Netflix, Aktie

Netflix Aktie: M&A-Druck

17.01.2026 - 08:09:31

Die Netflix-Aktie verliert deutlich an Wert, angetrieben von Unsicherheiten über eine mögliche Milliardenübernahme von Warner Bros. Discovery und mehreren Analysten-Korrekturen vor dem Quartalsbericht.

Die Netflix-Aktie steckt in einem klaren Abwärtstrend. In den vergangenen sechs Monaten hat der Kurs fast 30 % verloren. Haupttreiber ist nicht das operative Geschäft, sondern die Unsicherheit rund um die mögliche milliardenschwere Übernahme von Warner Bros. Discovery – unmittelbar vor dem anstehenden Quartalsbericht am 20. Januar.

Übernahmespekulation belastet

Im Zentrum steht der mögliche Erwerb von Warner Bros. Discovery mit einem Unternehmenswert von knapp 83 Milliarden US-Dollar. Seit die Pläne erstmals publik wurden, hat die Aktie rund 12 % nachgegeben.

Für zusätzliche Nervosität sorgten Berichte, Netflix prüfe, das Geschäft vollständig in bar abzuwickeln, um den Prozess zu vereinfachen. Damit würden die kurzfristigen finanziellen Belastungen und Integrationsrisiken dieses Großdeals stärker in den Fokus rücken, während der strategische Nutzen erst langfristig sichtbar würde.

Analysten werden vorsichtiger

Die Skepsis spiegelt sich zunehmend in den Einschätzungen der Analysten wider. KeyBanc Capital Markets hat das Kursziel deutlich von 139 auf 110 US-Dollar gesenkt und verweist explizit auf die Unsicherheit rund um den Warner-Deal.

Auch TD Cowen hat das Kursziel reduziert – von zuvor höheren Niveaus auf nun 115 US-Dollar – behält aber die Kaufempfehlung bei. Zusammengenommen unterstreichen diese Schritte den wachsenden Druck auf die Bewertung der Aktie im kurzfristigen Horizont.

Zentrale Belastungsfaktoren im Marktbild sind derzeit:

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  • Kursrückgang von fast 30 % in sechs Monaten, Notierung nahe 52-Wochen-Tief
  • Deutlicher M&A-Überhang durch die potenzielle 83-Milliarden-Dollar-Transaktion mit Warner Bros. Discovery
  • Serie von Kurszielsenkungen großer Häuser
  • Hohe Erwartungsspannung vor den Quartalszahlen zum vierten Quartal am 20. Januar

Insiderverkauf und neue Partnerschaften

Kurz vor dem Zahlenwerk sorgt ein größerer Insiderverkauf für zusätzliche Aufmerksamkeit. Aufsichtsratsmitglied Bradford L. Smith hat am 15. Januar Aktien im Volumen von rund 2,82 Millionen US-Dollar veräußert. Die Transaktion erfolgte zwar im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans, doch der Zeitpunkt kurz vor dem Earnings-Termin trägt zur angespannten Stimmung bei.

Parallel arbeitet Netflix an strategischen Weichenstellungen jenseits des möglichen Warner-Deals. Das Unternehmen hat eine mehrjährige weltweite Vereinbarung mit Sony Pictures Entertainment bekannt gegeben. Netflix sichert sich damit die exklusiven Streaming-Rechte für Sony-Filme nach deren Kinoauswertung, darunter auch Blockbuster wie „Spider-Man: Beyond the Spider-Verse“.

Um Bedenken hinsichtlich der möglichen Warner-Integration zu dämpfen, betonte Co-CEO Ted Sarandos zudem, man werde für Warner-Filme ein 45-tägiges exklusives Kinofenster beibehalten. Damit signalisiert Netflix die Absicht, das bestehende, bewährte Distributionsmodell nicht grundlegend umzubauen – ein Punkt, der für die weitere Bewertung des Deals und die Reaktion auf den Quartalsbericht am 20. Januar entscheidend sein dürfte.

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