Netflix: $12,25 Milliarden Umsatz in Q1
28.04.2026 - 19:26:45 | boerse-global.deEin TikTok-ähnlicher Feed auf dem größten Streamingdienst der Welt — das klingt nach einem Experiment, ist aber eine strategische Wette auf den nächsten Wachstumstreiber. Netflix rollt noch im April eine komplett überarbeitete Mobile-App aus, die mit vertikalem Video-Feed direkt in das Revier von Instagram Reels und YouTube Shorts vordringt.
Der mobile blinde Fleck
Trotz eines TV-Marktanteils von rund fünf Prozent weltweit hat Netflix das Smartphone bislang vernachlässigt. Das ändert sich jetzt. Der neue Feed soll Nutzern kurze, scrollbare Clips aus Originalserien und -filmen zeigen — ergänzt durch Videoformate wie Podcasts und Creator-Content. Ziel ist es, die sogenannte "Scrolling-Fatigue" zu reduzieren und Nutzer auch außerhalb des Wohnzimmers zu binden.
JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth sieht darin mehr als eine Interface-Spielerei: "Wir betrachten vertikales Video als Weg, Nutzer auf einem weiteren Bildschirm jenseits des Fernsehers zu erreichen und Anteile an kürzeren, snackbaren Momenten zu gewinnen — was letztlich das Engagement mit längeren Inhalten steigern könnte." Anmuth erwartet außerdem, dass Netflix über sein Clip-Feature "Moments" stärkere Personalisierung und soziale Interaktion ermöglicht.
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Werbemarkt als eigentlicher Gewinner
Die Monetarisierungslogik dahinter ist klar. Ein vertikaler Feed schafft neue Werbeflächen — gerade für das werbegestützte Abo-Modell, das im ersten Quartal 2026 bereits über 60 Prozent der Neuanmeldungen in Werbemärkten ausmachte. Die Zahl der Werbepartner stieg um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Das Gesamtbild der Q1-Zahlen stützt den Optimismus: Der Umsatz kletterte um 16 Prozent auf 12,25 Milliarden Dollar, das operative Ergebnis legte um 18 Prozent auf 3,96 Milliarden Dollar zu. Videoformate wie Podcasts verzeichnen laut dem Quartalsbericht bereits eine überproportionale Nutzung auf dem Smartphone — der neue Feed greift diesen Trend gezielt auf.
Aktie unter Druck, Ziele intakt
Die Aktie schloss am Montag bei 91,36 Dollar, ein leichtes Minus von gut einem Prozent. Seit dem Allzeithoch von 133,91 Dollar im vergangenen Sommer hat das Papier deutlich korrigiert. Der Konsens der Analysten sieht das Kursziel bei 114 bis 120 Dollar — das entspräche einem Aufwärtspotenzial von 25 bis 30 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Netflix eine Umsatzprognose von 50,7 bis 51,7 Milliarden Dollar und peilt eine operative Marge von 31,5 Prozent an, nach 29,5 Prozent im Vorjahr. Das Content-Budget wächst auf rund 20 Milliarden Dollar. Der neue Mobile-Feed erfordert davon kaum zusätzliche Mittel — er nutzt vorhandene Inhalte neu, könnte aber den Werbeumsatz spürbar ankurbeln. Wie schnell das gelingt, zeigen die Q2-Zahlen: Netflix prognostiziert für das zweite Quartal einen Umsatz von 12,57 Milliarden Dollar bei einer operativen Marge von 32,6 Prozent.
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