Netflix, Aktie

Netflix Aktie: Übernahme belastet

29.01.2026 - 19:27:33

Die Netflix-Aktie bleibt trotz operativen Wachstums unter Druck, da Anleger die Finanzierung und Risiken der geplanten Milliardenübernahme von Warner Bros. Discovery bewerten.

Netflix liefert heute mit dem Start des ersten Teils von Bridgerton Staffel 4 zwar einen wichtigen Content-Impuls. An der Börse dreht sich aber fast alles um ein anderes Thema: das finanzielle Gewicht der geplanten Übernahme von Warner Bros. Discovery. Dazu kommen jüngste Verkäufe durch große Investoren – und die Aktie bleibt in einer engen Spanne gefangen.

Content-Highlights, aber der Deal dominiert

Zum Auftakt des ersten Quartals setzt Netflix mit Bridgerton Staffel 4 ein sichtbares Ausrufezeichen. Außerdem bestätigte das Unternehmen eine dritte Staffel der deutschen Erfolgsserie Achtsam Morden für den Sommer 2026.

Trotzdem spiegelt der Kurs vor allem die Zurückhaltung der Anleger gegenüber der aggressiven M&A-Strategie wider. Im Zentrum steht das überarbeitete Barangebot für Warner Bros. Discovery: Berichten zufolge hält Netflix am Gebot von 27,75 US-Dollar je Aktie fest. Das würde die Transaktion mit rund 83 Milliarden US-Dollar bewerten. Eine Aktionärsabstimmung bei WBD ist für April 2026 angesetzt und wurde durch den Prozess zeitlich nach vorn gezogen.

Der Markt scheint dabei vor allem Ausführungs- und Finanzierungsrisiken einzupreisen. In diesem Umfeld rutschte die Aktie zuletzt in die Nähe ihres 52‑Wochentiefs (rund 81,93 US-Dollar).

Wichtige Fakten im Überblick:
– Barangebot für WBD: 27,75 US-Dollar je Aktie (Bewertung ca. 83 Mrd. US-Dollar)
– Nächster Fixpunkt: WBD-Aktionärsvotum im April 2026
– Netflix zuletzt nahe 52‑Wochentief (81,93 US-Dollar)

Institutionelle reduzieren Positionen

Zusätzlichen Druck brachten diese Woche veröffentlichte Daten zu institutionellen Abflüssen. Der New York State Common Retirement Fund meldete, seine Netflix-Position im dritten Quartal 2025 um 7,0% reduziert zu haben. Verkauft wurden 39.569 Aktien. Der Fonds hält nun 522.832 Aktien mit einem gemeldeten Wert von rund 626,8 Millionen US-Dollar.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Netflix?

Institutionelle Anleger besitzen weiterhin knapp 81% der Anteile. Die Reduktion durch einen großen Pensionsfonds unterstreicht aber, dass das Risikoprofil rund um den Übernahmeplan neu bewertet wird.

Wachstum vorhanden – was wiegt schwerer?

Operativ zeigt Netflix weiter Wachstum. Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz auf 12,05 Milliarden US-Dollar, ein Plus von etwa 17% gegenüber dem Vorjahr.

Auch an der Analystenfront gab es Bewegung: Phillip Securities stufte die Aktie von „Sell“ auf „Accumulate“ hoch, setzte ein Kursziel von 100 US-Dollar und verwies dabei auf Preissetzungsmacht sowie stabile Führung. Doch der Kursverlauf zeigt, was Anleger aktuell stärker beschäftigt: die Bilanzwirkung und die Umsetzung der WBD-Transaktion. Kann Netflix gleichzeitig liefern und einen Deal dieser Größenordnung stemmen? Genau diese Unsicherheit prägt derzeit die Bewertung.

Der nächste klare Kursimpuls dürfte mit dem WBD-Aktionärsvotum im April 2026 kommen – bis dahin bleibt die Übernahmefrage der entscheidende Taktgeber.

Anzeige

Netflix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Netflix-Analyse vom 29. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Netflix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Netflix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Netflix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




@ boerse-global.de | US64110L1061 NETFLIX