Netflix, Aktie

Netflix Aktie: Rückzug möglich

26.02.2026 - 03:45:25 | boerse-global.de

Ein höheres Gegenangebot von Paramount Skydance setzt Netflix unter Druck. Analysten halten einen Rückzug für wahrscheinlich, während die Aktie auf diese Aussicht positiv reagiert.

Die Übernahmeschlacht um Warner Bros. Discovery (WBD) bekommt eine neue Dynamik – und an der Börse wetten viele darauf, dass Netflix am Ende lieber Abstand nimmt. Auslöser ist ein nachgebessertes Gegenangebot von Paramount Skydance, das den Druck auf Netflix deutlich erhöht. Doch zieht Netflix die Offerte nach – oder lässt man WBD ziehen?

Höheres Angebot bringt Bewegung

WBD teilte gestern mit, dass Paramount Skydance sein feindliches Übernahmeangebot von 30 auf 31 US-Dollar je Aktie erhöht hat. Die Offerte ist vollständig in bar und bewertet das Unternehmen damit grob mit rund 77 Milliarden US-Dollar. Bemerkenswert: Der WBD-Verwaltungsrat räumte erstmals ein, dass das überarbeitete Angebot „vernünftigerweise“ zu einer besseren Offerte führen könnte als die bestehende Vereinbarung mit Netflix.

Paramount packt zudem zusätzliche Sicherheiten obendrauf: eine Reverse-Termination-Fee von 7 Milliarden US-Dollar, falls Regulierer den Deal stoppen, sowie die Übernahme der 2,8 Milliarden US-Dollar „Breakup Fee“, die WBD an Netflix zahlen müsste, wenn WBD aus dem bestehenden Vertrag aussteigt. Zusätzlich soll ab dem 30. September eine „Ticking Fee“ von 0,25 US-Dollar je Aktie fällig werden, solange sich der Abschluss verzögert – laut Bericht in der Größenordnung von rund 650 Millionen US-Dollar pro Quartal.

Netflix hatte im Dezember ein eigenes Bar-Angebot vorgelegt: 27,75 US-Dollar je Aktie, bezogen auf die Studio- und Streaming-Assets von WBD, darunter HBO und HBO Max. Kabelsender wie CNN und TBS sind darin nicht enthalten.

Vier Tage Frist für Netflix

Der Merger-Vertrag setzt Netflix unter Zeitdruck: Sobald der WBD-Vorstand Paramounts Offerte formell als „Company Superior Proposal“ einstuft, hat Netflix vier Geschäftstage Zeit, das Angebot zu überbieten oder auszusteigen.

Aus dem Analystenlager gibt es dafür bereits konkrete Marken: Robert Fishman (MoffettNathanson) hält einen Rückzug von Netflix für wahrscheinlich, wenn der Preis über 32 US-Dollar steigt. Andere MoffettNathanson-Analysten sehen bei etwa 34 US-Dollar je Aktie faktisch das Ende des Bieterwettstreits.

An der Börse kam genau dieses Szenario gut an. Die Aktie sprang gestern um knapp 6% auf 82,70 US-Dollar. Der Kursanstieg wird als Signal gewertet, dass Investoren einen Rückzug von Netflix nicht als Niederlage sehen, sondern als potenziell vorteilhaft. Denn falls die bestehende Vereinbarung gekippt wird, stünden Netflix laut Bericht weiterhin 2,8 Milliarden US-Dollar als Zahlung zu.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Netflix?

Politik und Kartellrecht erhöhen den Druck

Parallel wächst der regulatorische und politische Gegenwind. Präsident Donald Trump forderte am Samstag laut Bericht, Netflix solle das Board-Mitglied Susan Rice entlassen – andernfalls werde es „Konsequenzen“ geben. Hintergrund waren Aussagen von Rice in einem Podcast. Netflix-Co-CEO Ted Sarandos konterte in einem BBC-Interview, der WBD-Deal sei „ein Business-Deal, kein politischer Deal“.

Zudem prüft das US-Justizministerium (DOJ) die geplante Netflix-Übernahme aktiv. Im Fokus stehen laut Berichten unter anderem mögliche Auswirkungen früherer Zukäufe auf den Wettbewerb um Kreativ-Talente sowie mögliche wettbewerbswidrige Verhandlungstaktiken gegenüber unabhängigen Content-Produzenten. Zusätzlich drängt eine Koalition aus elf Bundesstaaten das DOJ in einem Schreiben zu einer intensiven Prüfung.

Zum Hintergrund: Netflix hat Aktienrückkäufe ausgesetzt, um Liquidität für die geplante Akquisition zu sichern.

Operativ solide, Terminplan steht

Trotz der Deal-Unsicherheit liefert das Kerngeschäft weiter belastbare Signale. Für das vierte Quartal 2025 meldete Netflix einen Umsatz von 12,1 Milliarden US-Dollar und lag damit leicht über den Erwartungen. Die Zahl der zahlenden Abonnenten überschritt 325 Millionen. Der Werbeumsatz stieg 2025 auf 1,5 Milliarden US-Dollar (2,5-fach) – und das Management erwartet laut Bericht eine Verdopplung im Jahr 2026.

Für 2026 stellt Netflix 50,7 bis 51,7 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht, was 12% bis 14% Wachstum gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Bei WBD ist die Aktionärsabstimmung für den 20. März angesetzt, die nächsten Netflix-Zahlen folgen am 16. April.

Anzeige

Netflix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Netflix-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Netflix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Netflix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Netflix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

 <b>Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.</b>

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Jetzt abonnieren.

US64110L1061 | NETFLIX | boerse | 68612719 |