem auf das Werbegeschäft, das für das Gesamtjahr 2026 auf rund 3 Milliarden Dollar Umsatz zusteuert.
Schwacher Q2-Ausblick belastet den Kurs
Trotz der Umsatzüberraschung reagierte der Markt zunächst mit einem Kursrückgang von rund 14 Prozent innerhalb einer Woche. Der Auslöser: Der Ausblick auf das zweite Quartal enttäuschte. Netflix prognostiziert Q2-Erlöse von 12,5 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 0,78 Dollar — beides unterhalb der Konsensschätzungen von 12,6 Milliarden Dollar und 0,84 Dollar. Das Management begründet die schwächere Margenerwartung mit dem Timing von Titelstarts und der Content-Abschreibungsstruktur.
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Das Jahresziel hält der Konzern dennoch aufrecht: Umsatzwachstum zwischen 12 und 14 Prozent sowie eine operative Marge von 31,5 Prozent.
Neue Produkte, neue Kursziele
Im Vorhandel am Donnerstag stabilisierte sich die Aktie im Bereich von 93 bis 94 Dollar. Rückenwind kommt von zwei Seiten.
Daiwa Securities hob das Kursziel auf 102 Dollar an und bestätigte die Einstufung "Outperform" — mit Verweis auf die Stärke der Cashgenerierung. Freedom Broker zog bereits am Vortag nach und erhöhte das Ziel auf 110 Dollar, bei unverändertem "Buy"-Rating.
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Inhaltlich setzt Netflix auf ein neues vertikales Video-Format im TikTok-Stil, das auf mobile Nutzung zugeschnitten ist und die Nutzerbindung stärken soll. Das Format dürfte auch das Werbegeschäft befeuern, das als zentraler Wachstumstreiber gilt.
Hinzu kommt ein institutioneller Übergang: Co-Gründer Reed Hastings verlässt den Aufsichtsrat planmäßig im Juni 2026. Wie der Markt diesen Wechsel bewertet, wird sich spätestens mit den Q2-Zahlen zeigen — dann muss das operative Geschäft ohne Einmaleffekte überzeugen.
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