Netflix Aktie: Gegenwind aus Washington
04.02.2026 - 09:45:31Der geplante Mega-Deal zwischen Netflix und Warner Bros. Discovery (WBD) im Wert von bis zu 83 Milliarden Dollar belastet zunehmend den Aktienkurs des Streaming-Marktführers. Während einer Anhörung im US-Senat gestern mussten sich die Führungskräfte kritischen Fragen zur Marktmacht stellen. Anleger reagieren nervös auf die regulatorischen Hürden, die der Übernahme im Wege stehen könnten.
Harte Fragen im Justizausschuss
Netflix Co-CEO Ted Sarandos verteidigte das Vorhaben vor dem Justizausschuss des Senats. Sein zentrales Argument: Der Zusammenschluss stärke den Wettbewerb gegen Tech-Giganten wie YouTube und Amazon, anstatt ihn zu unterdrücken. Sarandos betonte, dass Netflix durch den Kauf Assets erwerbe, die das Unternehmen bisher nicht besitze, was den Deal von typischen Medienfusionen unterscheide.
Die Senatoren zeigten sich jedoch skeptisch gegenüber dem Vergleich mit YouTube. Senator Mike Lee hinterfragte kritisch, ob Blockbuster-Kinofilme tatsächlich in direkter Konkurrenz zu kurzen Internet-Clips stehen. Sarandos konterte mit dem Argument des „Nullsummenspiels“: Jede Minute auf YouTube sei verlorene Zeit für Streaming-Dienste. Laut präsentierten Nielsen-Daten würde das kombinierte Unternehmen auf 10,4 Prozent der TV-Nutzungszeit kommen und damit fast zum Marktanteil von YouTube (12,7 Prozent) aufschließen.
Aktionärsabstimmung und Finanzierung
Der nächste entscheidende Schritt steht im März an, wenn die Aktionäre von Warner Bros. Discovery über das Angebot abstimmen sollen. Um eine feindliche Übernahme durch Paramount Skydance abzuwehren, hatte Netflix sein Angebot im Januar auf eine reine Barzahlung umgestellt. Parallel dazu pausiert Netflix sein Aktienrückkaufprogramm, um die Liquidität für den Deal zu sichern.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Netflix?
Die finanziellen Auswirkungen sind bereits spürbar. Für das Jahr 2026 rechnet der Konzern mit transaktionsbedingten Zusatzkosten von rund 275 Millionen Dollar. Diese Belastungen und die Unsicherheit drückten den Kurs allein im Januar um 11 Prozent. Dabei lief das operative Geschäft zuletzt solide: Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 17,6 Prozent auf 12,05 Milliarden Dollar, bei einer weltweiten Abonnentenbasis von über 325 Millionen.
Kartellbehörden am Zug
Um Kritiker zu besänftigen, gab Sarandos ein klares Bekenntnis zum Kino ab: Filme sollen mindestens 45 Tage exklusiv in Lichtspielhäusern laufen, bevor sie gestreamt werden. Doch dieses Zugeständnis allein dürfte nicht reichen. Der Deal hängt maßgeblich von der Prüfung durch das US-Justizministerium ab, mit dem bereits erste Gespräche laufen. Zudem muss WBD die Abspaltung seiner Kabelsparte (u.a. CNN, TNT) in die neue Gesellschaft „Discovery Global“ abschließen – ein komplexer Prozess, der noch sechs bis neun Monate in Anspruch nehmen dürfte und das Risiko für Anleger hochhält.
Netflix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Netflix-Analyse vom 4. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Netflix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Netflix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Netflix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


