Netflix Aktie: Zweifel am Mega-Deal wachsen
07.01.2026 - 09:00:31Der Streaming-Gigant gerät zunehmend in die Defensive. Nach der Ankündigung der massiven Übernahme von Warner Bros. Discovery Assets mehren sich die skeptischen Stimmen an der Wall Street. Während CFRA Research seine Kaufempfehlung streicht, stellt sich für Anleger die Frage: Bietet der Kursrutsch eine Einstiegschance oder überwiegen die Risiken der gigantischen Verschuldung?
Abstufung drückt die Stimmung
Das bestimmende Thema am Dienstag war die deutliche Abstufung durch CFRA Research. Die Analysten senkten ihr Votum von „Strong Buy“ auf „Hold“ und kappten das Kursziel drastisch von 130 auf 100 Dollar. Als Hauptgrund nannten die Experten gestiegene Umsetzungsrisiken im Zusammenhang mit der im Dezember angekündigten Übernahme der Warner Bros. Discovery Film- und TV-Studios. Der Markt reagierte verhalten auf diese Einschätzung und drückte die Aktie zum Handelsschluss am 6. Januar weiter in Richtung der 90-Dollar-Marke.
Doch es gibt auch Gegenstimmen. Marktbeobachter verweisen darauf, dass die Aktie bereits rund 30 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert. Der Börsenwert hat sich damit stärker verringert als das Volumen des 82,7-Milliarden-Dollar-Deals, was darauf hindeutet, dass viele Worst-Case-Szenarien bereits eingepreist sind. Operativ treibt Netflix seine Strategie indes weiter voran: Seit gestern integriert der Konzern offiziell die WWE-Bibliothek in den USA, um Abonnenten vor dem Abschluss der Fusion an sich zu binden.
Hohe Schulden und Insider-Verkäufe
Die Skepsis der Anleger fußt vor allem auf der künftigen Bilanzstruktur. Für die Finanzierung der Übernahme ist ein Brückenkredit über 59 Milliarden Dollar vorgesehen, was die Verschuldung voraussichtlich auf das Dreifache des EBITDA treiben wird. Investoren befürchten, dass dieser Hebel den finanziellen Spielraum des Unternehmens in den kommenden Jahren einschränken könnte.
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Diese Unsicherheit spiegelt sich auch in den Transaktionen der Führungsebene wider. Daten zeigen, dass Insider in den letzten 90 Tagen Aktien im Wert von rund 168 Millionen Dollar veräußert haben, darunter auch CEO Gregory Peters. Solche Verkäufe in einer kritischen Übergangsphase werden am Markt oft als Signal für fehlenden kurzfristigen Optimismus im Management gewertet.
Blick auf die Quartalszahlen
Die kurzfristige Richtung dürfte sich am 20. Januar entscheiden, wenn Netflix die Zahlen zum vierten Quartal vorlegt. Technisch ist die Aktie mit einem RSI von 29 inzwischen überverkauft, was oft eine Gegenbewegung begünstigt. Analysten sehen im Schnitt weiterhin Potenzial bis gut 130 Dollar, doch solange der Widerstand bei 91,50 Dollar nicht zurückerobert wird, bleiben die Sorgen um die Integrationslasten der dominierende Faktor.
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